Bildquelle: http://www.kunstgeschichte.uni-mainz.de/687.php
Prof. Wulf Herzogenrath, Direktor der Kunsthalle Bremen im Gespräch mit Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des Kunsthaus Dresden und Katja Stintz, Assistenz und Kunstvermittlung, Kunsthaus Dresden
Kunsthaus Dresden, Donnerstag, 4. Februar, 19:00
Das Gespräch mit Wulf Herzogenrath beleuchtet die Anfänge von Video als künstlerisches Medium und seine Stationen auf dem Weg ins Museum von Von Gerry Schums Fernsehgalerie und Projekt 74 bis zur Documenta 6 mit vielen persönlichen Anekdoten und Bildern. Wulf Herzogenrath konzipierte 1976 als damals jüngster Direktor eines deutschen Kunstvereins am Kölnischen Kunstverein die erste Retrospektive des Videopioniers Nam June Paik. Im Folgejahr war er als Kurator des Bereiches Videokunst der Documenta 6 maßgeblich für die frühe Institutionalisierung und Anerkennung des Mediums als eigene Kunstform verantwortlich. Als Kunsthistoriker gehört Herzogenrath zu den Wegbereitern des Mediums und hat für das Medium als Kurator wie auch als Herausgeber zahlreicher Publikationen wissenschaftliche Fundamente gelegt. 2006 war er Mitinitiator des Projektes 40jahrevideokunst.de, dessen Ziel eine umfassende Digitalisierung und Vermittlung bedeutender Positionen deutscher Videokunst war.
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Ausstellung und Präsentation der Video- und Medienkunstseminare von Franziska Hoffmann und Sophia Hoffmann an der TU Dresden.
Mittwoch, 3. Februar 2010, 17:00 Uhr
Blaues Haus / UG
August-Bebel-Straße 30
Im Programm sind studentische Installationen und Videos, begleitet von Erläuterungen zu Themen und Technik der Seminare.
Kategorien: veranstaltung
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Joseph Beuys: Boxkampf documenta 5, 1972 (Videostill)
Die Gruppenaktion »Nach Beuys! (Kunst wofür?)« 1988 in Leipzig
am Donnerstag, den 28.1. 2010 um 19:00 Uhr im Kunsthaus Dresden
mit Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai und Claus Löser
Im Frühjahr 1988 eröffnete an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eine vorher bereits in Ost-Berlin gezeigte Ausstellung zum Frühwerk von Joseph Beuys. Die Exposition war Teil des deutsch-deutschen Kulturabkommens und stellte in mehrfacher Hinsicht ein Paradox dar. Dem 1986 verstorbenen Künstler war zu Lebzeiten mehrfach die Einreise in die DDR untersagt worden, die Vernissage in Berlin wurde ausgerechnet von Johannes Rau zelebriert, der 1972 die Entlassung des Künstlers von der Kunstakademie Düsseldorf verfügt hatte. Als Ministerpräsident von NRW gab er sich nun, von hohen SED-Funktionären sekundiert, die zweifelhafte Ehre, Beuys posthum in den kulturpolitischen Kanon der DDR einzufügen. Bei Künstlern, die sich einer unabhängigen Kulturszene zugehörig fühlten, war die Empörung über diesen Akt groß. Dass ausgerechnet Joseph Beuys, dessen Werk für systemübergreifende Verweigerung und individuelle Verantwortung stand, vom Zwangssystem DDR vereinnahmt werden sollte, wollte man in Leipzig nicht stillschweigend hinnehmen. Gerd Harry Lybke initiierte mit Freunden aus dem Umfeld seiner Privatgalerie EIGEN+ART die Gruppenaktion »Nach Beuys!«, mit der der verehrte Meister in einen aktuell-produktiven Prozess heimgeholt werden sollte.
Jörg Herolds damals entstandene, gleichnamige Videoinstallation ist für die Ausstellung »40 Jahre Videokunst – Teil 2« rekonstruiert worden und wird zu Beginn der Veranstaltung gezeigt. Im Anschluss diskutieren die damals ebenfalls beteiligten Künstler_innen Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai mit dem Filmhistoriker Claus Löser das Ereignis im Kontext seiner historischen Bedeutung.
Kategorien: veranstaltung · video
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Ab sofort ist es für Künstler möglich, sich für eine Teilnahme an der OSTRALE´010 (27.8. bis 19.9.) zu bewerben. Ob Bildende oder Darstellende Kunst, ob Performance, Malerei, Videoarbeit… die OSTRALE steht allen Ausprägungen zeitgenössischer Künste offen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. März 2010.
Kategorien: ausstellung
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Informationsveranstaltung über eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen der Kunstpädagogik und dem Trans Media-Zentrum in Hellerau
mit
Dr. Klaus Nicolai
Leiter Trans-Media-Akademie Hellerau
Dienstag 26.Januar 2010 19.30 Uhr Blaues Haus
Die Trans-Media-Akademie Hellerau steht für innovative Verknüpfungen zwischen Kunst, Medientechnologie und Bildung. Der 2001 gegründete Verein veranstaltet seit 2002 jährlich das Internationale Festival für computergestützte Kunst CYNETART in Dresden. Das Medienlabor besitzt eine einzigartige technische Ausstattung durch welche interaktive audiovisuelle Echt-Zeit-Vernetzungen zu virtuellen Environments ausgebaut werden können. Das Medienlabor macht schon heute, wovon eine zukünftige Schule träumt – es vernetzt performative Prozessabläufe mit Bild, Ton und Sprache und es verbindet Kenntnisse über Informatik, Bild- und Klanggestaltung, Medientechnik und Choreografie zur Schaffung interdisziplinärer Erlebnis- und Lernräume.
Der Künstler, Kunsttheoretiker und Medienwissenschaftler Dr. Nicolai sucht uns als zukünftige PartnerInnen für seine Produktions- und Vermittlungsprojekte zu gewinnen. Unsere Vision von interdisziplinärer, performativ gestützter Kunst und Bildungsarbeit kommt dem entgegen! Aus unserer Kooperation sollen neue Projekte geboren werden sowie Themen für zukünftige BA-, MA- und Staatsexamensarbeiten erwachsen.
Kategorien: veranstaltung
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Das Heft zeigt, wie das Netz nicht lediglich als Informationsraum und Bilderquelle für den Kunstunterricht zu begreifen ist, sondern als Handlungsraum, der von Lernenden gestaltet und reflektiert wird. Künstlerische Strategien im Netz spielen dabei ebenso eine Rolle wie neuartige Formen der Wissensdarstellung und des kommunikativen Austausches. Der Material-Teil gibt Anregungen für die Rezeption netzbasierter künstlerischer Arbeiten wie auch für die technisch unkomplizierte Teilnahme an Netzprojekten oder die Entwicklung eigener Ideen durch Schülerinnen und Schüler.
Aus dem Inhalt:
- Handlungsraum Netz
Neuartige Kommunikationsstrukturen und künstlerische Strategien
- “Spirislee” – zwischen Sterz und Seelachsdöner
Länderübergreifendes Netzprojekt im Kunstunterricht
- Im Netz der Cornelia Sollfrank
Zum Beispiel: Die Ausstellung “Originale und andere Fälschungen”
Zu beziehen über den Friedrich Verlag.
Kategorien: publikation
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Am Donnerstag (26.11.) wurde in Hellerau die CYNETART eröffnet. Besonders hervorstechend war für mich die Arbeit Zen Station || Meditatives Computerspiel von Jannis Urle Kilian Kreft, ein Computerspiel, das durch Bio-Feedback gesteuert wird.
“Die Spielfläche wird mittels Videoprojektor auf einen rechteckigen Kasten projiziert, in dem ein Puls- und Blutsauerstoffmessgerät eingelassen sind. Mittels Sensorik können dadurch die Herzfrequenz und der Blutsauerstoffgehalt beider Spieler in Echtzeit analysiert werden. Ausgehend von den Berührungen der Sensorfläche werden virtuelle Lebensformen generiert, die in Form und Größe abhängig von der Pulsfrequenz der Spieler sind. Ziel des Spiels ist, sein Gegenüber durch Gelassenheit zu besiegen. Der Spieler mit dem dauerhaft niedrigeren Pulsschlag gewinnt.” (http://t-m-a.de/cynetart/festival/automatic-clubbing)
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Um die Vermittlung zeitgenössischer Kunst an Schulen zu fördern und einen Beitrag zur ästhetischen Bildung in Deutschland zu leisten, werden im Frühjahr 2010 vom BDK e.V. in Kooperation mit der Siemens Stiftung (ehemals Siemens Arts Program) und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung fünf Stipendien in Höhe von jeweils 1.500 Euro für die Entwicklung von Unterrichtsprojekten zum Thema „Kunst und aktuelle Medienkultur“ vergeben. Studierende der Kunstpädagogik können sich bewerben.
In persönlichen Begegnungen mit den beteiligten Künstlern Christoph Girardet, Jakob Kolding, Gerald Nestler, Susan Philipsz und Katarina Zdjelar erarbeiten die Stipendiaten Unterrichtsideen, die sie im Sommer 2010 an einer Schule umsetzen und dokumentieren werden. Zwei fachdidaktische Workshops begleiten das Stipendium. Interessierte Studenten und Studentinnen der Kunstpädagogik können sich bis zum 1.03.2010 für ein Stipendium bewerben.
Weitere Informationen: www.bdk-online.info/kiss
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Blohm, Manfred / Burkhardt, Sara / Heil, Christine (Hg.): Tatort Küche – Kunst, Kulturvermittlung, Museum. Die Küche als Lebens- und Erfahrungsraum. Schriftenreihe Medien – Kunst – Pädagogik, Band 3. Flensburg: Flensburg University Press, 2009. ISBN 978-3-939858-12-6
Die Küche: ein Ort, wo gebrutzelt, gebröselt, zerhackt, gedämpft, gezupft und gebacken wird, wo viele Dinge und Geräte ihren Platz erhalten, wo Sinnsprüche an den Wänden hängen oder im Handtuch eingewebt sind, wo gelagert, gepökelt, eingefroren, wiederverwertet oder weggeschmissen wird. Für Einige ist dies der Ort, an dem sie bei bestimmten Gerüchen in Erinnerungsbilder eintauchen. Andere legen Wert auf eine Hightech-Küche, ohne dass die Geräte dabei in vollem Umfang genutzt werden.
Dieses Buch enthält keine Anweisungen zum Kochen. 30 Autorinnen und Autoren beleuchten die Küche aus unterschiedlichen Perspektiven: Alltag, Familientradition, kauziger oder gepflegter Individualismus und Hochkultur, Nationales und Regionales wie auch globales Kochen, Gewürzhandel in der kolonialen „Vorkartoffelzeit“, Kücheninszenierungen in der Kunst, der Kunstpädagogik und in der Kulturvermittlung im Museum.
Kurz: Die Küche wird als Ort der Tat untersucht, als Ort, an dem auf kulturell und individuell unterschiedliche Weisen Leben stattfindet. In den Untersuchungen zu diesem „Tatort“ lassen sich nicht nur Kultur- und Sozialgeschichte rekonstruieren, sondern auch Lebensweisen ablesen. Das Buch soll den Leser oder die Leserin dazu anregen, eigene Wege im Kulturraum Küche zu gehen oder an anderen Alltagsorten kulturelle Verschiebungen und Forschungen vorzunehmen.
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Der Bundeskongress “Orientierung: Kunstpädagogik” fand vom 23.-25.10. in Düsseldorf statt. Im Zuge des Kongresses gab es Irritationen, die hier von Torsten Meyer erläutert werden – und der Kommentierung bzw. weiteren Diskussion bedürfen.
Eine Diskussion der auf dem Kongress angerissenen Themen soll auch in den BDK-Mitteilungen stattfinden.
Georg Peez und Klaus-Peter Busse erläutern, wie die Redaktion der BDK-Mitteilungen mit Äußerungen zum Kongress weiter verfahren will:
Kerstin Asmussen und Jörg Grütjen schreiben dankenswerterweise einen Tagungsbericht. Dieser Text soll alle informieren, die nicht in Düsseldorf dabei waren. Wir gehen davon aus, dass es eine Buchveröffentlichung mit den originalen Kongressbeiträgen geben wird.
Im Anschluss an diesen Tagungsbericht von Kerstin Asmussen und Jörg Grütjen stehen dann die Meinungsäußerungen zum Kongress. Diese Kurzbeiträge können direkt an uns, die Redaktion, geschickt werden (klaus.peter.busse(at)t-online.de, mail(at)georgpeez.de). Das gesamte Material wird von der Redaktion dann aufbereitet, d.h. in eine Reihenfolge gestellt, mit Abbildungen versehen usw.
Die Länge eines solchen Beitrags sollte max. ca. 5000 – 6000 Zeichen incl. Leerzeichen umfassen.
Die Kommentare zum Blog-Beitrag “Bundeskongress Kunstpädagogik 2009 – Hallo Welt!?!” von Torsten Meyer sollen nicht Kurz-Beiträge in den BDK-Mitteilungen werden. Diese Texte sind ja bereits veröffentlicht und für jeden zu lesen, sie haben auch eine spezifische Form. Kolleginnen und Kollegen, die im Blog kommentierten, können selbstverständlich auch nochmals für die BDK-Mitteilungen etwas verfassen.
Redaktionsschluss für Heft 1 2010 ist der 01. Dez. 2009. Was später kommt, kann dann in Heft 2 2010 veröffentlicht werden.
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