Jour Fixe: Prof. Dr. Hanne Seitz – „May I ask you a question?“

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Hanne Seitz, Dr. phil, Professorin für Theorie und Praxis Ästhetischer Bildung an der Fachhochschule Potsdam, lädt zum kritischen Nachdenken über das Primat der Partizipation in Kunst, Gesellschaft und Bildung ein.

Die von der historischen Avantgarde geforderte Verbindung von Kunst und Leben scheint durch die Verlagerung des Produktionsprozesses hin zur Betrachterin bzw. zum Betrachter heutzutage immer wahrscheinlicher zu werden. Kommunikation und Interaktion und besonders auch das Handeln sind gefragt. Auch die Künstler Xavier Le Roy und Tino Sehgal suchen Besucher/-innen in ihre Kunst einzubinden, aber sie befragen auch den Performancedruck in unserer Gesellschaft, indem sie das Nichthandeln und die Unterlassung thematisieren.

Die Veranstaltung hochschulöffentlich und findet am Dienstag, den 18. Oktober, um 18 Uhr im Raum 103/104, Villa, Neuwerk 7 statt.


JOUR FIXE: TOOLS FOR THE NEXT REVOLUTION

Jour Fixe mit Wachter&Jud:
TOOLS FOR THE NEXT REVOLUTION
03.11.2015 // 18 Uhr // Seminarraum der Bibliothek // Neuwerk 7
In einer Kollaboration mit Asylsuchenden und Aktivist/-innen brachten Christoph Wachter und Mathias Jud ein Flüchtlingsboot nach Halle, das beim diesjährigen Werkleitz-Festival .move ON zum Treffpunkt wurde. Auch von ihren anderen Arbeiten gehen gesellschaftspolitische Transformationen aus: von den Open-Source-Projekten zum Beispiel, die Kommunikationsüberwachung unterlaufen und Zensur sichtbar machen. In Syrien, Tunesien, Ägypten, Iran, China und Nord Korea haben sich Communities gebildet, die sich an diesen Projekten beteiligen.
Wachter und Jud erzählen von diesen Arbeiten, die auch in internationalen Ausstellungen vorgestellt und mit zahlreichen Preisen (u.a. einem Prix Ars Electronica) ausgezeichnet wurden.

BURG fragt – BURG antwortet

entwurf_plakat_ehemalige_neuIm Rahmen der Ausstellung „Professoren und Professorinnen der BURG aus Kunst und Design… beobachten, bewegen, bilden, bürsten gegen den Strich …“ finden am 8. Mai Gespräche mit Ehemaligen statt.
Wir wollen die Geschichte der BURG lebendig werden lassen: Was können uns Lehrende der vergangenen Jahrzehnte von den Entwicklungen und Auseinandersetzungen, den Aufbrüchen und Stagnationen, den allgemeinen Lehrkonzepten und individuellen Schwerpunktsetzungen an unserer Hochschule erzählen? Wie war es, in den 60er-Jahren Rektor der BURG zu sein? Wie wurden zu unterschiedlichen Zeiten bildnerische Grundlagen vermittelt? Was prägte die Phase nach 1990 – was war wichtig, was veränderte sich?

In zwei aufeinander folgende Gesprächsrunden befragen Professorinnen, Mitarbeiter und Studierende die Ehemaligen.

Mit Prof. Erwin Andrae, Prof. Dr. Winfried Baumberger, Prof. Armin Graßl, Prof. Annette Krisper-Beslic, Prof. Rudolf Horn, Prof. Willmut Kumpfe, Prof. Johannes Langenhagen, Prof. Wieland Poser, Prof. Rolf Roeder und Prof. Gerhard Schwarz.

Moderiert von Prof. Dr. Nike Bätzner, Prof. Dr. Sara Burkhardt, Lenia Hauser, Oliver Müller und Daniel Persy.

Die Veranstaltung ist öffentlich – Studierende, Lehrende, weitere Ehemalige und interessierte Gäste sind herzlich willkommen!

Freitag 8. Mai 2015
16-18 Uhr
Volkspark Halle


coming soon: What’s Next? Art Education – Ein Reader

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Torsten Meyer / Gila Kolb (Hg.)
What’s Next? Art Education – Ein Reader
München: kopaed, 2015 (What’s Next? Band II)

Die Welt ist im Wandel und mit ihr die Kunst. Was ist die nächste Kunst? Welche Themen werden künftig wichtig? Welche Formen, Methoden, Verfahrensweisen und Praktiken setzen sich durch? Welche Folgen hat das für das Denken über Bildung und Vermittlung der „nächsten Kunst“?

Band 2 der Reihe „What’s Next?“ ist ein Reader. Er versammelt Essays, Interviews, Thesen, Manifeste und Zitate, die im Anschluss an den ersten Band „What’s Next ? Kunst nach der Krise“ (herausgegeben von Johannes M. Hedinger und Torsten Meyer, Berlin 2013) Möglichkeiten der Verkoppelung von Kunst und Bildung – in der Schule, im Museum und an anderen Orten – thematisiert. Die Beiträge nehmen zum Teil Bezug auf Texte aus dem ersten Band, auf das Buch im Ganzen oder auf parallele Entwicklungen und Beobachtungen. Wie bereits im ersten Band wurden die Beiträge mit Blick auf den internationalen Diskurs und globalen Kontext zusammengestellt. Es gibt deshalb Beiträge in deutscher als auch in englischer Sprache.

Das Buch soll Kunstlehrer_innen, Kunstvermittler_innen und Studierende anregen, die Verknüpfung von Kunst und Pädagogik vor dem Hintergrund der nächsten Kunst neu zu (be)denken. Es unterbreitet auch konkrete Vorschläge für Praxis, die helfen zu imaginieren, was Kunstpädagogik im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert bedeuten könnte.

Versammelt sind rund 120 Essays und Interviews sowie über 100 Thesen, Manifeste und Zitate von insgesamt weit über 200 Autor_innen zum Thema des möglichen Nächsten im Feld der Kunstpädagogik.

Darunter finden sich unterschiedliche Denkanstöße von Marina Abramović, Maria Acaso, Paolo Bianchi, Franz Billmayer, Nicolas Bourriaud, Bündnis kritischer Kulturpraktiker*innen, Sara Burkhardt, Jacques Derrida, Mary Drinkwater, James Elkins, Sabine Gebhardt-Fink, Lady Gaga, Neil Gaiman, Priska Gisler, Jean-Pierre Grüter, Talita Groenendijk, Jan Grünwald, Robert Hausmann, Johannes Hedinger, Christine Heil, Antonia Hensmann, Emiel Heijnen, Alexander Henschel, Gerrit Höfferer, Marike Hoekstra, Selma Holo, Christina Inthoff, Henry Jenkins, Peter Jenny, Konrad Jentzsch, Benjamin Jörissen, Notburga Karl, Lennart Krauß, Gesa Krebber, Marie-Luise Lange, Heinrich Lüber, Nanna Lüth, Oliver Marchart, Paul Mecheril, Markus Miessen, Carmen Mörsch, Chantal Mouffe, Karl-Josef Pazzini, Peter Piller, Stephan Porombka, Jacques Rancière, Irit Rogoff, Lisa Rosa, Andrea Sabisch, Ansgar Schnurr, Diederik Schoenau, Ulrich Schötker, Konstanze Schütze, Bernadett Settele, Michel Serres, Stefan Seydel, Keri Smith, Cornelia Sollfrank, Marcus Steinweg, Nora Sternfeld, Sabine Sutter, Adam Szymczyk, Sally Tallant, Kevin Tavin, Kristin Westphal, Georg Winter, Manuel Zahn, Jutta Zaremba, Rahel Ziethen und vielen anderen.

Info und Vorbestellung: www.kopaed.de


Ringvorlesung: Kunstpädagogische Begriffe 1-9

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Kunstunterricht und Kunstvermittlung finden in einem Spannungsfeld von Theorie und Praxis statt. Nicht nur die vielfältigen Kontexte und wissenschaftlichen Bezüge bestimmen das Verhältnis von Kunst und Pädagogik, auch die jeweilige Praxis in den Schulen oder Kunstinstitutionen. Wissenschaftliche Selbstverständnisse sind im ständigen Wandel: In der Praxis werden Erkenntnisse der Forschung erwartet und Studierende fordern einen stärkeren Praxisbezug.
In der öffentlichen Ringvorlesung wird die Beziehung von Theorie und Praxis in der Kunstpädagogik näher beleuchtet. Die Vortragenden aus Schule und Hochschule fokussieren jeweils einen Begriff – von „Motivation“ bis „Subjekt“, von „Bildkompetenz“ bis „Zeitgenossenschaft“. Wo liegen die Wurzeln? Welches Theorieverständnis liegt dem jeweiligen Begriff zugrunde? Was meint er heute? Was bedeutet der jeweilige Begriff im Kontext schulischer oder außerschulischer Praxis? Und was heißt in diesem Zusammenhang heute Fachlichkeit?

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Villa Neuwerk, Raum 102
Do 18:15-19:45 Uhr

>>> ZUM PROGRAMM

Die Vorträge sind öffentlich – Gäste von innerhalb und außerhalb der Hochschule sind herzlich willkommen!


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Vortrag von Jeff Wall in Dresden

Foto: © hankoss

17.06.2010, 18:30: Jeff Wall spricht anlässlich der Ausstellung “Transit” über sein Werk / in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden / Veranstaltungsort: Innenhof des Residenzschlosses

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung „Bilder machen – Fotografie als Praxis“ der Kunstgeschichte / Institut für Kunst- und Musikwssenschaft TU Dresden statt.