KUNST + UNTERRICHT: GÄRTEN

In dieser Ausgabe von KUNST+UNTERRICHT werden Zugänge zum Themenfeld Gärten im Kunstunterricht vorgestellt.
Das Heft bezieht sich dabei auf aktuelle Entwicklungen, die auf ein verändertes Verständnis von „Garten“ hindeuten: Der Garten wird als ein Prinzip begriffen, das sich in alle Lebensbereiche ausdehnt. Gärten sind nicht mehr stationär und an Besitz gebunden, Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum werden zunehmend aufgehoben. So bilden Gärten als Gegenstand von Kunstunterricht die Grundlage einer Auseinandersetzung mit Lebensraumgestaltung und damit Möglichkeiten einer Sensibilisierung für Materialität, Farbigkeit, Formen, Anordnungen und Kontrasten vor Ort.
Ein Garten ist immer auch ein Bild, welches durchschritten wird – so ist die Anlage eines Gartens verschiedenen Gestaltungsprinzipien unterworfen. Die Kenntnis solcher Prinzipien führt im Kontext von Kunstunterricht zu eigenen gestalterischen Entwürfen, wie auch zur Reflexion unseres Verhältnisses zur Natur. Die sinnliche Erfahrbarkeit von Gärten ist ebenso Schwerpunkt dieses Heftes wie die bildnerische Produktion und die Entwicklung kritischer ästhetischer Urteilskraft.
Gärten verknüpfen Konzeptionen aus Kunst, Design und Architektur mit gesellschaftspolitischen Fragen. Dies wird in den umfangreichen MATERIAL-Teilen des Heftes sichtbar. Die MATERIAL-Seiten bieten Impulse für Beobachtungen im direkten Lebensumfeld, Fragen der Verantwortung für die Umwelt, Gestaltungsfragen sowie die Reflexion gesellschaftlicher Veränderungen.

Dem Heft beigelegt ist das von Anna-Maria Schirmer erarbeitete Werkstattheft „ZEICHNEN & MALEN Schritt für Schritt“. Dabei handelt es sich um ein Selbstlernmaterial für Schülerinnen und Schüler mit zahlrecihen Übungen und Aufgaben zum Thema „Pflanzen und kleine Tiere kolorieren“. Die Motive sind inspiriert von Werken Maria Sibylla Merians.


Rückblick: DINGWELTEN

Fachtag „Dingwelten“ an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle – über 30 interessierte und inspirierte Kunstlehrer/-innen, 3 exzellente Workshops, 1 kompletter Stromausfall, tolle Hilfe aus der Verwaltung, 200 wohlschmeckende Schnittchen von 2 engagierten studentischen Hilfskräften, viele Liter Kaffee, 1000e Regentropfen, quadratmeterweise Pappe, vielfältigstes Material, ein Lasercutter, … fabelhaft! #fachtag #burghalle #lisa #bdk #kunstunterricht #sachsenanhalt


DINGWELTEN

Fachtag Kunst+Design an der BURG

Ob Fundstücke, Modelle, kulturelle Artefakte oder Konsumartikel: in Kunst, Design und Alltag begegnen wir Dingen und Objekten gleichermaßen. Bei diesem Fachtag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle stehen unterschiedliche Formen der Annäherung an die Welt der Dinge im Mittelpunkt. Materialgebundene, experimentelle und digitale Arbeitsformen ermöglichen vielschichtige Sichtweisen auf den Umgang mit natürlichen und gestalteten Objekten im Unterricht, diese werden in Anbindung an den Lehrplan thematisiert und in Übungen praktisch erprobt.

Donnerstag, 30. August 2018, 9 Uhr bis 16 Uhr
Campus Design der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale)


Programm
09:00-10:00 Begrüßung | Einführung
10:00-12:00 Workshops 1-3
12:00-13:00 Mittagspause
13:00-15:00 Workshops 1-3
15:00-16:00 Abschlusspräsentation und -diskussion

Veranstalter
Professur für Didaktik der bildenden Kunst | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)
in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt des BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik

Konzeption und Moderation
Prof. Dr. Sara Burkhardt | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Rainer Döring | Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)
Kontakt: sburkhardt(at)burg-halle.de

Anmeldung
Der Fachtag ist als Fortbildungsangebot des LISA unter der Nr. 18L260003 gelistet.
Die Anmeldung erfolgt HIER über den Server des LISA .
Studierende können sich direkt über die BURG anmelden, die Plätze sind jedoch begrenzt. Anmeldung per Mail: sburkhardt(at)burg-halle.de

Workshops
Jede/r Teilnehmer/-in wählt einen Workshop, es ist kein Wechsel zwischen den Workshops vorgesehen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Workshop 1
Objekte scannen, schneiden, drucken
Ludwig Schilling
Im Workshop werden digitale Fertigungstechnologien praktisch erprobt. Mittels 3D-Scanner, Lasercutter oder 3D-Drucker sollen individualisierte Objekte entstehen, die von den Teilnehmenden digital gestaltet und anschließend mitgenommen werden können. Sie bekommen Einblicke, wie digitale Daten für 3D-Drucker erstellt werden, wo die Grenzen beim 3D-Scannen liegen und warum der Lasercutter bei den Studierenden das beliebteste Gerät der Werkstatt ist.
Vorkenntnisse zu CAD (Computer-Aided-Design)-Programmen oder Grafikprogrammen sind nicht notwendig, aber wenn vorhanden, dann bitte das Programm zusammen mit einem Laptop mitbringen!
Ludwig Schilling ist Produktdesigner und Leiter der „Digitalen Werkstatt“ an der BURG. Dort vermittelt er den Studierenden die Arbeit mit digitalen Fertigungstechnologien.

Workshop 2
Modelle bauen – Gestaltungsprozesse verstehen
Philipp Stingl
Dinge der materiellen Kultur prägen unseren Alltag, wir sind umgeben von gemachten Objekten. Wissen wir aber wirklich, mit was wir es zu tun haben, wenn wir jeden Tag wie selbstverständlich hunderte Dinge gebrauchen, nutzen, betrachten? Oftmals bleibt im Umgang mit den Dingen ein Gefühl der Fremdheit oder ein Eindruck der Unvollständigkeit zurück. Ein besonderer Fokus des Workshops liegt auf der Auseinandersetzung mit Form, Volumen, Silhouette, Proportion, Geometrie und Oberfläche. Ziel ist es, durch die Übersetzung von Dingen in ein anderes Material, in diesem Fall Pappe, ein tieferes Verständnis für unsere materielle Umwelt zu erlangen. Es gilt den Blick zu schärfen und ein gestalterisches Empfinden sowie ein Verständnis für Gestaltungsprozesse zu entwickeln.
Philipp Stingl studierte Industriedesign an der BURG, ist seit 2016 künstlerischer Mitarbeiter an der BURG und als freiberuflicher Industriedesigner tätig.

Workshop 3
Im Übergang. Mit den Dingen des Alltags experimentieren
Robert Hausmann und Matthias Laabs
Türklinke, Wand, Scheuerleiste, Fleck, Tischbein — ausgehend vom materiellen Ist-Zustand des Arbeitsraumes entwickeln die Teilnehmenden eigene Annäherungsmöglichkeiten an das vorhandene Rohmaterial in einer Mischung aus analog-digitalen Zugängen. In aufeinander aufbauenden handlungsorientierten Phasen werden mittels unterrichtserprobter Übungen und Experimente vorhandene sowie gefundene Dinge und Objekte des Alltags befragt, erforscht und ästhetisch verarbeitet. Verschiedene Reflexionsphasen diskutieren dabei sowohl den konkreten Einsatz als auch die Eignung der im Workshop erprobten Übungsformate und Zugänge für den Kunstunterricht.
Robert Hausmann ist Lehrer für die Fächer Kunst und Geschichte am Ökumenischen Domgymnasium Magdeburg und stellvertretender Vorsitzender des BDK e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt.
Matthias Laabs ist Studienrat für die Fächer Kunst und Geographie am Gymnasium Querfurt und erhielt 2016 den Deutschen Lehrerpreis in der Kategorie Unterricht innovativ mit dem Projekt „Was braucht dieser Ort“.


KpK. Kunstpädagogisches Kolloquium

Mittwoch, 17. Januar 2018
10.15-11.45 Uhr
Hermes, Seminarraum 1. Etage

Kunstprojekte am Neuen Städtischen Gymnasium

Studierende der Kunstpädagogik stellen Konzepte vor, die sie in Workshops im Rahmen der Kunstmodule am Neuen Städtischen Gymnasium in Halle erprobt haben. Sie berichten von der praktischen Umsetzung und ihren Erfahrungen mit Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen. Im anschließenden gemeinsamen Gespräch sollen Fragen, Probleme und Erkenntnisse thematisiert und diskutiert werden.

Alle Studierenden sind herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

KpK. Kunstpädagogisches Kolloquium

Wir laden alle Studierenden der kunstpädagogischen Studiengänge zum Kolloquium ein. Im Prozess befindliche Abschlussarbeiten mit kunstdidaktischem Schwerpunkt werden hier präsentiert und diskutiert. Im produktiven Austausch über kunstpädagogische Fragestellungen schärfen Präsentierende ihre Methoden, Ansätze und Fragen. Die anderen Teilnehmenden gewinnen Einblicke in den Arbeitsprozess und wir tauschen uns über Methoden wissenschaftlichen Arbeitens aus.


Vortrag&Diskussion: Der Europäische Referenzrahmen für Visual Literacy

Dr. Ernst Wagner

Kunst und Design unterrichten: Der Europäische Referenzrahmen für Visual Literacy

Der 2016 veröffentlichte ‚Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Visual Literacy‘ ist die erste transnationale Beschreibung des kunstpädagogischen Feldes. Er ist kompetenzorientiert und handlungsorientiert, wobei keine spezifische fachdidaktische Position proklamiert wird.

Dr. Ernst Wagner leitete das europäische Konsortium, das – durch die EU finanziert – diesen Rahmen erarbeitet hat. Er gibt im Vortrag einen kurzen Einblick in die Grundlagen und präsentiert im Anschluss Beispiele, wie der Referenzrahmen im Unterricht zur Entwicklung von Aufgaben, Unterrichtskonzepten sowie zur Bewertung von Schülerleistungen eingesetzt werden kann.

Vortrag und Diskussion sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Runder Tisch: Übergänge gestalten

Der Landesverband Sachsen-Anhalt des BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik lädt in Kooperation mit der Fachseminarleitung Kunst vom Staatlichen Seminar für Lehrämter und der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der BURG zu einem Runden Tisch mit Studierenden, Referendarinnen und Referendaren sowie Lehrerinnen und Lehrern des Schulfaches Kunst ein.
Wie bereitet das Lehramtsstudium Kunst auf das Referendariat und den späteren Beruf vor? Was muss eine zukünftige Kunstlehrerin, ein zukünftiger Kunstlehrer können? Wie lassen sich Übergänge gestalten?
Diese Fragen werden im Mittelpunkt der Diskussion stehen.

Termin: Mittwoch, 8.11.2017, 15.00 – 17.00 Uhr
Ort: Genscher-Gymnasium (ehemals Herder-Gymnasium)
Friesenstraße 3-4, 06112 Halle (Saale), Raum 421
Veranstalterinnen: Nicole Andreev, Prof. Dr. Sara Burkhardt, Christiane Küstner


graduiert ≈ präsentiert: Ausstellungseinführung für Lehrer/-innen

Die Burg Galerie im Volkspark lädt in Kooperation mit der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der BURG zu einer Ausstellungseinführung für Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer ein. Die Kuratorin der Galerie, Dr. Jule Reuter, wird in das Konzept der Ausstellung graduiert ≈ präsentiert einführen und einzelne Arbeiten erläutern. Im anschließenden Gespräch werden Möglichkeiten der Anbindung an den Kunstunterricht vorgestellt, gesammelt und diskutiert.

Termin: Dienstag, 17.10.2017, 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Veranstalterinnen: Prof. Dr. Sara Burkhardt, Christiane Küstner, Dr. Jule Reuter
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Vom 11. Oktober bis 12. November 2017 zeigt die Burg Galerie im Volkspark unter dem Titel graduiert ≈ präsentiert Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt aus den Jahren 2016 und 2017.
Die zehn Absolventinnen und Absolventen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle aus den Fachbereichen Kunst und Design Robert Deutsch, Simone Distler, Kristina Heinrichs, Lado Khartishvili, Christoph Liedtke, Florian Milker, Sarah Pschorn, Sanna Schiffler, Stefan Schwarzer und Anja Warzecha haben in einem jeweils einjährigen Förderzeitraum neue Werkkomplexe entwickelt, die nun in der Ausstellung präsentiert werden.