DINGWELTEN

Fachtag Kunst+Design an der BURG

Ob Fundstücke, Modelle, kulturelle Artefakte oder Konsumartikel: in Kunst, Design und Alltag begegnen wir Dingen und Objekten gleichermaßen. Bei diesem Fachtag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle stehen unterschiedliche Formen der Annäherung an die Welt der Dinge im Mittelpunkt. Materialgebundene, experimentelle und digitale Arbeitsformen ermöglichen vielschichtige Sichtweisen auf den Umgang mit natürlichen und gestalteten Objekten im Unterricht, diese werden in Anbindung an den Lehrplan thematisiert und in Übungen praktisch erprobt.

Donnerstag, 30. August 2018, 9 Uhr bis 16 Uhr
Campus Design der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale)


Programm
09:00-10:00 Begrüßung | Einführung
10:00-12:00 Workshops 1-3
12:00-13:00 Mittagspause
13:00-15:00 Workshops 1-3
15:00-16:00 Abschlusspräsentation und -diskussion

Veranstalter
Professur für Didaktik der bildenden Kunst | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)
in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt des BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik

Konzeption und Moderation
Prof. Dr. Sara Burkhardt | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Rainer Döring | Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)
Kontakt: sburkhardt(at)burg-halle.de

Anmeldung
Der Fachtag ist als Fortbildungsangebot des LISA unter der Nr. 18L260003 gelistet.
Die Anmeldung erfolgt HIER über den Server des LISA .
Studierende können sich direkt über die BURG anmelden, die Plätze sind jedoch begrenzt. Anmeldung per Mail: sburkhardt(at)burg-halle.de

Workshops
Jede/r Teilnehmer/-in wählt einen Workshop, es ist kein Wechsel zwischen den Workshops vorgesehen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Workshop 1
Objekte scannen, schneiden, drucken
Ludwig Schilling
Im Workshop werden digitale Fertigungstechnologien praktisch erprobt. Mittels 3D-Scanner, Lasercutter oder 3D-Drucker sollen individualisierte Objekte entstehen, die von den Teilnehmenden digital gestaltet und anschließend mitgenommen werden können. Sie bekommen Einblicke, wie digitale Daten für 3D-Drucker erstellt werden, wo die Grenzen beim 3D-Scannen liegen und warum der Lasercutter bei den Studierenden das beliebteste Gerät der Werkstatt ist.
Vorkenntnisse zu CAD (Computer-Aided-Design)-Programmen oder Grafikprogrammen sind nicht notwendig, aber wenn vorhanden, dann bitte das Programm zusammen mit einem Laptop mitbringen!
Ludwig Schilling ist Produktdesigner und Leiter der „Digitalen Werkstatt“ an der BURG. Dort vermittelt er den Studierenden die Arbeit mit digitalen Fertigungstechnologien.

Workshop 2
Modelle bauen – Gestaltungsprozesse verstehen
Philipp Stingl
Dinge der materiellen Kultur prägen unseren Alltag, wir sind umgeben von gemachten Objekten. Wissen wir aber wirklich, mit was wir es zu tun haben, wenn wir jeden Tag wie selbstverständlich hunderte Dinge gebrauchen, nutzen, betrachten? Oftmals bleibt im Umgang mit den Dingen ein Gefühl der Fremdheit oder ein Eindruck der Unvollständigkeit zurück. Ein besonderer Fokus des Workshops liegt auf der Auseinandersetzung mit Form, Volumen, Silhouette, Proportion, Geometrie und Oberfläche. Ziel ist es, durch die Übersetzung von Dingen in ein anderes Material, in diesem Fall Pappe, ein tieferes Verständnis für unsere materielle Umwelt zu erlangen. Es gilt den Blick zu schärfen und ein gestalterisches Empfinden sowie ein Verständnis für Gestaltungsprozesse zu entwickeln.
Philipp Stingl studierte Industriedesign an der BURG, ist seit 2016 künstlerischer Mitarbeiter an der BURG und als freiberuflicher Industriedesigner tätig.

Workshop 3
Im Übergang. Mit den Dingen des Alltags experimentieren
Robert Hausmann und Matthias Laabs
Türklinke, Wand, Scheuerleiste, Fleck, Tischbein — ausgehend vom materiellen Ist-Zustand des Arbeitsraumes entwickeln die Teilnehmenden eigene Annäherungsmöglichkeiten an das vorhandene Rohmaterial in einer Mischung aus analog-digitalen Zugängen. In aufeinander aufbauenden handlungsorientierten Phasen werden mittels unterrichtserprobter Übungen und Experimente vorhandene sowie gefundene Dinge und Objekte des Alltags befragt, erforscht und ästhetisch verarbeitet. Verschiedene Reflexionsphasen diskutieren dabei sowohl den konkreten Einsatz als auch die Eignung der im Workshop erprobten Übungsformate und Zugänge für den Kunstunterricht.
Robert Hausmann ist Lehrer für die Fächer Kunst und Geschichte am Ökumenischen Domgymnasium Magdeburg und stellvertretender Vorsitzender des BDK e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt.
Matthias Laabs ist Studienrat für die Fächer Kunst und Geographie am Gymnasium Querfurt und erhielt 2016 den Deutschen Lehrerpreis in der Kategorie Unterricht innovativ mit dem Projekt „Was braucht dieser Ort“.


erreger– | EIGEN frequenz

Vorbereitendes Meeting zur Ausstellung
Studierende und Alumni der Kunstpädagogik
Foto: Etienne Dietzel

Ausstellung und Veranstaltungsreihe vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 zur Wahrnehmung, Vermittlung und Sichtbarkeit von Geben, Nehmen und Weitergeben

Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. Beides waren Schwerpunktthemen in der Lehre von Prof. Una H. Moehrke, Professorin für Kunsterziehung/Kunstpädagogik/Bildnerische Grundlagen/Bildende Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm ist die letzte Präsentation Moehrkes im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit, da sie zum Ende dieses Sommersemesters 2018 aus dem aktiven Hochschuldienst ausscheiden wird.

Die Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz zeigt im Zusammenspiel mit den Arbeiten der Professorin insgesamt 27 unterschiedliche Positionen. Diese werden in zwei nacheinander folgenden Inszenierungen präsentiert. Der Umbau wird am 29. Mai 2018 öffentlich erfolgen und die Ausstellungspräsentation als kommunikativen Akt erfahrbar machen. Die Ausstellung bringt Werke von Saskia Albrecht, Ulf Aminde, Anne-Lena Fuchs, Theo Huber, Irmela Gertsen, Marie Gülzow, Annegret Jürgens, Marcus Kobert, Nele Kraus, Georg Lisek, Saskia Macher, Lukas Paul Meya, Una H. Moehrke, Julia Miorin, Marie Newid, Naomi Pietros, Julian Plodek, Elisabeth Rändel, Jochen Schneider, Viktor Sobek, Hannah Schwarz-Wissel, Lisa Schwermer-Funke, Judith Tschernitschek, Henrik Urbainczyk, Luise von Rohden, Axel Winter, Franziska Paula Wolber und Ella Ziegler zusammen.

Die zentralen Themen der Lehre Moehrkes kreisen um verschiedene Fragen: Wie entzünden sich die Exponate gegenseitig? Welchen Respons lösen sie aus? Wie wird studiert und wie gelehrt oder anders formuliert: Was geben Studierende, was Lehrende, und was nehmen beide? Diesen Impulsen wird in den vielen Begleitformaten zur Ausstellung intensiv nachgegangen.

In ihrem eigenen Werk ist die Professorin sehr vielseitig: In ihren neuen, in der Ausstellung gezeigten Bildern, widmet sie sich der Frage nach Erscheinen und Verschwinden in einer Malerei, die versucht, Abstraktion und Reduktion bis zur Immaterialität zu führen. Mit zwei Hörstationen werden die von Moehrke verfassten Texte, die zwischen Dada und Kunstphilosophie changieren, ebenfalls in der Ausstellung erfahrbar.
Die studentischen Arbeiten und die der Absolventen lassen erkennen, wie inspirierend diese Arbeitsweise wirkte. So wagen beispielsweise die Bilder von Student Marcus Kobert den Spagat zwischen Abstraktion und kunstgeschichtlichem Zitat. Auf diese Weise soll ein Gegenwarts- und zugleich Geschichtsbezug in seiner Malerei hergestellt werden. Ulf Aminde, Künstler, Filmemacher, Lehrender sowie Absolvent der BURG, zeigt seinen 2009 produzierten Film Frontalunterricht, der im Rahmen eines Workshops mit Jugendlichen entstand. Diese verweigerten zunächst die Zusammenarbeit. Erst als er die Gruppe auf die Probebühne holt und die Aufgabe stellt, vor laufender Kamera Ulf Aminde zu spielen, geben die Jugendlichen ihre abweisende Haltung sukzessive auf. Als experimenteller Tüftler, Künstler und zugleich Chemiker befasst sich der Student Henrik Urbainaiczyk mit dem Prinzip der Übersetzung. Seine Werke machen die Übertragung zwischen und innerhalb verschiedener Medien und Materialien hörbar und übersetzen diese auch visuell. Auch der Ausstellungstitel verweist auf die Beziehungen von Ursprung und Wirkung: Studentin Saskia Albrecht hat diese Relation in ihrer in der Schau gezeigten Position mit der sprachlichen Formel erreger- | EIGEN frequenz sinngemäß aufgestellt und zusammengebracht, wofür die Gesamtschau stehen soll.

Während der Ausstellung wird der Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern sowie deren Teilhabe Teil des Gesamtkonzepts. So finden ein Ausstellungs-Camp, Diskussionen im Picknickformat sowie diverse Führungen, Performances und Konzerte statt und die zentralen Themen der Schau – Kommunikation, Wahrnehmung und Vermittlung – werden auch räumlich sichtbar und erfahrbar in das Zentrum der Ausstellung gerückt. Die vielfältigen Aktionen und Vermittlungsangebote in und um die Ausstellung sollen Ausnahmesituationen schaffen, in denen Routinen aufgebrochen werden.
Der eigens für die Ausstellung erstellte Blog www.burg-halle.de/erregereigenfrequenz gibt darüber hinaus Einblicke in die Prozesse des Projekts.

Una H. Moerhke
Das Werk von Una H. Moehrke, Professorin für Kunsterziehung/Kunstpädagogik/Bildnerische Grundlagen/Bildende Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, umfasst Malerei und Zeichnung, Textarbeiten und Performances. Moehrke, 1953 in Hannover geboren, studierte in Berlin Malerei, Kunstgeschichte und Philosophie und hält seit 1994 ihre Professur an der BURG in den Studiengängen Kunst (Lehramt) und Kunstpädagogik im Fachbereich Kunst inne.

erreger- | EIGEN frequenz
Ausstellungsdauer: 17. Mai bis 10. Juni 2018
Erste Eröffnung: Mittwoch, 16. Mai 2018, 18 Uhr. Begrüßung durch Prof. Dr. Sara Burkhardt, Prorektorin der BURG, Einführung durch Dr. Jule Reuter, Kuratorin der Burg Galerie im Volkspark sowie Beiträge von Helmut Bieler-Wendt und Prof. Dr. Susanne Pfleger, Direktorin Städtische Galerie Wolfsburg.
Zweite Eröffnung: Mittwoch, 30. Mai 2018, 18 Uhr: Gespräch mit Juliane Schickedanz, Kuration und Kunstvermittlung im Rahmen der Picknick-Veranstaltungen
Finissage: Samstag, 9. Juni 2018, 18 Uhr: Release der Ausstellungsdokumentation. Musikalischer Beitrag durch Gudrun Ravens, Performance-Konzert von Theo Huber

Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Öffnungszeiten: täglich von 14 bis 19 Uhr
Eintritt: Der Eintritt, auch zu allen Begleitveranstaltungen, ist kostenfrei.

Weitere Informationen: www.burg-halle.de/galerie
Blog zur Ausstellung: www.burg-halle.de/erregereigenfrequenz

Interview mit Una H. Moehrke: https://radiocorax.de/erreger-eigen-frequenz/


Ins Schwarze! Sammeln, experimentieren, forschen.

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Foto: Aart van Bezooijen

Was ist “Schwarz”? Was bedeutet es? Schwarz ist keine Farbe. Schwarz ist radikal. Schwarz ist Abgrenzung. Schwarz ist vollständige Absorption von Licht und damit immer auch seinem Gegenteil, dem Weiß, verbunden, das alles Licht abweist und auf uns zurückwirft. Ist Schwarz nun also vollständige Abwesenheit oder totale Speicherung von Licht? An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle sammeln wir in der Langen Nacht der Wissenschaften zusammen mit Besucherinnen und Besuchern schwarzes Material und zu schwärzende Objekte. Bringen Sie schwarze Dinge mit – oder solche Dinge, die Sie gerne lieber in Schwarz sähen. In einem LABOR können Sie mit Materialien experimentieren, Ihre mitgebrachten Objekte einfärben oder neue schwarze Dinge herstellen. In einer LOUNGE können Sie bei schwarzen Getränken einer Dauerlesung aus der BURG-Enzyklopädie lauschen, unterbrochen durch kurze Präsentationen und Vorträge von Lehrenden und Studierenden zum Thema “Schwarz”.
‪#‎lndwhalle‬ ‪#‎insschwarze‬
03.07.2015 von 17.00 bis 23.00 Uhr
Foyer der Villa, Neuwerk 7 (Campus Design), Halle (Saale)
http://wissenschaftsnacht-halle.de/