graduiert ≈ präsentiert: Ausstellungseinführung für Lehrer/-innen

Die Burg Galerie im Volkspark lädt in Kooperation mit der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der BURG zu einer Ausstellungseinführung für Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer ein. Die Kuratorin der Galerie, Dr. Jule Reuter, wird in das Konzept der Ausstellung graduiert ≈ präsentiert einführen und einzelne Arbeiten erläutern. Im anschließenden Gespräch werden Möglichkeiten der Anbindung an den Kunstunterricht vorgestellt, gesammelt und diskutiert.

Termin: Dienstag, 17.10.2017, 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Veranstalterinnen: Prof. Dr. Sara Burkhardt, Christiane Küstner, Dr. Jule Reuter
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Vom 11. Oktober bis 12. November 2017 zeigt die Burg Galerie im Volkspark unter dem Titel graduiert ≈ präsentiert Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt aus den Jahren 2016 und 2017.
Die zehn Absolventinnen und Absolventen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle aus den Fachbereichen Kunst und Design Robert Deutsch, Simone Distler, Kristina Heinrichs, Lado Khartishvili, Christoph Liedtke, Florian Milker, Sarah Pschorn, Sanna Schiffler, Stefan Schwarzer und Anja Warzecha haben in einem jeweils einjährigen Förderzeitraum neue Werkkomplexe entwickelt, die nun in der Ausstellung präsentiert werden.


Es geht wieder los…

Nächste Woche ist Einführungswoche an der BURG, die neuen Studierenden kommen und werden herumgeführt, mit Informationen versorgt, begrüßt und willkommen geheißen. Für Studierende der kunstpädagogischen Studiengänge findet neben den allgemeinen Veranstaltungen auch eine Begrüßung im Hermes-Gebäude statt, am Dienstag um 16 Uhr. Alle neu Immatrikulierten sind herzlich willkommen, aber natürlich sind auch alle anderen Studierenden eingeladen, hieran teilzunehmen. Wir führen durch das Gebäude, Lehrende und Hilfskräfte stellen sich vor, wir sprechen über Studienstrukturen und Lehrveranstaltungen und es können Fragen gestellt werden – die natürlich auch beantwortet werden sollen!
In der Woche darauf folgt dann die offizielle Eröffnung des akademischen Studienjahres, am 13.10. um 18 Uhr im Kleinen Saal des Volkspark Halle.


Semesteranfang

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Das Wintersemester hat begonnen.
Einführungsseminar mit 41 Ersemestlern. Zwei Tutor/-innen unterstützen mich. Die Studierenden gucken irritiert, weil wir im Keller sind – mit Gittern vor den Fenstern. Eine kaputte Neonröhre flackert und muss herausgedreht werden. Es gibt nicht genügend Tische. Wir holen die mit den wackeligen Beinen von nebenan. NVA-Tische. Stühle sind genügend da, aber nicht alle Studierenden kommen pünktlich. Diejenigen, die zu spät sind, müssen aus dem Nebenraum Klappstühle holen. Unruhe.
Dann sitzen sie da und sehen mich an – ich erzähle ihnen vom Studium, von dem, was wir im Seminar vorhaben, lese etwas über „4-dimensionales Design“ von Paul Thek aus den 70er-Jahren vor. „Was braucht diese Universität? Diese Stadt? Dieses Land? Sie?“
Dann Organisatorisches. Leistungspunkte. Abläufe.
Anna und Daniel sind dran, die Tutor/-innen. Ich gehe weg. Anna und Daniel machen Übungen mit den Studierenden, locken etwas aus ihnen heraus, bringen sie dazu, seltsame Dinge zu tun:

  • Errichtet zu zweit einen Turm aus Stühlen.
  • Stellt euch folgende Situation vor: Die Erdanziehung geht nicht mehr vom Fußboden aus, sondern von der Wand. Wie sieht das aus? Nutzt euch selbst, Gegenstände, Taschen, Tische, Stühle.
  • Stellt einer Person eine Frage, die euch interessiert.
    Schreibt die Antwort auf Kreppband und klebt es demjenigen an sein Shirt bzw. an die Hose.
  • Entwerft die menschlichen Genitalien neu, sodass sie gerechter sein könnten.
  • Was ist für euch guter Kunstunterricht?
    Diskutiert in der Gruppe und klebt eure Ideen an diese Wand.
  • Nutzt eure Körper für eine gemeinsame Gestaltung einer amorphen Figur und haltet diese für eine Minute.
  • Formuliert eure Erwartungen und Wünsche an das kunstpädagogische Studium auf der analogen Twitter-Rolle.
  • Führt gemeinsam eine raumgreifende Handlung in slow-motion durch.
  • Fotografiert euch samt eurer Namen. Gerne auch als Kleingruppe. Seid kreativ, lustig, mutig, ernst, nachdenklich, hungrig, bunt…
  • Welche Künstler/-innen sind euch noch aus eurem Kunstunterricht präsent? Schreibt sie auf.
  • Vermesst den Raum ohne klassische Messgeräte. Seid mutig. Findet verschiedene Ansätze.

Nach einer Stunde ohne mich komme ich wieder dazu. Die Gruppe ist mitten drin. Sie sprechen gerade über das, was sie in den Übungen erlebt haben. Reflektieren. Setzen es in Beziehung zu möglichem Kunstunterricht.

Ich darf nochmal ran. Wir treten an die Wand, auf der die Vorstellungen von gutem Kunstunterricht gesammelt sind. Was steht da? Wir lesen es gemeinsam. Sprechen darüber. Überlegen, was es noch sein könnte. Warum was wichtig ist. Nach 3 Stunden sind die Studierenden immer noch voll dabei. Sie sind interessiert und lassen sich ein. Aber dann ist es auch gut und wir belassen es dabei. Drei volle gemeinsame erste Stunden. Ich freu mich auf nächste Woche! Bis dahin sind auch die Tischbeine repariert, der Hausmeister ist dran, auch die 7 kaputten Neonröhren sollen ausgewechselt werden.


anfangen ohne ende

Ausstellung im Flur des Instituts für Kunst- und Musikwissenschaft in der August-Bebel-Straße 20 in Dresden.

anfangen ohne ende

3x EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTPÄDAGOGIK

Sie fangen an.
Sie halten zum ersten Mal Vorträge, erforschen die Umgebung und die Räume des Instituts, lernen sich untereinander kennen, erleben Kunst, lesen theoretische Texte, erproben sich vor Publikum. Und sie erfahren, was Kunstpädagogik bedeuten kann.
Im Wintersemester findet jedes Jahr das theoretisch-praktische Seminar EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTPÄDAGOGIK statt. Begleitet wird es von einem TUTORIUM, in dem Inhalte vertieft, Methoden erprobt und Handlungen provoziert werden.
Nach drei Jahren blicken wir zurück und zeigen im Flur Ausschnitte aus studentischen Werkstattbüchern, Fotos aus dem Seminar und Tutorium, Handlungsanweisungen, Aufgabenstellungen, Zitate, E-Mail-Wechsel, Textausschnitte usw.

Jun.-Prof. Dr. Sara Burkhardt
Tutor/innen: Robert Hausmann und Julia Wahle