KpK. Kunstpädagogisches Kolloquium

KpK.10 am Montag, 22. Mai, 16:15-17:45 im Hermes, Hermesstraße 5 in Halle (Saale)

Antje Dudek spricht über ihr Promotionsthema: „Performance Art Education – Wie gestalten PerformancekünstlerInnen die Lehre ihrer Kunstform?“

„Performance Art schafft Ereignisse statt Werke. Ihr zentrales Medium ist der Körper. Im Live-Modus entfaltet sie sich in aller Flüchtigkeit in der Begegnung von Performer/-innen und Zuschauer/-innen. Dabei ist sie intermedial und komplex. Dementsprechend stellt das Lehren von Performance Art neue didaktische Herausforderungen an Kunstpädagog/-innen. Um verschiedene Wege in der Lehre dieser Kunstform aufzuzeichnen und zu analysieren, beobachte ich wie verschiedene internationale Performancekünstler/-innen arbeiten. Ich untersuche dabei ihre Lehrmethoden und -ziele und versuche ihre künstlerischen und kunstpädagogischen Haltungen zu rekonstruieren. In meinem Vortrag werfe ich Schlaglichter auf meinen Forschungsprozess und präzisiere dabei Beobachtungen aus meinen ersten beiden Feldforschungsblöcken.“ (Dudek)


Jour Fixe: Prof. Dr. Hanne Seitz – „May I ask you a question?“

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Hanne Seitz, Dr. phil, Professorin für Theorie und Praxis Ästhetischer Bildung an der Fachhochschule Potsdam, lädt zum kritischen Nachdenken über das Primat der Partizipation in Kunst, Gesellschaft und Bildung ein.

Die von der historischen Avantgarde geforderte Verbindung von Kunst und Leben scheint durch die Verlagerung des Produktionsprozesses hin zur Betrachterin bzw. zum Betrachter heutzutage immer wahrscheinlicher zu werden. Kommunikation und Interaktion und besonders auch das Handeln sind gefragt. Auch die Künstler Xavier Le Roy und Tino Sehgal suchen Besucher/-innen in ihre Kunst einzubinden, aber sie befragen auch den Performancedruck in unserer Gesellschaft, indem sie das Nichthandeln und die Unterlassung thematisieren.

Die Veranstaltung hochschulöffentlich und findet am Dienstag, den 18. Oktober, um 18 Uhr im Raum 103/104, Villa, Neuwerk 7 statt.


Kunstpädagogischer Tag+Jahresversammlung des BDK Sachsen-Anhalt

Alle Mitglieder sind am 12.02.2016 zum Kunstpädagogischen Tag “Materialvermittlung und Performance in der Schule” sowie zur Jahresversammlung des BDK e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt in die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle eingeladen. Auch interessierte Kunstlehrer/-innen, Referendar/-innen und Studierende des Lehramts sind herzlich willkommen.
Es werden zwei parallel laufende Workshops von Lehrenden der Kunsthochschule angeboten.
Bei der anschließenden Mitgliederversammlung wird von der zurückliegenden Verbandsarbeit berichtet und neue Ideen werden diskutiert. Am Nachmittag besuchen wir gemeinsam die Ausstellung „Moderne in der Werkstatt. 100 Jahre Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle“ im Kunstmuseum Moritzburg.

Hier geht es zur Bilddokumentation der Tagung

Ort:
Seminarraum der Bibliothek der BURG
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale)

Programm
09.45 Uhr
Begrüßung durch den Vorstand des Landesverbandes
Einführung in die Thematik der Workshops durch Prof. Dr. Sara Burkhardt, Vorstellung der Referent/-innen
10.30 Uhr
Parallel laufende Workshops (s.u.) unter Leitung von Prof. Aart van Bezooijen und Antje Dudek, im Anschluss Mittagspause in der Mensa
13.30 Uhr
Vorstellen der Prozesse und Ergebnisse im Plenum
14.00 Uhr
Mitgliederversammlung des Landesverbandes
Kassen- und Jahresbericht 2015 – Ausblick 2016 – Diskussion: Aktuelles, Wünsche, Probleme
Im Anschluss: Spaziergang zur Moritzburg
16.00 Uhr
Besuch der Ausstellung „Moderne in der Werkstatt. 100 Jahre Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle“
im Kunstmuseum Moritzburg
Ende gegen 17.30 Uhr


Workshops
Aart van Bezooijen: BURG MATERIAL – Wissen zum Anfassen
BURG MATERIAL ist die Materialsammlung der Kunsthochschule, in der über Material recherchiert, informiert und geforscht sowie Material gesammelt und ausgestellt wird. Mittels einiger Übungen werden wir uns mit sinnlichen Materialeigenschaften auseinandersetzen und einen Einblick in verschiedene Verarbeitungstechniken erhalten. Mit kleinen Materialexperimenten lernen wir das Potential von „Materials Driven Design“ kennen und schaffen gemeinsam neue Materialmuster und Objekte.
Aart van Bezooijen ist Professor für Material- und Technologievermittlung im Fachbereich Design der BURG.

Antje Dudek: Zucker zertreten – Performance. Material. Alltagsverschiebung.
Kunstlehrer/-innen und auch Schüler/-innen empfinden oft Berührungsängste mit Performance Art. Das Spiel mit Material und Objekten kann dabei helfen, diese zu überwinden und die reichen Potenziale von Performance für den Kunstunterricht zu entdecken. Der Workshop lädt dazu ein, Handlungsmöglichkeiten mit einfachen, alltäglichen Materialien praktisch zu erkunden, wobei Übungsimpulse für den eigenen Unterricht im Mittelpunkt stehen.
Antje Dudek ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Didaktik der bildenden Kunst im Fachbereich Kunst der BURG.


Organisatorisches und Anmeldung
Der Kunstpädagogische Tag gilt als Fortbildungsveranstaltung weiterer Träger. Er wird über den BDK Sachsen-Anhalt und den Schulbildungsserver Sachsen-Anhalt beworben. Das hochqualifizierte Fortbildungsangebot der Hochschule kann nur an einem Werktag genutzt werden, hier gibt es laut Erlass keine Fortbildungsnummer mehr.
Es besteht Versicherungsschutz (Dienstunfallschutz) bei genehmigter Dienstreise durch den Schulleiter oder die Schulleiterin, er oder sie kann über die Möglichkeit der Teilnahme selbstverantwortlich entscheiden.
Anmeldungen bitte mit dem Formular „Fortbildung weiterer Träger“ sowie Dienstreiseantrag an die Schulleitung und bitte schriftlich oder per Mail an Angela Wilke (angela(at)wilke-dessau.de).
Das Mittagessen+Getränke muss jede/r Teilnehmer/-in selbst zahlen.
Weitere Vorschläge oder Angebote für die Tagesordnung sind willkommen!

Kontakt: Angela Wilke (Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt)


CAMP/2: CALL FOR ENTRIES! ‪

Camp/2

Im nächsten Sommer findet an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zum zweiten Mal Camp, ein studentisches Festival für künstlerischen Film und Performance, statt. Camp/2 ist Festival und Workshop zugleich, ist Plattform für Austausch und Zusammenarbeit. Ob poetisch oder politisch, erzählerisch oder abstrakt, spielerisch oder konzeptionell – gesucht werden eigenwillige Filme und Performances.

Der Call for Entries richtet sich an junge Filmschaffende aus Kunst, Film und Performance, die eigene Wege gehen, die individuelle Bildsprachen entwickeln, die klassische Erzählformen reflektieren, spielerisch verfremden, umcodieren oder zugunsten experimenteller Formen unterlaufen, die ihr gewähltes Medium und dessen Grenzen erkunden, diese erweitern oder überspringen. Auch Schülerinnen und Schüler, Abiturientinnen und Abiturienten sind dazu aufgerufen, kurze Filme und Performances für ein Sonderprogramm einzureichen. Die Ausgewählten können an einem speziell für sie konzipierten Workshop teilnehmen.

Camp/2 ist Festival und Workshop zugleich.
Während am Abend die Performances und Filme im Innenhof des Campus Kunst zu sehen sein werden, finden am Freitag und Samstag Workshops mit renommierten Gästen aus dem Bereich „künstlerischer Film“ und „Performance“ statt. Die ausgewählten Festivalteilnehmer/-innen anderer Hochschulen können zusammen mit den Studierenden der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle an den Workshops teilnehmen. Die Festivalteilnehmerinnen und Festivalteilnehmer erhalten einen Zuschuss für die Fahrt und Unterkunft.

Wir freuen uns auf die Filme und Performances von Schülerinnen und Schüler ebenso wie über den Dialog, der daraus zwischen an unabhängigen Produktionsformen interessierten Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstlern über die Hochschulgrenzen hinaus entstehen kann!

http://camp.burg-halle.de/

Burg Giebichenstein
Kunsthochschule Halle
Fachgebiet Zeitbasierte Künste
(Film, Video, Medieninstallation,
Performance, Mixed Media)

CAMP/1 – Festival
Seebener Str. 2
06114 Halle (Saale)

Mail: Camp(at)burg-halle.de


10-15 Kunstpädagogische Begriffe: 14 PERFORMATIVITÄT

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Am Donnerstag, dem 18. Juni, spricht Prof. Dr. Marie-Luise Lange im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung „Kunstpädagogische Begriffe 10-15“ über “Performativität”. Studierende aller Studiengänge wie auch Lehrende und Gäste sind herzlich willkommen!

Seit mehr als zwei Jahrzehnten haben Begriffe wie Performativität, Performanz und Performance in der Bildenden Kunst und im Theater aber auch in den Bildungs- und Kognitionswissenschaften Konjunktur. Nicht nur dort sondern auch in den Cultural Studies, der feministischen und queeren Forschung, den Raum- und Medienwissenschaften und im Politischen wird das Flüchtige, sich ständig in Veränderung befindliche, schwer fixierbare Erscheinen und Verschwinden dessen, was sich durch performative Prozesse zeigt, seit einigen Jahren stärker in den Fokus genommen. Denn es geht in all diesen Prozessen um die Wahrnehmung von spezifischen Atmosphären und situativen Inszenierungen. Diese eröffnen dem Wahrnehmenden zwischen seinen Empfindungen, Emotionen, Gedanken und Imaginationen oszillierende semantische Konstellationen. Im Vortrag werden aus der Beobachtung der Formen und des nicht festlegbaren Sinns von künstlerischen Performances Potenziale für innovative Bildungs- und Lernprozesse abgeleitet.


Prof. Dr. habil. Marie-Luise Lange
Studium Kunst + Germanistik (Humboldt-Universität Berlin); Habilitation „Grenzüberschreitungen –  Wege zur Performance“ (Justus-Liebig-Universität Gießen); Professur für Theorie künstl. Gestaltung (Technische Universität Dresden); Mitglied der Performancegruppe seite.30; Lehre/Forschung: Aktionskunst in Theorie + Praxis, PerformanceLehreStrategien; Kunst/Theorie 1. und 2. Moderne; Kunstvermittlung

Die öffentliche Ringvorlesung „Kunstpädagogische Begriffe 10-15“ ist eine Lehrveranstaltung für die kunstpädagogischen Studiengänge (Didaktik) und die Studierenden des Spiel- und Lerndesigns. Sie ist öffentlich – Studierende+Lehrende der Hochschule, Lehrer_innen, Referendar_innen und interessierte Gäste sind herzlich willkommen.
Konzeption und Organisation: Prof. Dr. Sara Burkhardt


Eindrücke vom Symposium

Dem Link folgen …. Eindrücke vom Symposium // 3. Tag….

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Performance in der Schule | 5. Kunstsymposium in Meißen | 28.-30.03.2014

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Im Mittelpunkt des Symposiums steht die Frage, wie man performative Prozesse und Performance an Schulen lehren und bewerten kann. Denn in den Lehrplänen des Faches Kunst ist die performative künstlerische Arbeit mit Heranwachsenden aller Altersstufen deutlich ausgewiesen. Das Symposium wird zeigen, wie Performancearbeit an die Lebenswirklichkeit und die individuellen Biografien der Schüler/-innen anknüpft und sie mit speziellen Methoden und Übungen für einen experimentellen und entdeckenden Umgang mit dem eigenen Körper, mit den sie umgebenden Räumen sowie mit einer Vielzahl von Materialien und Handlungsformen öffnet.
Das Symposium zielt darauf ab, aktuelle Performancepositionen sowie unterschiedliche didaktische Modelle des Lehrens von Performance aus Sicht unterschiedlicher Künstler/-innen und Kunstvermittler/-innen vorzustellen und diese mit den Teilnehmer/-innen in Workshops zu üben. Dabei wird an den tradierten kunstpädagogischen Umgang mit Bildern und Farben, Skulpturen, Materialien und Räumen angeknüpft.
Wissenschaftlich wie künstlerisch fundierte Vorträge im Plenum wechseln sich mit kunstpraxisorientierten Workshops und Diskussionsrunden ab, in denen die eigenen performativen Erfahrungen aber auch die während des Symposiums aufgeführten Schüler- und Künstlerperformances diskutiert und bewertet werden.

Weitere Informationen und Anmeldung: http://performancesymposiummeissen.net/