Halle im Januar

Januar


Gestern in Halle: Aktionstag des BDK


21. MAI: AKTIONSTAG GEGEN DEN ABBAU DES FACHES KUNST

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!!!!!!!!KOMMT ALLE!!!!!!!!
Aktion des BDK gegen den Abbau des Faches Kunst!

Schüler/-innen+Student/-innen+Lehrer/-innen schreiten und tanzen in Halle um den schwarz eingepackten Händel. Mitgebrachte eigene großformatige Kunstwerke werden zerrissen und in schwarzen Plastiksäcken mit der Aufschrift „Kulturbeutel“ entsorgt, unterlegt wird die Aktion mit Gesängen und Kriegstänzen. Zieht euch SCHWARZ an, legt KRIEGSBEMALUNG an und kommt am Mittwoch 21. MAI um 17 UHR zum HÄNDEL-DENKMAL!

Im Kunstunterricht werden tagtäglich Fantasie, Ideenreichtum und Experimentierfähigkeit ausgebildet, hier kommt die oft beschworene und gesellschaftlich so wichtige Schlüsselkompetenz der individuellen Kreativität besonders zum Tragen!

Kunstunterricht ist de facto der einzige Ort, an dem diese Säule der „Kulturellen Bildung“ alle Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihrer sozialen, ökonomischen oder kulturellen Herkunft – in hoher Qualität erreicht!

Diesen Tatsachen stehen jedoch massive Fehlentwicklungen in der Bildungspolitik gegenüber: Regulärer Kunstunterricht wird über alle Jahrgangsstufen und Bundesländer hinweg aufgrund von Personalmangel seit Jahren marginalisiert, abgeschafft, das Fach Kunst in musischen Fächerverbünden abgewickelt oder in den nachmittäglichen Ganztagsbetrieb abgeschoben.

Vor allem im elementaren Bereich, in den Grundschulen, aber auch in vielen anderen Schulformen, wird das Fach bundesweit zunehmend fachfremd unterrichtet; Studiengänge, die dem Nachwuchsmangel in allen Altersstufen Einhalt gebieten könnten, werden geschlossen, freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt.

Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Bildungsrepublik und Ideenschmiede Deutschland sind dies verhängnisvolle Fehlentwicklungen, die auch durch das befristete Engagement freier Künstler oder Kulturschaffender an Schulen nur notdürftig und kurzfristig abgefedert werden können, da diese Gruppen eine pädagogisch kompetente, professionelle Auseinandersetzung mit Kunst und den mit ihr verbundenen angewandten Bereichen im Schulunterricht nur teilweise leisten können.

Auch außerschulisch stattfindende kulturelle Aktivitäten mögen als Vertiefungen und Ergänzungen durchaus bereichernd sein, sie können und dürfen den regulären Kunstunterricht aber keinesfalls ersetzen!

Mit seinem bundesweiten Aktionstag am 21. Mai wird der BDK in seinen Landesverbänden eine Vielzahl von lokalen Protestaktionen durchführen, die vor allem auf die Aufmerksamkeit von Bildungspolitiker/-innen, Eltern und Kolleg/-innen abzielen.

Gegen die schrittweise Kürzung und den Abbau des Faches Kunst an Schulen! Für 2 Stunden Kunst pro Woche – für alle Schülerinnen und Schüler!

>>> Die Zukunft der Kunstpädagogik im Blick


Vot Ken You Mach? mobil – Tag 4

Heute letzter Tag des Blockseminars. Morgens um 10 ein Rückblick auf den gestrigen Nachmittag im Kunsthaus Dresden, Gespräch über Module, Symbole, Umgangsweisen. Intensive Arbeit an den Modulen für den Materialienkoffer. Testphasen. Austausch in Kleingruppen. Gespräche.
Nachmittags 11 Einzel-Präsentationen mit jeweils anschließenden Rückfragen. Abschluss des Seminars um 18 Uhr. Reichhaltiges Material ist entstanden, vielfältig+anregend!


Vot Ken You Mach? mobil – Tag 3

Heute zum Aufwachen ein Sortier-Spiel im Flur, dann Gespräche über in der Zwischenzeit gelesene Texte zu Identität/Kultur (Trunk, Sternfeld, Kirchner, …) und eine ausgiebige Sammlung spielerischer Herangehensweisen. Anschließend intensive Arbeit in Gruppen an Modulen für den Materialkoffer — Text+Bild+Objekt+Spiel. Nach der Mittagspause Verlagerung des Seminars ins Kunsthaus Dresden, Diskussion mit den Mentorinnen und Projektleiterinnen von „Vot Ken You Mach?“ über die entwickelten Module, über Zugänge, unterschiedliche Perspektiven, Stereotypen, Intentionen, Möglichkeiten. Vorstellungen entstehen .. wie es sein könnte, was uns wichtig ist, was wir nicht wollen.


Vot Ken You Mach? mobil – Tag 2

Aufwachen mit „Stockholm Syndrome Part 3 – Jewish Revenge“ von Amit Epstein. Dann Kunst ansehen, Nachdenken, Recherche zu den Werken, Gespräche in Gruppen. Epstein, Claire Waffel und Shira Wachsmann. Nachmittags Präsentationen der Auseinandersetzungen und erster Vermittlungsideen. Input von Anna Zorn zu Museumskoffern und -kisten. Was kann es werden? Eine Kiste? Ein Koffer? Ein Datenstick? Was soll darin sein? Wie lässt es sich benutzen? Ist es erweiterbar? Gibt es Objekte? Selbsterklärend? Anleitungen? Wir sind mittendrin im Projekt.


Vot Ken You Mach? mobil – Tag 1

30.08. // Beginn des Blockseminars zum Kunsthaus-Projekt „Vot Ken You Mach?“. Ziel: Entwurf eines Materialienkoffers zum Verbleib in den am Projekt beteiligten Schulen. 12 Teilnehmende, WHK Anna Zorn und ich. Daniela Hoferer vom Kunsthaus erläutert das Projekt und stellt die beteiligten Künstler/-innen vor. Zu Gast ist auch Dr. Nora Goldenbogen von der jüdischen Gemeinde, Bildungsreferentin der Hatikva. Sie spricht darüber, was es eigentlich heute bedeutet, jüdisch zu sein. Und sie kann viele Fragen der Teilnehmende beatworten. Nachmittags Brainstormings, Gesprächsrunden, Filmausschnitte. Was ist eigentlich Kultur? Was macht Identität aus? Was bedeutet kulturelle Identität? Wir lesen Texte, diskutieren, suchen nach Wegen, wie sich dieses Projekt denken lässt. Worum geht es eigentlich? Vermittlung von Kunst? Vermittlung jüdischer Kultur? Anerkennung kultureller Diversität? Kulturelle Unterschiede überhaupt erstmal zu erkennen, zu benennen? Sie als Reichtum zu verstehen, nicht als Grund für Abgrenzung? Worin besteht dieser Reichtum? Was heißt überhaupt jüdische Kultur heute? Was ist den Künstler/-innen wichtig? Was könnte interessant für die Schüler/-innen sein?