CAMP/2: CALL FOR ENTRIES! ‪

Camp/2

Im nächsten Sommer findet an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zum zweiten Mal Camp, ein studentisches Festival für künstlerischen Film und Performance, statt. Camp/2 ist Festival und Workshop zugleich, ist Plattform für Austausch und Zusammenarbeit. Ob poetisch oder politisch, erzählerisch oder abstrakt, spielerisch oder konzeptionell – gesucht werden eigenwillige Filme und Performances.

Der Call for Entries richtet sich an junge Filmschaffende aus Kunst, Film und Performance, die eigene Wege gehen, die individuelle Bildsprachen entwickeln, die klassische Erzählformen reflektieren, spielerisch verfremden, umcodieren oder zugunsten experimenteller Formen unterlaufen, die ihr gewähltes Medium und dessen Grenzen erkunden, diese erweitern oder überspringen. Auch Schülerinnen und Schüler, Abiturientinnen und Abiturienten sind dazu aufgerufen, kurze Filme und Performances für ein Sonderprogramm einzureichen. Die Ausgewählten können an einem speziell für sie konzipierten Workshop teilnehmen.

Camp/2 ist Festival und Workshop zugleich.
Während am Abend die Performances und Filme im Innenhof des Campus Kunst zu sehen sein werden, finden am Freitag und Samstag Workshops mit renommierten Gästen aus dem Bereich „künstlerischer Film“ und „Performance“ statt. Die ausgewählten Festivalteilnehmer/-innen anderer Hochschulen können zusammen mit den Studierenden der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle an den Workshops teilnehmen. Die Festivalteilnehmerinnen und Festivalteilnehmer erhalten einen Zuschuss für die Fahrt und Unterkunft.

Wir freuen uns auf die Filme und Performances von Schülerinnen und Schüler ebenso wie über den Dialog, der daraus zwischen an unabhängigen Produktionsformen interessierten Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstlern über die Hochschulgrenzen hinaus entstehen kann!

http://camp.burg-halle.de/

Burg Giebichenstein
Kunsthochschule Halle
Fachgebiet Zeitbasierte Künste
(Film, Video, Medieninstallation,
Performance, Mixed Media)

CAMP/1 – Festival
Seebener Str. 2
06114 Halle (Saale)

Mail: Camp(at)burg-halle.de


Videodokumentation BuKo12 Part03.3


Die Videodokumentation der Vorträge auf dem Part03.3 – Partizipatorische Kunstpädagogik in der Grundschule steht nun online zur Verfügung:

Prof. Dr. Max Fuchs: Partizipation zwischen Politik und Pädagogik
Reinigungsgesellschaft: Politiken des Raumes – Strategien und künstlerisches Handeln
Prof. Dr. Christina Griebel: Mit/einander in Schule und Hochschule
Prof. Mario Urlaß: Teilhaberschaft und Eigenes in künstlerischen Bildungsprozessen

http://www.facebook.com/buko12dresden


BDK


Medienfenster

Herzliche Einladung zum
Medienfenster
Studierende der Kunstpädagogik an der TU Dresden zeigen Installationen und Videos aus den Seminaren „Medienkunst“ und „Videokunst“ von Franziska und Sophia Hoffmann.
Montag, 4. April 2011
18:30 Uhr
Keller / Blaues Haus
August-Bebel-Straße 30
TU Dresden


VORTRAG UND GESPRÄCH – Wege der Videokunst ins Museum

Bildquelle: http://www.kunstgeschichte.uni-mainz.de/687.php

Prof. Wulf Herzogenrath, Direktor der Kunsthalle Bremen im Gespräch mit Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des Kunsthaus Dresden und Katja Stintz, Assistenz und Kunstvermittlung, Kunsthaus Dresden
Kunsthaus Dresden
, Donnerstag, 4. Februar, 19:00

Das Gespräch mit Wulf Herzogenrath beleuchtet die Anfänge von Video als künstlerisches Medium und seine Stationen auf dem Weg ins Museum von Von Gerry Schums Fernsehgalerie und Projekt 74 bis zur Documenta 6 mit vielen persönlichen Anekdoten und Bildern. Wulf Herzogenrath konzipierte 1976 als damals jüngster Direktor eines deutschen Kunstvereins am Kölnischen Kunstverein die erste Retrospektive des Videopioniers Nam June Paik. Im Folgejahr war er als Kurator des Bereiches Videokunst der Documenta 6 maßgeblich für die frühe Institutionalisierung und Anerkennung des Mediums als eigene Kunstform verantwortlich. Als Kunsthistoriker gehört Herzogenrath zu den Wegbereitern des Mediums und hat für das Medium als Kurator wie auch als Herausgeber zahlreicher Publikationen wissenschaftliche Fundamente gelegt. 2006 war er Mitinitiator des Projektes 40jahrevideokunst.de, dessen Ziel eine umfassende Digitalisierung und Vermittlung bedeutender Positionen deutscher Videokunst war.


MEDIENFENSTER

Ausstellung und Präsentation der Video- und Medienkunstseminare von Franziska Hoffmann und Sophia Hoffmann an der TU Dresden.
Mittwoch, 3. Februar 2010, 17:00 Uhr
Blaues Haus / UG
August-Bebel-Straße 30
Im Programm sind studentische Installationen und Videos, begleitet von Erläuterungen zu Themen und Technik der Seminare.


VIDEOVORFÜHRUNG UND DISKUSSION

Joseph Beuys: Boxkampf documenta 5, 1972 (Videostill)

Die Gruppenaktion »Nach Beuys! (Kunst wofür?)« 1988 in Leipzig
am Donnerstag, den 28.1. 2010 um 19:00 Uhr im Kunsthaus Dresden
mit Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai und Claus Löser
Im Frühjahr 1988 eröffnete an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eine vorher bereits in Ost-Berlin gezeigte Ausstellung zum Frühwerk von Joseph Beuys. Die Exposition war Teil des deutsch-deutschen Kulturabkommens und stellte in mehrfacher Hinsicht ein Paradox dar. Dem 1986 verstorbenen Künstler war zu Lebzeiten mehrfach die Einreise in die DDR untersagt worden, die Vernissage in Berlin wurde ausgerechnet von Johannes Rau zelebriert, der 1972 die Entlassung des Künstlers von der Kunstakademie Düsseldorf verfügt hatte. Als Ministerpräsident von NRW gab er sich nun, von hohen SED-Funktionären sekundiert, die zweifelhafte Ehre, Beuys posthum in den kulturpolitischen Kanon der DDR einzufügen. Bei Künstlern, die sich einer unabhängigen Kulturszene zugehörig fühlten, war die Empörung über diesen Akt groß. Dass ausgerechnet Joseph Beuys, dessen Werk für systemübergreifende Verweigerung und individuelle Verantwortung stand, vom Zwangssystem DDR vereinnahmt werden sollte, wollte man in Leipzig nicht stillschweigend hinnehmen. Gerd Harry Lybke initiierte mit Freunden aus dem Umfeld seiner Privatgalerie EIGEN+ART die Gruppenaktion »Nach Beuys!«, mit der der verehrte Meister in einen aktuell-produktiven Prozess heimgeholt werden sollte.
Jörg Herolds damals entstandene, gleichnamige Videoinstallation ist für die Ausstellung »40 Jahre Videokunst – Teil 2« rekonstruiert worden und wird zu Beginn der Veranstaltung gezeigt. Im Anschluss diskutieren die damals ebenfalls beteiligten Künstler_innen Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai mit dem Filmhistoriker Claus Löser das Ereignis im Kontext seiner historischen Bedeutung.