erreger– | EIGEN frequenz

Vorbereitendes Meeting zur Ausstellung
Studierende und Alumni der Kunstpädagogik
Foto: Etienne Dietzel

Ausstellung und Veranstaltungsreihe vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 zur Wahrnehmung, Vermittlung und Sichtbarkeit von Geben, Nehmen und Weitergeben

Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. Beides waren Schwerpunktthemen in der Lehre von Prof. Una H. Moehrke, Professorin für Kunsterziehung/Kunstpädagogik/Bildnerische Grundlagen/Bildende Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm ist die letzte Präsentation Moehrkes im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit, da sie zum Ende dieses Sommersemesters 2018 aus dem aktiven Hochschuldienst ausscheiden wird.

Die Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz zeigt im Zusammenspiel mit den Arbeiten der Professorin insgesamt 27 unterschiedliche Positionen. Diese werden in zwei nacheinander folgenden Inszenierungen präsentiert. Der Umbau wird am 29. Mai 2018 öffentlich erfolgen und die Ausstellungspräsentation als kommunikativen Akt erfahrbar machen. Die Ausstellung bringt Werke von Saskia Albrecht, Ulf Aminde, Anne-Lena Fuchs, Theo Huber, Irmela Gertsen, Marie Gülzow, Annegret Jürgens, Marcus Kobert, Nele Kraus, Georg Lisek, Saskia Macher, Lukas Paul Meya, Una H. Moehrke, Julia Miorin, Marie Newid, Naomi Pietros, Julian Plodek, Elisabeth Rändel, Jochen Schneider, Viktor Sobek, Hannah Schwarz-Wissel, Lisa Schwermer-Funke, Judith Tschernitschek, Henrik Urbainczyk, Luise von Rohden, Axel Winter, Franziska Paula Wolber und Ella Ziegler zusammen.

Die zentralen Themen der Lehre Moehrkes kreisen um verschiedene Fragen: Wie entzünden sich die Exponate gegenseitig? Welchen Respons lösen sie aus? Wie wird studiert und wie gelehrt oder anders formuliert: Was geben Studierende, was Lehrende, und was nehmen beide? Diesen Impulsen wird in den vielen Begleitformaten zur Ausstellung intensiv nachgegangen.

In ihrem eigenen Werk ist die Professorin sehr vielseitig: In ihren neuen, in der Ausstellung gezeigten Bildern, widmet sie sich der Frage nach Erscheinen und Verschwinden in einer Malerei, die versucht, Abstraktion und Reduktion bis zur Immaterialität zu führen. Mit zwei Hörstationen werden die von Moehrke verfassten Texte, die zwischen Dada und Kunstphilosophie changieren, ebenfalls in der Ausstellung erfahrbar.
Die studentischen Arbeiten und die der Absolventen lassen erkennen, wie inspirierend diese Arbeitsweise wirkte. So wagen beispielsweise die Bilder von Student Marcus Kobert den Spagat zwischen Abstraktion und kunstgeschichtlichem Zitat. Auf diese Weise soll ein Gegenwarts- und zugleich Geschichtsbezug in seiner Malerei hergestellt werden. Ulf Aminde, Künstler, Filmemacher, Lehrender sowie Absolvent der BURG, zeigt seinen 2009 produzierten Film Frontalunterricht, der im Rahmen eines Workshops mit Jugendlichen entstand. Diese verweigerten zunächst die Zusammenarbeit. Erst als er die Gruppe auf die Probebühne holt und die Aufgabe stellt, vor laufender Kamera Ulf Aminde zu spielen, geben die Jugendlichen ihre abweisende Haltung sukzessive auf. Als experimenteller Tüftler, Künstler und zugleich Chemiker befasst sich der Student Henrik Urbainaiczyk mit dem Prinzip der Übersetzung. Seine Werke machen die Übertragung zwischen und innerhalb verschiedener Medien und Materialien hörbar und übersetzen diese auch visuell. Auch der Ausstellungstitel verweist auf die Beziehungen von Ursprung und Wirkung: Studentin Saskia Albrecht hat diese Relation in ihrer in der Schau gezeigten Position mit der sprachlichen Formel erreger- | EIGEN frequenz sinngemäß aufgestellt und zusammengebracht, wofür die Gesamtschau stehen soll.

Während der Ausstellung wird der Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern sowie deren Teilhabe Teil des Gesamtkonzepts. So finden ein Ausstellungs-Camp, Diskussionen im Picknickformat sowie diverse Führungen, Performances und Konzerte statt und die zentralen Themen der Schau – Kommunikation, Wahrnehmung und Vermittlung – werden auch räumlich sichtbar und erfahrbar in das Zentrum der Ausstellung gerückt. Die vielfältigen Aktionen und Vermittlungsangebote in und um die Ausstellung sollen Ausnahmesituationen schaffen, in denen Routinen aufgebrochen werden.
Der eigens für die Ausstellung erstellte Blog www.burg-halle.de/erregereigenfrequenz gibt darüber hinaus Einblicke in die Prozesse des Projekts.

Una H. Moerhke
Das Werk von Una H. Moehrke, Professorin für Kunsterziehung/Kunstpädagogik/Bildnerische Grundlagen/Bildende Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, umfasst Malerei und Zeichnung, Textarbeiten und Performances. Moehrke, 1953 in Hannover geboren, studierte in Berlin Malerei, Kunstgeschichte und Philosophie und hält seit 1994 ihre Professur an der BURG in den Studiengängen Kunst (Lehramt) und Kunstpädagogik im Fachbereich Kunst inne.

erreger- | EIGEN frequenz
Ausstellungsdauer: 17. Mai bis 10. Juni 2018
Erste Eröffnung: Mittwoch, 16. Mai 2018, 18 Uhr. Begrüßung durch Prof. Dr. Sara Burkhardt, Prorektorin der BURG, Einführung durch Dr. Jule Reuter, Kuratorin der Burg Galerie im Volkspark sowie Beiträge von Helmut Bieler-Wendt und Prof. Dr. Susanne Pfleger, Direktorin Städtische Galerie Wolfsburg.
Zweite Eröffnung: Mittwoch, 30. Mai 2018, 18 Uhr: Gespräch mit Juliane Schickedanz, Kuration und Kunstvermittlung im Rahmen der Picknick-Veranstaltungen
Finissage: Samstag, 9. Juni 2018, 18 Uhr: Release der Ausstellungsdokumentation. Musikalischer Beitrag durch Gudrun Ravens, Performance-Konzert von Theo Huber

Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Öffnungszeiten: täglich von 14 bis 19 Uhr
Eintritt: Der Eintritt, auch zu allen Begleitveranstaltungen, ist kostenfrei.

Weitere Informationen: www.burg-halle.de/galerie
Blog zur Ausstellung: www.burg-halle.de/erregereigenfrequenz

Interview mit Una H. Moehrke: https://radiocorax.de/erreger-eigen-frequenz/


Interdisziplinäres Forum: Zur Materialität des Lernens

4 – Papier

19. April 2018, 16-18 Uhr
Materialsammlung der BURG
Bibliothek, Campus Design, Neuwerk 7

Wir beginnen mit einer Einführung in die Materialsammlung. Im Mittelpunkt steht dann ein ganz besonderes Papier. Nach einer gemeinsamen didaktischen Reflexion wird Prof. Dr. Sara Burkhardt eine Unterrichtssituation zur Diskussion stellen.

Wir laden Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende aller Lehrämter und Fachrichtungen sehr herzlich zum interdisziplinären Diskurs ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Veranstaltungsreihe:

Hohe Anteile des Unterrichts in vielen Fächern und in allen Altersstufen bestehen aus der Arbeit mit Materialien unterschiedlicher Art, wie beispielsweise die Freiarbeit mit Lernmaterialien, die Durchführung von Experimenten im Physikunterricht, Materialerkundungen im Kunstunterricht oder die Gestaltung von Präsentationen. In all diese Schülertätigkeiten sind Objekte einbezogen – entweder in didaktischer Funktion oder in ihrer unmittelbaren Materialität im Kontext des Handelns von Schülerinnen und Schülern.
Die Unterrichtsforschung und auch die fallorientierte kasuistische Lehrerbildung beziehen sich allerdings bislang meistens auf die Analyse von Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Schüler/-innen. Bei den Daten handelt es sich in der Regel um Verbaldaten und beim Untersuchungsgegenstand um sprachliche Interaktion. Mit einem solchen Analysefokus geraten materialorientierte Formen des Lehrens und Lernens weniger in den Blick. In jüngster Zeit gibt es in der qualitativen Unterrichtsforschung aber eine neue Aufmerksamkeit für die „Dinge des Wissens“ (Röhl 2013) und die „Materialität des Lernens“ (z.B. ZISU 2015). Daran will diese Veranstaltungsreihe anschließen und nach der Bedeutung von Objekten, Dingen und Materialität im Kontext von Unterricht fragen.
Vor dem Hintergrund verschiedener Fachdidaktiken werden jeweils ein spezifisches (Lern-)Objekt und dazu gehörige Beobachtungen aus dem Unterricht in den Mittelpunkt gestellt. Nach einem Input zu dem jeweiligen Objekt im Unterrichtskontext gilt die gemeinsame Reflexion der Erschließung des spezifischen didaktischen oder auch pädagogischen Potenzials dieses Objektes. In dieser Weise kann – durchaus im Sinne kasuistischen Lernens und Forschens – allgemein und interdisziplinär über eine Materialität des Lernens nachgedacht werden.

Aktuelles zum Forum: http://www.burg-halle.de/materialforum

Eine Veranstaltungsreihe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Verantwortlich:

Prof. Dr. Georg Breidenstein
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Sara Burkhardt
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Didaktik der bildenden Kunst

Prof. Dr. Thorid Rabe
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Didaktik der Physik

Miriam Schöps
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, KALEI, Team Lernwerkstatt


Interdisziplinäres Forum zur Materialität des Lernens: Zahnräder

30. November 2017, 16-18 Uhr  (s.t.)
Lernwerkstatt 
im Haus 31, Franckesche Stiftungen zu Halle

Im Mittelpunkt der zweiten Veranstaltung stehen gebräuchliche Zahnräder und dazugehörige Ketten. Nach einer gemeinsamen didaktischen Reflexion der Gegenstände wird die dokumentierte Beobachtung einer konkreten Handlungssituation zur Diskussion gestellt.

Wir laden Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende aller Lehrämter und Fachrichtungen sehr herzlich zum interdisziplinären Diskurs ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Veranstaltungsreihe:

Hohe Anteile des Unterrichts in vielen Fächern und in allen Altersstufen bestehen aus der Arbeit mit Materialien unterschiedlicher Art, wie beispielsweise die Freiarbeit mit Lernmaterialien, die Durchführung von Experimenten im Physikunterricht, Materialerkundungen im Kunstunterricht oder die Gestaltung von Präsentationen. In all diese Schülertätigkeiten sind Objekte einbezogen – entweder in didaktischer Funktion oder in ihrer unmittelbaren Materialität im Kontext des Handelns von Schülerinnen und Schülern.
Die Unterrichtsforschung und auch die fallorientierte kasuistische Lehrerbildung beziehen sich allerdings bislang meistens auf die Analyse von Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Schüler/-innen. Bei den Daten handelt es sich in der Regel um Verbaldaten und beim Untersuchungsgegenstand um sprachliche Interaktion. Mit einem solchen Analysefokus geraten materialorientierte Formen des Lehrens und Lernens weniger in den Blick. In jüngster Zeit gibt es in der qualitativen Unterrichtsforschung aber eine neue Aufmerksamkeit für die „Dinge des Wissens“ (Röhl 2013) und die „Materialität des Lernens“ (z.B. ZISU 2015). Daran will diese Veranstaltungsreihe anschließen und nach der Bedeutung von Objekten, Dingen und Materialität im Kontext von Unterricht fragen.
Vor dem Hintergrund verschiedener Fachdidaktiken werden jeweils ein spezifisches (Lern-)Objekt und dazu gehörige Beobachtungen aus dem Unterricht in den Mittelpunkt gestellt. Nach einem Input zu dem jeweiligen Objekt im Unterrichtskontext gilt die gemeinsame Reflexion der Erschließung des spezifischen didaktischen oder auch pädagogischen Potenzials dieses Objektes. In dieser Weise kann – durchaus im Sinne kasuistischen Lernens und Forschens – allgemein und interdisziplinär über eine Materialität des Lernens nachgedacht werden.

Eine Veranstaltungsreihe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Online: http://burg-halle.de/materialforum

Verantwortlich:

Prof. Dr. Georg Breidenstein
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Sara Burkhardt
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Didaktik der bildenden Kunst

Prof. Dr. Thorid Rabe
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Didaktik der Physik

Miriam Schöps
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, KALEI, Team Lernwerkstatt

Vergangene Veranstaltungen

15. Juni 2017, 14-16 Uhr
1 – Die Waage
Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand eine einfache Balkenwaage und der dazugehörige Wiegesatz. Nach einer gemeinsamen didaktischen Reflexion der Waage stellte Prof. Dr. Georg Breidenstein eine Unterrichtsbeobachtung, die sich um den Gebrauch der Balkenwaage dreht, zur Diskussion.


Lange Nacht der Wissenschaften 2017: Dem Faden folgen

Zur diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften am Freitag, 23. Juni, spannt sich an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle von 17 bis 23 Uhr ein Faden vom Eingang des Campus Design quer durch die Werkstätten über die Hochschuldruckerei bis in die Textilmanufaktur. Unter dem Titel „Dem Faden folgen“ lädt ein umfangreiches Programm ein, diesem zu folgen und in ein von außen sonst kaum sichtbares Areal der BURG einzutauchen. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zeigen und erläutern Studierende, Lehrende und Werkstattmitarbeiter/-innen unter anderem, welches experimentelle Potenzial 3D-Druck hat, auf welche Weise Bücher gedruckt werden können, wie unterschiedliche Webstühle funktionieren und historische Wandbehänge mühselig rekonstruiert werden. Hin und wieder darf auch selbst Hand angelegt werden – beim Weben, beim Färben oder Drucken.

In Gesprächen mit den Besucherinnen und Besuchern erläutern Lehrende der BURG anhand von ausgewählten Objekten ihre Vorstellung von Forschung an einer Kunsthochschule – und dürfen dabei auch mal den Faden verlieren. Fragen sind zu jeder Zeit willkommen, Gespräche an allen Orten erwünscht. Eine Bar und jede Menge Sitzgelegenheiten sorgen für Entspannung und Abkühlung, bevor der Faden wieder aufgenommen wird.

Programm
17 bis 23 Uhr: scannen.lasern.3Ddrucken, Digitale Werkstatt / Zentrale Werkstätten
17 bis 21 Uhr: drucken.sehen.lernen, Hochschuldruckerei
19 bis 21 Uhr: sprechen.zuhören.nachdenken, Gesprächsrunden auf dem Platz zwischen Textilmanufaktur und Hochschuldruckerei
17 bis 23 Uhr: sitzen.trinken.reden, Bar vor der Textilmanufaktur
17 bis 23 Uhr: drucken.sehen.färben, Textildesign / Erdgeschoss der Textilmanufaktur
17 bis 23 Uhr: weben.sehen.erleben, Textile Künste und Textilrestaurierung / 1. Obergeschoss der Textilmanufaktur
17 bis 23 Uhr: sehen.zuhören.lernen. Textilrestaurierung / 2. Obergeschoss der Textilmanufaktur
17 bis 23 Uhr: experimentieren.färben.erleben, Textile Künste / Färberei im Erdgeschoss des Designhauses
17 bis 23 Uhr: experimentieren.schäumen.erleben, Industriedesign / Erdgeschoss des Designhauses


Freitag, 23. Juni 2017, 17 bis 23 Uhr
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
wissenschaftsnacht-halle.de

Konzept und Organisation: Prof. Dr. Sara Burkhardt, Prof. Aart van Bezooijen und Elisabeth Schunck

#lndwhalle #demfadenfolgen #burghalle


Jahrbuch der BURG: 2016 in Text und Bild

Foto: Patrick Müßiggang

Foto: Patrick Müßiggang

Das Jahrbuch der BURG widmet sich in seiner jüngsten Ausgabe zum ersten Mal einem Schwerpunktthema.  Es legt den Fokus auf den Komplex des Ausstellens und Präsentierens. Experimente und Prozesse werden in Inhalt und Gestaltung dabei ebenso sichtbar gemacht, wie auch die daraus resultierenden Ergebnisse. „Damit bietet das Jahrbuch nicht nur Rückblicke, sondern ist auch eine Plattform für aktuelle Diskurse an unserer Kunsthochschule“, sagt Rektor Prof. Dieter Hofmann. Das an der BURG entwickelte, gestaltete und gedruckte Jahrbuch vereint hierfür Kunst und Design wie schon in den vergangenen Ausgaben in zeitgemäßer Form: Im Zusammenspiel von Material und Idee, von Wort und Bild ist es neben Diskursort zugleich auch Bildband, Katalog, Nachlese und Ausblick.

Die Publikation beginnt mit einer umfangreichen Fotostrecke, die das Ausprobieren und Arbeiten in den Werkstätten in den Mittelpunkt rückt. Der Diskurs zum Thema Ausstellen wird im redaktionellen Teil in Aufsätzen und Essays weiter aufgegriffen und vertieft. So findet sich unter anderem im Jahrbuch ein Essay über die Bedeutung der Hochschulgalerien als Möglichkeitsraum. Das aktuelle Schwerpunktthema lässt das vergangene Jahr zudem noch einmal Revue passieren. Ausstellungen wie words are my reality mit Arbeiten zu Text/Schrift/Sprache in der Burg Galerie im Volkspark oder die Ausstellung Neo Luna Park im Rahmen des Verbundprojektes „Große Pläne!“ wie auch die Werkschau Der unerledigte Gobelin der Klasse Malerei / Textile Künste sowie der Beitrag der Studienrichtung Spiel- und Lerndesign auf der Mailänder Möbelmesse werden vorgestellt.

Auch weitere wichtige Ausstellungstätigkeiten werden zum Thema: der Bundesverband der Hochschulgalerien als Netzwerk zur Förderung junger Kunst, das Programm des studentischen Ausstellungsraums „Burg2“ in Halle (Saale), der Beitrag der BURG zur Design Biennale in Havanna und letztlich auch die geplante Teilnahme an der Sinopale 6 in der Türkei, die aufgrund der politischen Situation verschoben wurde.

In einem umfangreichen Bild- und Textteil werden im zweiten Teil des Jahrbuchs zudem Arbeiten und Projekte von Studierenden und Absolventen dokumentiert, die beim Kunstpreis der Stiftung der Saalesparkasse und beim GiebichenStein Designpreis ausgewählt wurden sowie im Rahmen des Förderpreises Kunstvermittlung entstanden sind. Im ganzen Buch kommen die beteiligten Studierenden auch selbst zu Wort.
Weitere Themen im Jahrbuch sind hochschulaktuelle Entwicklungen wie Umbaumaßnahmen auf dem Campus Design, der Großauftrag für die Textilmanufaktur zur Wiederherstellung des Paradeschlafzimmers August des Starken im Dresdner Residenzschloss sowie die zweite Förderphase von „Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre“.

Jahrbuch BURG 2016: Ausstellen

Herausgeber: Rektorat der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Konzept: Brigitte Beiling, Silke Janßen
Redaktionsleitung: Brigitte Beiling, Bert Sander
Art Direction: Prof. Anette Scholz
Gestaltung: Patrick Müßiggang, Manuel von Gebhardi

Verlag: Hochschulverlag Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Format: 18 x 26 cm, 216 Seiten, broschiert, Fadenheftung
Sprachen: Deutsch und Englisch
ISBN: 978-3-86019-133-0

Förderer: Saalesparkasse Halle

Preis: 10 Euro, 5 Euro ermäßigt (Schüler und Studierende)
Buchbestellung und Verkauf: Burg Bibliothek der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale), 0345 7751-637, frauendo(at)burg-halle.de
Onlinebestellung: www.burg-halle.de/publikationen


Jour Fixe: Prof. Dr. Hanne Seitz – „May I ask you a question?“

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Hanne Seitz, Dr. phil, Professorin für Theorie und Praxis Ästhetischer Bildung an der Fachhochschule Potsdam, lädt zum kritischen Nachdenken über das Primat der Partizipation in Kunst, Gesellschaft und Bildung ein.

Die von der historischen Avantgarde geforderte Verbindung von Kunst und Leben scheint durch die Verlagerung des Produktionsprozesses hin zur Betrachterin bzw. zum Betrachter heutzutage immer wahrscheinlicher zu werden. Kommunikation und Interaktion und besonders auch das Handeln sind gefragt. Auch die Künstler Xavier Le Roy und Tino Sehgal suchen Besucher/-innen in ihre Kunst einzubinden, aber sie befragen auch den Performancedruck in unserer Gesellschaft, indem sie das Nichthandeln und die Unterlassung thematisieren.

Die Veranstaltung hochschulöffentlich und findet am Dienstag, den 18. Oktober, um 18 Uhr im Raum 103/104, Villa, Neuwerk 7 statt.


KpK. Kunstpädagogisches Kolloquium

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Montag, 30.11.2015
16:15-17:45 Uhr
Hermes, Raum 2.08.

Das Team der Professur Didaktik der bildenden Kunst lädt alle Studierenden der kunstpädagogischen Studiengänge der BURG zum Kolloquium ein. Im Prozess befindliche Abschlussarbeiten werden präsentiert und gemeinsam diskutiert. Im Austausch über wissenschaftliches Schreiben und kunstpädagogische Fragestellungen schärfen die Präsentierenden ihre Methoden und Fragen. Alle Teilnehmenden gewinnen Einblicke in Arbeitsprozesse und in Methoden wissenschaftlichen Arbeitens.
Gäste sind herzlich willkommen!

KpK. 4
Lea Bruns
Perspektive wechseln, stören, teilhaben.
Zur Schnittstelle künstlerischer und politischer Bildung.

Wie wird Handeln im pädagogischen Kontext künstlerisch? Wie politisch? Wie kann beides zusammengedacht werden und welche Möglichkeiten ergeben sich daraus? Auf der Annahme aufbauend, dass künstlerisches Handeln Fähigkeiten fördert, die im Bereich des Politischen unerlässlich sind, werden Verbindungen künstlerischer und politischer Bildung untersucht.