AUFTISCHEN & VERTUSCHEN

Praktiken des (Un)Sichtbarmachens

Eine transdisziplinäre Tagung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle am 28. und 29. Oktober 2021

Täglich erleben wir, dass uns jemand etwas weismachen will, dass etwas zum direkten Konsum oder als einfache Lösung serviert wird. Wir werden umworben und sollen verführt werden – sei es von der Werbung oder durch populistische Meinungsmache –, um uns eine bestimmte Interpretation der Dinge und Geschehnisse zu suggerieren. Solcherlei Aufgetischtes verschafft eine scheinbare Übersicht und beruhigt in seiner Zugänglichkeit, verstört aber auch in seiner Aufdringlichkeit.
Handlungen des Auftischens und Vertuschens korrelieren mit Praktiken des Sichtbar- und Unsichtbarmachens. Einerseits handelt es sich um Strategien der Manipulation. Andererseits lässt sich das Auftischen auch umdeuten zu Akten der Aufklärung, indem etwas aufgedeckt oder die Schichtungen in neuem Licht gezeigt werden.
Im Fokus der Tagung steht die Befragung der Wirksamkeit von Verhaltensweisen und Handlungen des Auftischens & Vertuschens, die sich janusköpfig in Literatur und Kunst, in Politik und Gesellschaft eingeschrieben haben. Dabei sollen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven Strategien, Operationen und Praktiken der Suggestionen des Sichtbaren betrachtet und gemeinsam diskutiert werden.

Programm

Donnerstag, 28. Oktober 2021

13:30 ● Begrüßung

HINTER DEN ABSICHTEN. VOR DEN ERKENNTNISSEN

14:00 ● Einführung
Dr. Sara Burkhardt, Professorin für Didaktik der bildenden Kunst, BURG

14:10 ● Räume des (Un)Bestimmten. Kollektive Erkenntnisprozesse im Zusammenspiel unterschiedlicher Institutionen
Dr. Christine Heil, Professorin für Kunstdidaktik und Bildungswissenschaften, HBK Braunschweig

In forschenden Praktiken werden Relationen von bisherigem und neuem Wissen behauptet, hergestellt und verschoben. Das Spiel zwischen Bestimmtem und Ungewissem macht Dinge erst fraglich und provoziert Neugierde. Solche Räume des (Un)Bestimmten können gemeinsam mit Akteur*innen unterschiedlicher Institutionen zwischen und mit Kunst, Schule und Studium hergestellt werden. Jede Institution bringt Spielregeln des Verhaltens, Machtstrukturen, Wissensbestände und Sinngefüge mit sich. Welche Arten von Erkenntnis und Erfahrung kann entstehen und was davon ist dokumentierbar?

Dr. Christine Heil ist Professorin für Kunstdidaktik und Bildungswissenschaften an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsräume und deren empirische Erforschung, forschendes Lernen und Studieren, Institutionsentwicklung, Diskriminierungskritik und Konstruktion von Normalität.

15:05 Kunstpädagogik an den Rändern der Sichtbarkeit
Dr. Alexander Henschel, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kunst und visuelle Kultur der Universität Oldenburg

Kombinationen aus Kunst und Pädagogik, Vermittlung und Kunst werden in sozialen Räumen realisiert, die selten im Licht großer Aufmerksamkeit stehen. Dies gilt für das Fach Kunst in der Schule ebenso wie für pädagogische Arbeit im Kunstbetrieb. Diese Verhältnisse sind – insbesondere in Deutschland – institutionalisiert und lassen sich sozialhistorisch und logisch begründen. Wie sich aber zu dieser Tradition verhalten? Sollte es für Kunstpädagog*innen darum gehen, sich um Sichtbarkeit zu bemühen oder gilt es, den unbeachteten Raum für die eigene Agenda zu nutzen?

Dr. Alexander Henschel studierte Erziehungswissenschaft, Kunst, Kunstpädagogik und Philosophie in Halle (Saale) und Mannheim. Er promovierte im Rahmen des Doktoratsprogramms Art Education und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lektor an den Universitäten Bremen und Hildesheim, als Gastprofessor an der HFBK in Hamburg, derzeit als Lehrkraft für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung an der Universität Oldenburg sowie als Lehrbeauftragter an der UdK in Berlin. Seine Forschung und Lehre richtet sich auf institutionelle Settings sowie sozialhistorische Perspektiven von Kunstpädagogik und Kunstvermittlung – Ausgangspunkt ist die Annahme unabschließbarer Komplexität der Verhältnisse zwischen Kunst, Pädagogik und Gesellschaft.

16:30(Un)sichtbare Zukünfte. Spekulative Explorationen im Noch-Nicht
Robert Hausmann Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Didaktik der bildenden Kunst, BURG

Eine (post-)pandemische Gegenwart zeigt die Unbestimmtheiten von Zukunft auf drastische Weise. Zukunftsbilder bröckeln, veränderte Konstellationen und neue Verwicklungen scheinen auf. Künstler*innen und transdisziplinäre Kollektive spekulieren, erkunden, testen: »How will we live together?« Der Beitrag knüpft an diese Frage der Architekturbiennale Venedig 2021 an und beleuchtet sie aus (kunst-)pädagogischer Perspektive: Wer ist »wir«? Wie lässt sich etwas erkunden, das noch nicht ist? Wie können kunstpädagogische Prozesse zu Explorationsräumen und Testzonen für Zukünfte werden?

Robert Hausmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Zukunftsentwürfe aktueller Kunst, Updates für eine gegenwärtige Kunstpädagogik der Zukunft, Prototypen – kunstpädagogisches Handeln in einer Gegenwart der Digitalität, aktuelle Medienkultur und Bildungstheorien.

17:25  Von Zuwendung und Abwendung. Herausforderungen im Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Institution Schule
Dr. Anja Besand Professorin für Didaktik der politischen Bildung, TU Dresden

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Geschichtsrevisionismus kommen auch in der Institution Schule vor. Lernende und Lehrende sind in der Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen nicht nur Opfer, sondern vielfach auch Täter*innen. Aber welche Mechanismen entscheiden darüber ob die Herausforderungen institutionell bearbeitet werden? Wann wenden wir uns den Problemen zu – und wann wenden wir uns ab – und warum?

Anja Besand, ist Professorin für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden und Direktorin der John Dewey Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie.

Freitag, 29. Oktober 2021

STRATEGIEN DES VERSCHLEIERNS UND ENTHÜLLENS

9:00 ● Einführung
Dr. Nike Bätzner Professorin für Kunstgeschichte, BURG

9:10 ● Abstraktion als Maske: Bildformen larvierter Angst – Munch, Kandinsky, Dix
Dr. Christiane Kruse Professorin für Kunstgeschichte, Muthesius Kunsthochschule Kiel

Der Vortrag geht von der Beobachtung aus, dass sich um 1900 Angst nicht mehr nur figurativ-gegenständlich, sondern in abstrakten Bildformen äußern kann. Munchs „Der Schrei“ ist eine zur Bildformel erstarrte Maske der Angst, ein inneres Spiegelbild und kein individuelles Gesicht. Die Maskenform erscheint in ihrer basalen, paradoxalen Form: sie verbirgt die äußere Gestalt, das Ich, um innere Angst zu zeigen. Kandinsky rechnet Angst zu den „niederen Gefühlen“ und entwirft eine abstrakte Utopie der Angstüberwindung. Dix schließlich findet als Kriegsteilnehmer in seinem Feldtagebuch eine abstrakte Formel der theoretischen Distanznahme vom Kriegsgeschehen. In dem Vortrag werden Bilder und Texte als „Larven der Angst“ in ihren Kontexten untersucht.

Dr. habil. Christiane Kruse, Professorin für Kunstgeschichte und Visuelle Kulturen an der Muthesius KH Kiel, war 2010/11 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin; 2002 erfolgte die Habilitation an der Universität Konstanz im SFB „Literatur und Anthropologie“ (Wozu Menschen malen. Historische Begründungen eines Bildmediums, München 2002; Forschungsschwerpunkte: Bild-Anthropologie, Rezeptionsästhetik und -theorie, Kunst und Bilder in historischen und zeitgenössischen kulturellen Kontexten und Praxen; Abstraktion und Angst um 1900. Neue Publikationen: Welterschaffung – Kunstvernichtung. Kunst in Zeiten der Bilder, Berlin 2020; Bildagenten. Historische und zeitgenössische Bildpraxen in globalen Kulturen, München 2021; Kunst an den Rändern. Wie aus Bildern und Objekten Kunst werden kann, hg. C. Kruse / A. Frye, Berlin und Boston 2021.

10:05 ● Staging Silence
Hans Op de Beeck Künstler, Brüssel

Hans Op de Beeck produces large installations, sculptures, films, drawings, paintings, photographs and texts. His work is a reflection on our complex society and the universal questions of meaning and mortality that resonate within it. He regards man as a being who stages the world around him in a tragi-comic way. Above all, Op de Beeck is keen to stimulate the viewers’ senses, and invite them to really experience the image. He seeks to create a form of visual fiction that delivers a moment of wonder and silence.
Over the past twenty years Op de Beeck realised numerous monumental ‘sensorial’ installations, in which he evoked what he describes as ‘visual fictions’: tactile deserted spaces as an empty set for the viewer to walk through or sit down in, sculpted havens for introspection. In many of his films though, in contrast with those depopulated spaces, he prominently depicts anonymous characters.

Hans Op de Beeck was born in Turnhout in 1969. He lives and works in Brussels, Belgium. Op de Beeck has shown his work extensively in solo and group exhibitions around the world. His work was invited for the Venice Biennale, Venice, IT; the Shanghai Biennale, Shanghai, CN; the Aichi Triennale, Aichi, JP; the Singapore Biennale, Singapore, SG; Art Summer University, Tate Modern, London, GB; the Kochi-Muziris Biennale, IN; Art Basel Miami Beach, US; Art Basel Unlimited, Basel, CH; Setouchi Triennale, Shodoshima, JP;and many other art events.

11:30 ● Louise Bourgeois’ Cells. Der intime Raum im Spannungsfeld von Zeigen und Verbergen
Charlotte Silbermann Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kunstgeschichte, BURG

In der Literatur über Louise Bourgeois herrscht Einstimmigkeit darüber, dass es in den Arbeiten der Künstlerin um Geheimnisse geht. Aber werden diese nun gelüftet oder stehen wir vor verschlossenen Türen? Zeigt sich lediglich das berühmte Feigenblatt der Kunst, auf das Intime verweisend, es aber zugleich versteckend? Im Tagungsbeitrag sollen die künstlerischen Strategien der Ambivalenz von Zeigen und Verbergen im Kontext von Interieur und Rauminstallation am Beispiel von Louise Bourgeois’ Cells genauer betrachtet werden.

Charlotte Silbermann absolvierte 2015 ihren Master in Vergleichender Literatur- und Kunstwissenschaft an der Universität Potsdam. Von 2010 bis 2018 war sie als Kunstvermittlerin tätig. Nach dem Studium arbeitete sie als Studiomanagerin und schreibt seit 2014 als freie Autorin u.a. für Der Freitag und das Kunstmagazin Monopol. Seit 2019 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kunstgeschichte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und promoviert hier zum Thema Neuer Materialismus in den Bildenden Künsten.

12:25 ● Von vertikalen Hüllen zu horizontaler Entfaltung
Max Schwitalla Architekt, Berlin

Seitdem der Mensch die Höhlen verlassen hat, beruht die Produktion von Architektur meistens auf der Annahme, dass man Innenraum umhüllen soll. Was wäre, wenn wir – vor dem Hintergrund des drängenden globalen Bedarfs an urbaner Verdichtung im menschlichen Maßstab – stattdessen Außenräume ‚aushöhlen‘ würden? Dafür wäre der Fluss von Licht, Luft und Menschen als subtraktives Gestaltungsprinzip geeignet.

Max Schwitalla, geb. 1980, Architekturstudium 2000-2006 an der Universität Stuttgart und ETH Zürich mit Abschluss Dipl. Arch. ETH. / Master of Science ETH. 2004-2005 Mitarbeit bei Rem Koolhaas/OMA in Rotterdam und NYC. 2007–2011 Freier Mitarbeiter bei GRAFT in L.A. und Berlin sowie bei HENN, Berlin als Entwurfsarchitekt u.a. verantwortlich für Großprojekte in China. 2012 Gründung Studio Schwitalla in Berlin mit dem Design- und Forschungsschwerpunkt zukünftige urbane Mobilität und Stadtentwicklung. Kooperationen mit Forschungspartnern und Mobilitätsexperten wie Schindler Aufzüge, Ebikon; Audi, Ingolstadt; e.GO Mobile, Aachen und Fraunhofer IAO/CERRI, Berlin. Internationale Vortragstätigkeit, Workshops, Publikationen sowie Entwicklung von Dome-Filmen.

13:30  Mittagspause

VERHEIMLICHEN UND VERBERGEN. MANÖVER DER ABLENKUNG

14:30 ● Einführung
Dr. Mirjam Schaub Professorin für Philosophie, BURG

14:40 ● Diderot und die Kunst der Mystifikation
Dr. Robert Fajen Professor für Romanistik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die französischen philosophes der Aufklärung sind Meister der Verstellung, der unmerklichen Ablenkungsmanöver und virtuosen Versteckspiele. Dazu zwingen sie die Mechanismen der Zensur ebenso wie die komplizierten Abhängigkeitsverhältnisse, die sie mit den Mächtigen verbinden. Wer riskant denken und Unerhörtes schreiben will, muss genau wissen, wie er andere dazu bringen kann, sich auf dieses Neue einzulassen – ohne dass sie es bemerkten. Keiner beherrschte diese Kunst besser als Denis Diderot.

Prof. Dr. Robert Fajen, geb. 1969; Studium der Romanistik und Germanistik an den Universitäten Würzburg, Nantes und Konstanz; 2001: Promotion mit einer mediävistischen Arbeit: „Die Lanze und die Feder. Untersuchungen zum ‚Livre du Chevalier errant‘ von Thomas III., Markgraf von Saluzzo“, erschienen 2003 im Reichert-Verlag und ausgezeichnet mit dem Elise-Richter-Preis des Deutschen Romanistenverbandes; 2005-2006 Stipendiat des Deutschen Studienzentrums; 2009: Habilitation mit einer Arbeit über die venezianische Literatur des 18 Jahrhunderts: „Die Verwandlung der Stadt. Venedig und die Literatur im 18. Jahrhundert“, erschienen 2013 bei Wilhelm Fink und 2015 mit dem Hugo Friedrich und Erich Köhler-Preis der Universität Freiburg i. Br. ausgezeichnet. Seit 2010 ist er Professor für französische und italienische Literaturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, seit 2018 Dekan der Philosophischen Fakultät II.

15:35 ● Doppelcodierungen. Zeigen und Verdecken, Mythopoiesis und Bildforensik
Dr. Anselm Franke Leiter Abteilung Bildende Kunst und Film, Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Eine Bestandsaufnahme aus der kuratorischen Praxis und Kommentar zur Krise der Bildwissenschaften entlang der Frage: Wie lässt sich das Verhältnis von Aby Warburg und Forensic Architecture beschreiben? Forensic Architecture nutzt die Möglichkeiten digitaler Daten um von Staaten ausgeübte Gewalt sichtbar und gerichtbar zu machen. Aby Warburg gelangen einige beeindruckende Rekonstruktionen der historischen Wanderstrassen von Ikonographie, zugleich aber war es ihm auch um die mythopoeitische Kraft von Bildern gelegen, um die Ikonologie „in statu nascendi“. Lässt sich der politische Raum zwischen diesen Bildfunktionen beschreiben?

Anselm Franke ist Leiter der Abteilung Bildende Kunst und Film am Haus der Kulturen der Welt, HKW Berlin. Zuletzt kuratierte er dort „Investigative Commons“ mit Forensic Architecture u.a., sowie die Gruppenausstellung „Illiberal Arts“ (mit Kerstin Stakemeier). Im Dezember organisiert er zusammen mit David Wengrow, Carolyn Christov-Bakargiev und Erhard Schüttpelz das internationale Symposium „Beneath Image and Script. Cosmogony and Conflict in Image Systems“ im Castello di Rivoli in Turin. 

17:00 ● Erscheinen und Verschwinden. Zum modernen Mythos der aufgeklärten Zauberei
Dr. Iris Dankemeyer Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Philosophie, BURG

Manipulation ist ein Beruf. Ablenkungsmanöver sind die Hauptbeschäftigung der Zauberei, Erscheinen und Verschwinden ihre zentralen Techniken. Die Kunst der Täuschung grenzt sich traditionell von der archaischen Magie ab, die Zauberer der bürgerlichen Epoche verstanden sich explizit als Aufklärer mit wissenschaftlichem Weltbild. Der Vortrag zeigt, wie die Zauberei zum Magiebegriff der Anthropologie beitrug und warum Fortschrittsglaube auch Aberglaube ist.

Iris Dankemeyer studierte Literatur, Philosophie und Soziologie in Hannover und Berlin. Sie promovierte mit einer Arbeit über Musik und Erotik und ist seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Philosophie an der Burg Kunsthochschule Giebichenstein Halle.

17:55 ● Stereophoner Werkstattbericht. Puschkin, der Fall Relotius und die kaukasische Schneefrau: Aus der Praxis des Entbergens
Alexander Smoltczyk Reporter, DER SPIEGEL und Maurice Weiss Fotograf, Agentur Ostkreuz

Die Reportage ist vollkommenes Kunstprodukt mit dem Anspruch auf Stimmigkeit mehr noch als Authentizität. Der Brief auf dem Tisch muss Geheimnis bleiben, man darf ihn zeigen, doch nicht öffnen. Wie umgehen mit Bilder- und Sprechverboten? Wie das Unsichtbare zeigen und die Spuren zu lesen verstehen, alles in der Maschinerie eines Referenzmediums?

Alexander Smoltczyk studierte Philosophie, Agrarökonomie und Volkswirtschaft in Berlin und Montpellier. Seit 1998 ist er Reporter beim Spiegel, arbeitete als Korrespondent in Paris, Rom, Abu Dhabi und jetzt in Lissabon. Maurice Weiss, geboren in Perpignan, ist Mitgründer der Fotografen-Agentur Ostkreuz. Beide arbeiten seit 30 Jahren als Reportage-Team zusammen, u.a. für taz, Wochenpost, geo, Zeitmagazin und vor allem für den Spiegel. Ihr Film „Endstation Bataclan“ wurde für den Grimme-Preis nominiert und mit dem evangelischen Medienpreis ausgezeichnet. Diverse Buchveröfftlichungen, zuletzt  „Vatikanistan“, „Ein Sommer wie seither kein anderer“, „Ken Adam – von Berlin nach Hollywood“.

18:50 ● Abschlussdiskussion

19:30 ● Ende der Tagung


31 Hurra Hurra x Prof. Dr. Sara Burkhardt

https://hurrahurra.podigee.io/36-sara-burkhardt


Ideen für zuhause #corona #stayingathome

 

Jeden Tag schicke ich den Kindern meines Bruders eine Idee, um die Familie beim Unterrichten und Spielen Zuhause in Zeiten von Corona zu unterstützen. Ich stelle sie jetzt auch hier ein:
Every day I send my brother’s children an idea, to support the family teaching and playing at home in times of corona. Here’s the collection so far:


KUNST + UNTERRICHT: GÄRTEN

In dieser Ausgabe von KUNST+UNTERRICHT werden Zugänge zum Themenfeld Gärten im Kunstunterricht vorgestellt.
Das Heft bezieht sich dabei auf aktuelle Entwicklungen, die auf ein verändertes Verständnis von „Garten“ hindeuten: Der Garten wird als ein Prinzip begriffen, das sich in alle Lebensbereiche ausdehnt. Gärten sind nicht mehr stationär und an Besitz gebunden, Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum werden zunehmend aufgehoben. So bilden Gärten als Gegenstand von Kunstunterricht die Grundlage einer Auseinandersetzung mit Lebensraumgestaltung und damit Möglichkeiten einer Sensibilisierung für Materialität, Farbigkeit, Formen, Anordnungen und Kontrasten vor Ort.
Ein Garten ist immer auch ein Bild, welches durchschritten wird – so ist die Anlage eines Gartens verschiedenen Gestaltungsprinzipien unterworfen. Die Kenntnis solcher Prinzipien führt im Kontext von Kunstunterricht zu eigenen gestalterischen Entwürfen, wie auch zur Reflexion unseres Verhältnisses zur Natur. Die sinnliche Erfahrbarkeit von Gärten ist ebenso Schwerpunkt dieses Heftes wie die bildnerische Produktion und die Entwicklung kritischer ästhetischer Urteilskraft.
Gärten verknüpfen Konzeptionen aus Kunst, Design und Architektur mit gesellschaftspolitischen Fragen. Dies wird in den umfangreichen MATERIAL-Teilen des Heftes sichtbar. Die MATERIAL-Seiten bieten Impulse für Beobachtungen im direkten Lebensumfeld, Fragen der Verantwortung für die Umwelt, Gestaltungsfragen sowie die Reflexion gesellschaftlicher Veränderungen.

Dem Heft beigelegt ist das von Anna-Maria Schirmer erarbeitete Werkstattheft „ZEICHNEN & MALEN Schritt für Schritt“. Dabei handelt es sich um ein Selbstlernmaterial für Schülerinnen und Schüler mit zahlrecihen Übungen und Aufgaben zum Thema „Pflanzen und kleine Tiere kolorieren“. Die Motive sind inspiriert von Werken Maria Sibylla Merians.


UNBEHAGEN UND VERSUCHUNG

Reinhold Engberding & Peter Nikolaus Heikenwälder

18. Mai – 15. Juni 2019

Finissage und die Künstler im Gespräch
mit Prof. Dr. Sara Burkhardt,
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Freitag, 14. Juni 2019, 18 Uhr

Ort
4D Projektort des BBK LEIPZIG e.V.
Tapetenwerk Leipzig, Haus B
Lützner Straße 91
04177 Leipzig

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Samstag 14-18 Uhr


In Halle in die Oper gehen. Auch in Zukunft.

Ich mag diese Oper. Ich mag die Zumutungen, die Überraschungen, die Grenzüberschreitungen. Ich freue mich über die wunderbare musikalische Leistung der Staatskapelle und die hervorragenden Sängerinnen und Sänger, Ensemble und Chor. Mit der Wahl von Florian Lutz zum Intendanten der Oper hat sich der Aufsichtrat der TOOH für ein innovatives und diskursives Programm eines Teams entschieden. 
Mit künstlerischer Vision und Leidenschaft wird in Halle seit 2016 an einer Oper der Gegenwart gearbeitet, die sich in einem intensivem Austausch mit den Menschen der Stadt und der Region befindet und die mit einem vielfältigen Angebot auf eine sich wandelnde Stadtgesellschaft reagiert. Hierzu gehören experimentelle Formate genauso wie Inszenierungen für das breite Publikum und erstklassige Gastspiele.

Diese Oper besitzt überregionale Strahlkraft und sie sollte diese aufgrund ihrer künstlerischen Qualität und ihres Auslotens von Möglichkeiten weiter ausbauen können. Eine zu frühe Entscheidung des Aufsichtsrates über einen personellen Wechsel in der Opernleitung könnte einen Rückschritt bedeuten und Chancen vergeben. Die Raumbühne ist nicht nur ein spektakuläres Experiment, Sebastian Hannak erhielt für sein Konzept 2017 auch den renommierten Deutschen Theaterpreis „Der Faust“.  Im September 2018 schrieb „Die Zeit“, dass die Oper Halle „eines der aufregendsten Musiktheaterhäuser Deutschlands“ sei. Und bei der Jahresbilanz der Autorinnen und Autoren der DEUTSCHEN BÜHNE wurde die Oper Halle in der Kategorie „Abseits der Zentren“ erstplatziert. Joachim Lange schreibt: „Auch im zweiten Jahr seiner Intendanz setzten Florian Lutz und sein Team an der Oper Halle den Erneuerungskurs fort. Dazu gehören gegenwartsbezogene und ästhetisch ungewöhnliche Sichtweisen auf Repertoirestücke bis zur wiederentdeckten Händel-Oper, eine jährliche Uraufführung, kleinere Formen, die Zusammenarbeit mit dem Schauspiel vor Ort (,Dreigroschenoper‘) und eine konsequente Hinwendung zu allen Gruppen des Publikums. Und das trotz anhaltender Konflikte mit den installierten Strukturen.“

Das Operncafé hat das Potenzial, zu einem offenen Wohnzimmer der Hallenserinnen und Hallenser zu werden. Es ist ein Treffpunkt, ein Ort der Diskussion und des Austausches, Ausstellungsraum und Bühne für Gäste und Opernmacher/-innen zugleich.
Bei einer Diskussionsveranstaltung in der Oper wurde 2017 gefragt „Welche Oper braucht Halle?“. Eine gute Frage, die gerne immer wieder gestellt werden kann – und auf die immer wieder gemeinsam neue Antworten gefunden werden können. Der Saal war voll, das Publikum engagiert in Lob und Kritik. Eine wunderbar lebendige Diskussion, die konkrete Änderungen zur Folge hatte, ein konstruktiver Austausch zwischen Opernleitung und Publikum. Die Oper zeigte sich als eine Institution, die in der Stadt verankert ist, die sich auf Wünsche einlässt, aber auch Setzungen macht und durchaus provozieren kann und soll.

Die Oper Halle ist seit 2018 fester Kooperationspartner der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, diverse gemeinsame Aktivitäten zielen darauf, auch ein junges Publikum in die Oper zu bringen. Die traditionsreichen Kulturinstitutionen, die in Halle, aber jeweils auch weit darüber hinaus wirken, können auf diese Weise intensiv Fragen aus Theorie und Praxis ideal miteinander verbinden und für Publikum sowie Forschung und Lehre sichtbar machen.

Die Intendanten von Opern- und Theaterhäusern müssen souverän entscheiden können, sie sind allein verantwortlich für künstlerische Entscheidungen. Das führt natürlich zu Diskussionen – und das ist gut so. Kunst und Kultur bedeutet Reibung. Florian Lutz und sein Team an der Oper Halle sollten die Chance erhalten, ihre begonnene Arbeit weiter zu führen. Dies gilt auch für Matthias Brenner, den künstlerischen Leiter des neuen theaters und des Thalia Theaters. Die Arbeit aller Beteiligten benötigt Zeit und größtmögliche Gestaltungsfreiheit. Kulturelle Insitutionen werden, sie sind nicht. Wandel schmerzt, bedarf aber auch der Diskussion und produktiver Weiterentwicklungen. Diese gilt es zu begleiten, anstatt sie über einen zu frühen Personalwechsel zu stoppen.

Nachtrag
Am 22. Februar hat der Aufsichtsrat der TOOH beschlossen, den Vertrag des Opernintendanten Florian Lutz nicht zu verlängern, so dass er spätestens 2021 gehen muss. Die Stimmung bei der gestrigen Premiere von „Ariadne auf Naxos“ in einer Inszenierung von Paul-Georg Dietrich war entsprechend durchbrochen – Jubel für die hervorragende Aufführung, traurige Benommenheit und Wut aufgrund der negativen Nachricht, die kurz vor der Premiere öffentlich wurde.

 


Kunstpädagogische Knotenpunkte 04 – Materialproben

Eine Sammlung von Impulsen und Inspirationen in Text und Bild zum Umgang mit Material in kunstpädagogischen Kontexten. Gespräche mit Lehrenden der BURG, Dokumentation von Erprobungen in Lehrveranstaltungen und in der Materialsammlung.

Eine Materialprobe ist eine Probe, die man von einem bestimmten Stoff nimmt. Eine Probe ist aber auch ein Versuch, eine Untersuchung, eine Übung. Und bei Material kann es sich statt um einen Stoff um Material der Kunst handeln, um Material als Ausgangspunkt von Designprozessen, um Material im Kunstunterricht oder um Artefakte in der Materialsammlung der Kunsthochschule. Auch eine gefundene Ventilkappe kann Material sein, genauso wie ein geschriebener Text oder eine Sammlung von Audiofiles.

Ein solches Verständnis von Material sowie von Proben liegt dieser Ausgabe der „Kunstpädagogischen Knotenpunkte“ zugrunde. Auch die Publikation selbst ist eine Sammlung von Impulsen und Inspirationen — eine Materialsammlung. Es geht um den praktischen Umgang mit Material, um Haptik, Begreifen und Sinnlichkeit. Material ist hier der Knotenpunkt in einem Netz aus Gesprächen, Aussagen, Bildmaterial und dokumentierten Erprobungen. Gleichzeitig ist die ganze vorliegende Publikation eine Materialprobe, da sie sich als Angebot zur Weiterarbeit begreift. Sie besteht aus drei Teilen: „Im Gespräch“, „Im Seminar“ und „In der Materialsammlung“.

Im Gespräch

Auszüge aus Gesprächen mit Professorinnen und Professoren der BURG finden sich im ersten Teil der Publikation. Die Gespräche fanden in den Büros oder Ateliers der Lehrenden statt. In den Gesprächen werden nicht nur Vorstellungen von Lehre und bildhauerische Haltungen anschaulich, es zeigt sich auch, welche Bedeutung dem Material zukommt. So rücken die Befragten immer wieder den Umgang mit Material in den Fokus, sei es als Ausgangspunkt von Gestaltung, als Reibungsfläche, als Auslöser von Prozessen des Scheiterns oder als zentrales Moment des Experimentierens.

Im Seminar

Eine Idee der Reihe „Kunstpädagogische Knotenpunkte“ ist auch, Prozesse und Ergebnisse aus der Lehre in den kunstpädagogischen Studiengängen zu veröffentlichen, um Impulse für Vermittlungspraxis zu geben. Im zweiten Teil dieses Heftes erfolgt dies über Beispiele aus kunstpädagogischen Seminaren, in denen Material in den Fokus rückt und Studierende unterschiedliche Formate der Vermittlung erproben.

In der Materialsammlung

Ein Gespräch mit Aart van Bezooijen, Professor für Material- und Technologievermittlung und Leiter der Materialsammlung der BURG, bildet den dritten Teil der Publikation. In dieser Sammlung an der Schnittstelle von Kunst und Design werden Materialproben und Artefakte gesammelt, archiviert und erforscht. Es wird mit neuen Materialien experimentiert und es wird untersucht, was das jeweilige Material erzählt. Und welche Bedeutung es in unterschiedlichen Kontexten erlangen kann, in der Kunst, im Design, in der Vermittlung.

Ziel der Publikation „Materialproben“ ist es, Studierenden, Referendarinnen und Referendaren sowie Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern, Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen, Inspiration und Denkanstöße zu geben. Es soll gezeigt werden, wie Materialien zur Schnittstelle zwischen Institutionen, künstlerisch-gestalterischen Handlungen, Vermittlungsprozessen und unterschiedlichen Wissensbereichen werden können.

Mit Beiträgen von Sara Burkhardt, Stella Geppert, Daniel Kruger, Reiner Maria Matysik, Martin Neubert, Marie Newid, Bruno Raetsch, Aart van Bezooijen, Rolf Wicker, Andrea Zaumseil

Zur Reihe

Die Reihe Kunstpädagogische Knotenpunkte gibt Einblick in Lehre und Forschung der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die einzelnen Hefte beinhalten Texte und Dokumentationen von Studierenden und Lehrenden sowie Gastbeiträge von Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen. Sie sollen Impulse für Vermittlungspraxis und didaktische Überlegungen geben sowie theoretische Verknüpfungen herstellen.

Die Reihe wird herausgegeben von Sara Burkhardt und Antje Dudek.

Kunstpädagogische Knotenpunkte 04 — Materialproben

Hochschulverlag Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

ISBN
978-3-86019-127-9

Herausgeberinnen
Sara Burkhardt, Marie Newid

Redaktion
Sara Burkhardt, Marie Newid

Lektorat
Sara Burkhardt, Antje Dudek, Marie Newid

Gestaltung
Franziska Stübgen

Format/Umfang
16 × 22,5 cm, 106 Seiten, farbige Abbildungen

Sprache
Deutsch

Preis
5 EUR, ermäßigt 3 EUR

Erscheinungsjahr
2018


Rückblick: DINGWELTEN

Fachtag „Dingwelten“ an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle – über 30 interessierte und inspirierte Kunstlehrer/-innen, 3 exzellente Workshops, 1 kompletter Stromausfall, tolle Hilfe aus der Verwaltung, 200 wohlschmeckende Schnittchen von 2 engagierten studentischen Hilfskräften, viele Liter Kaffee, 1000e Regentropfen, quadratmeterweise Pappe, vielfältigstes Material, ein Lasercutter, … fabelhaft! #fachtag #burghalle #lisa #bdk #kunstunterricht #sachsenanhalt


Interdisziplinäres Forum: Zur Materialität des Lernens

4 – Papier

19. April 2018, 16-18 Uhr
Materialsammlung der BURG
Bibliothek, Campus Design, Neuwerk 7

Wir beginnen mit einer Einführung in die Materialsammlung. Im Mittelpunkt steht dann ein ganz besonderes Papier. Nach einer gemeinsamen didaktischen Reflexion wird Prof. Dr. Sara Burkhardt eine Unterrichtssituation zur Diskussion stellen.

Wir laden Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende aller Lehrämter und Fachrichtungen sehr herzlich zum interdisziplinären Diskurs ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Veranstaltungsreihe:

Hohe Anteile des Unterrichts in vielen Fächern und in allen Altersstufen bestehen aus der Arbeit mit Materialien unterschiedlicher Art, wie beispielsweise die Freiarbeit mit Lernmaterialien, die Durchführung von Experimenten im Physikunterricht, Materialerkundungen im Kunstunterricht oder die Gestaltung von Präsentationen. In all diese Schülertätigkeiten sind Objekte einbezogen – entweder in didaktischer Funktion oder in ihrer unmittelbaren Materialität im Kontext des Handelns von Schülerinnen und Schülern.
Die Unterrichtsforschung und auch die fallorientierte kasuistische Lehrerbildung beziehen sich allerdings bislang meistens auf die Analyse von Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Schüler/-innen. Bei den Daten handelt es sich in der Regel um Verbaldaten und beim Untersuchungsgegenstand um sprachliche Interaktion. Mit einem solchen Analysefokus geraten materialorientierte Formen des Lehrens und Lernens weniger in den Blick. In jüngster Zeit gibt es in der qualitativen Unterrichtsforschung aber eine neue Aufmerksamkeit für die „Dinge des Wissens“ (Röhl 2013) und die „Materialität des Lernens“ (z.B. ZISU 2015). Daran will diese Veranstaltungsreihe anschließen und nach der Bedeutung von Objekten, Dingen und Materialität im Kontext von Unterricht fragen.
Vor dem Hintergrund verschiedener Fachdidaktiken werden jeweils ein spezifisches (Lern-)Objekt und dazu gehörige Beobachtungen aus dem Unterricht in den Mittelpunkt gestellt. Nach einem Input zu dem jeweiligen Objekt im Unterrichtskontext gilt die gemeinsame Reflexion der Erschließung des spezifischen didaktischen oder auch pädagogischen Potenzials dieses Objektes. In dieser Weise kann – durchaus im Sinne kasuistischen Lernens und Forschens – allgemein und interdisziplinär über eine Materialität des Lernens nachgedacht werden.

Aktuelles zum Forum: http://www.burg-halle.de/materialforum

Eine Veranstaltungsreihe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Verantwortlich:

Prof. Dr. Georg Breidenstein
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Sara Burkhardt
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Didaktik der bildenden Kunst

Prof. Dr. Thorid Rabe
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Didaktik der Physik

Miriam Schöps
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, KALEI, Team Lernwerkstatt


Noch bis zum 11.3. anmelden: Eignungsprüfung an der BURG

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ist eine moderne Kunst- und Designhochschule, die Elemente einer Hochschule für Gestaltung, einer Kunstakademie und einer Medienhochschule miteinander verbindet. Sie erfreut sich eines internationalen Renommees und verfügt über gut ausgestattete Ateliers und Werkstätten für nahezu alle technischen und handwerklichen Verfahren.

In den Studiengängen Malerei/Grafik und Plastik im Fachbereich Kunst beträgt die Regelstudienzeit zehn Semester. Das Studium schließt mit dem Diplom für Bildende Kunst ab. Der Studiengang Kunst (Lehramt) schließt mit einem Staatsexamen ab. Die Regelstudienzeit beträgt beim Lehramt an Gymnasien zehn und beim Lehramt an Sekundarschulen neun Semester.

Der Fachbereich Design bietet Bachelor- und Master-Studienprogramme an. Der Bachelor an der BURG mit dem Abschluss B.A. wird nach acht Semestern abgeschlossen. Ein sich daran anschließendes Masterstudium dauert zwei Semester, ein Masterstudium in einer anderen Designdisziplin wird in der Regel in vier Semestern absolviert.

Für alle Studiengänge gilt, dass neben dem Fachstudium immer auch eine intensive Grundlagenausbildung sowie design- bzw. kunstwissenschaftliche Anteile zum Curriculum gehören.

Studienvoraussetzungen sind die Allgemeine Hochschulreife, je nach Studiengang unterschiedliche Nachweise von praktisch-handwerklichen Kenntnissen und eine erfolgreich abgelegte hochschulinterne Eignungsprüfung. Ausländische Bewerber/-innen müssen deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Die Eignungsprüfungen für die Diplom- und Bachelorstudiengänge finden dieses Jahr vom 19. bis 24. März statt.

Anmeldeschluss für die nächste Eignungsprüfung ist der 11. März 2018.

Für die Aufnahme eines Masterstudiums gelten besondere Regeln. Bewerbungsschluss für die Aufnahmeprüfung in den Masterstudiengängen ist der 15. Mai für das darauf folgende Wintersemester, bzw. für den Studiengang Multimedia Design auch der 15. November für das folgende Sommersemester.