Eröffnung: .move ON

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ERÖFFNUNG!

Werkleitz Festival 2015 .move ON

9. Oktober 2015 // 18:30

Leipziger Str. 61–62


Jour Fixe: A look inside the V2_Institute for the Unstable Media


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Am Dienstag (1. Juli) um 19 Uhr gibt Dr. Michel van Dartel im Rahmen des Jour Fixe einen Einblick in das V2_Institute for the Unstable Media. Raum 103/104, Villa, Neuwerk 7, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Dr. Michel van Dartel (NL) is curator at V2_Institute for the Unstable Media and freelance curator for a.o. the Dutch Electronic Art Festival, art center TENT, MU gallery, Energize festival, and ARTICLE biennial. Besides curating, Michel is an author, tutor, researcher at Hanze University of Applied Science, associate editor of the Journal for Artistic Research, advisor to the Mondriaan Foundation and Creative Industries Fund NL, and professional board member at Piet Zwart institute and Willem de Kooning academy. Michel holds an MSc in Cognitive Psychology and a PhD in Artificial Intelligence and currently lives in Rotterdam and Brussels.
The lecture is in English.


(Re)Präsentationen digitaler Kunst im Digitalen


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Dienstag, 17. Juni 2014, um 18 Uhr
Raum 103/104, Villa, Neuwerk

Tabea Lurk (Hochschule der Künste Bern) und Mario Röhrle (Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) wenden sich unter der Moderation von Gastprof. Dr. Gunther Reisinger, BURG Halle, den digital-netzbedingten Wandlungen künstlerischer Produktionsweisen zu.

Im Rahmen des Jour Fixe wenden wir uns den digital-netzbedingten Wandlungen künstlerischer Produktionsweisen und archivisch-museologischer Dispositive zu. Sich zunehmend ins Digitale verlagernde Kunst- und Kulturtechniken bedingen Veränderungen der individuellen und institutionellen Archiv-Verständnisse und damit des Aufbaus und der Nutzung analoger wie digitaler Sammlungs(re)präsentationen. Abseits technologischer Detailfragen diskutieren wir, welche Rückwirkungen dieser Wandel auf künstlerische Werk- und Objektbegriffe (auch innerhalb technischer Medien) sowie auf künftige kuratorische, künstlerische und daran angeschlossene kunstwissenschaftliche Tätigkeitsfelder erwarten lässt.
Sind Begriffe wie Original oder Quelle und damit zusammenhängende Systematiken mit dem Einzug digitaler Produktions- und (Re)Präsentationsstrukturen neu zu umschreiben? Wie definieren sich Erhaltungsstrategien zwischen archivarischer Struktur und künstlerischer Flexibilität? Oder: Welche restauratorisch-bewahrenden Aspekte sind unter digitalen Konstitutionen zu berücksichtigen?

Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich. Gäste sind willkommen!


Körper, Stimmen, Texte und ein Kasten. CYNETART ’13 Tag 3

CYNETART im Festspielhaus Hellerau. In der Performance „Flesh Waves“ (Isabelle Choinière, Audrey-Anne Bouchard und Ricardo Dal Farra) bilden fünf Frauen ein Knäuel aus Körpern, manchmal wirken sie wie ein atmender Organismus, sich ausdehnend und wieder zusammenziehend, wie ein Meerestier, eine Molluske, ein Zellenhaufen. Das Publikum sitzt sehr nah dran, es ist dunkel, der Sound wandert durch den Raum. Das Atmen, Ächzen, Singen der Tänzerinnen scheint von überall her zu kommen. Eine sinnliche Erfahrung, angenehm reduziert, bis leider Plastikfolie ins Spiel kommt. Diese erzeugt zwar gute Geräusche, bringt aber neben dem Sound und den Körpern ein weiteres Material/Element ein, welches fast übermächtig wirkt und das angenehm Puristische der Performance auflöst. Andererseits ist es als weiteres Element vielleicht auch notwendig, weil es das sich Drehen um die eigene Körperlichkeit, den scheinbar autonomen Organismus mit etwas Fremdem, einem neuen Material und einem Außen konfrontiert.
In der Ausstellung entdecke ich einen dunklen Kasten. An der Seite sind Lautsprecher, vorne ist ein großer silberner Knopf angebracht, eine Art Regler. Ein Besucher setzt sich auf den Kasten und beginnt, am Regler zu drehen. Seine Freunde meinen, eine Veränderung in der nahen Projektion einer anderen Arbeit zu entdecken. Interaktion? Sie sind sich nicht sicher, ob sich wirklich etwas verändert und ziehen weiter. Ein weiterer Besucher kommt und dreht am Knopf. Horcht am Kasten, aus dem leise Geräusche kommen. Enttäuscht geht auch er weiter. Ich sehe mich um und entdecke im Vorraum ein Plakat, das erklärt, wie man eine App herunterladen kann, eine Art Ausstellungsguide. Ich klicke mich durch das Procedere und gebe die Nummer der Arbeit ein. #40. Hannes Waldschütz: Volume (2011). Das Geräusch wird lauter, während ich vor dem Kasten stehe. Ich warte. Möchte herausbekommen, wie laut es wird. Einem Pärchen, das irritiert vor dem Kasten steht, erkläre ich, dass das Geräusch lauter wird, solange es nicht mit dem Knopf heruntergeregelt wird. Wir warten gemeinsam. Das Geräusch wird lauter. Ein Mann kommt und greift sofort nach dem Knopf, stellt das Geräusch leise – wir haben keine Chance, so schnell zu interagieren, wie er mit der Maschine interagiert.
Eine Audioinstallation in einem anderen Raum: „Calling Utopia“ (2013) von Hannah Sieben. Auch diese Arbeit benötigt Zeit. Zuhören. Texte lesen. Verstehen. Wechselnde Stimmen antworten am Telefon, beschreiben ihren Ort, „Utopia“ in Texas. Ein idyllischer Ort, scheinbar. Doch schnell wechseln die Beschreibungen, Konflikte werden deutlich, Störungen schalten sich dazwischen. Im gleichen Raum ist Timo Hinzes Arbeit „Die flüssige Fabrik“ zu sehen. Auch hier viel Text, kollektives Lesen, schmunzelnde Besucher/-innen. Es geht um Arbeit, um Machtstrukturen, um das Subjekt und seinen Versuch der Selbststeuerung.
Morgen weiter.


Bewerbungsschluss am 16.08.!

logo_sesamAn der Juniorprofessur für Kunst und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt neue Medien ist im Rahmen eines durch den ESF und den Freistaat Sachsen geförderten Projekts zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als wiss. Mitarbeiter/-in (E 13 TV-L) mit 50% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit, befristet bis zum 31.12.2014 (Befristung gem. TzBfG), zu besetzen. Im Rahmen der interdisziplinären Nachwuchsforscher/-innengruppe SESAM (Software Engineering sozialer und allgegenwärtiger Medien) wird ein ubiquitäres Lern- und Informationssystem entwickelt und evaluiert. An der Juniorprofessur liegt der Schwerpunkt der Forschenden auf dem Bildungspotenzial sozialer Medien, der lerntheoretischen Konzeption des Systems und der Untersuchung unterschiedlicher Lernformen.

Weitere Informationen unter: http://www.verw.tu-dresden.de/StellAus/stellen.asp?strukturId=fakph&lang=de&style=verw&zuf=20162


Street Art, Fakes & Interventionen – Kunst als Ausdruck des Politischen

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Termin: Mi, 16.1.13,  18:30

Ort: Hochschule für Bildende Künste Dresden
Fairey Shepard unterstützte mit seinem Obama-Bild den Wahlkampf des Präsidenten, die Aktionsgruppe Front deutscher Äpfel parodiert Aufmärsche von Rechtsextremisten und es kursieren zahlreiche Parodien über Gutenbergs Plagiats-Affäre im Internet. Ist das nun Kunst? Oder ist das Politik? In diesen Beispielen zeigt sich ein Phänomen, das seit einigen Jahren verstärkt zu beobachten ist: Politik und Kunst kommen sich immer näher. Aber wo sind politische Botschaften in der ‘Straßenkunst’? Und ist das Kommunikation? Wer kommuniziert mit wem? Und bewirkt das was? Manipulationen sind allgegenwärtig im Netz – ist das ein neues Phänomen in der politischen Kommunikation? Können wir dem Medium trauen? Verändert Misstrauen politische Kommunikation im Netz?

Alain Bieber gründete 2004 REBEL:ART – als Verlag und Plattform für Kunst, Kultur und Politik. Heute ist er der Projektleiter von ARTE Creative (creative.arte.tv), einem Netz-Magazin, Labor und Netzwerk für zeitgenössische Kultur, bei dem Europäischen Kultursender ARTE.
Christoph Bieber ist seit 2011 Inhaber der Johann-Wilhelm-Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der Universität Duisburg-Essen. Zu den Forschungsschwerpunkten Biebers gehören die Auswirkungen der so genannten neuen Medien und des Internets auf die Demokratie und politischen Prozesse, dabei beschäftigt er sich vor allem mit Ethik und Verantwortung der Politik, Ethik-Management und Wahlen/Wahlkampf.

Alain Bieber
, Journalist, Redakteur, Kurator, Straßburg
Prof. Dr. Christoph Bieber, Stiftungsprof. für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der Uni Duisburg-Essen
Moderatorin: Prof. Anja Besand, TU Dresden

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Open-Up! Politisch kommunizieren zwischen Talkshow, Tweet und Theater


Heute noch hin!

Heute ist der letzte Tag der Cynetart in Hellerau – mit einem langen Abend (Nacht?) mit Musik – Installationen – Clubbing – Projektionen – Immersion – Kommunikation…: