Rückblick in Bildern: KUNSTUNTERRICHT digital_vernetzt_mobil

KUNSTUNTERRICHT
digital_vernetzt_mobil

2.-3. September 2016
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)

Eine voranschreitende Digitalisierung des Alltags bringt kulturelle Phänomene hervor, die durch ortsunabhängige Verfügbarkeit von Daten, vernetztes Lernen und mobile Endgeräte geprägt sind. Im Unterricht haben Lernende wie Lehrende Zugriff auf Ausstattungen und Programme, die kollaborative Arbeitsweisen fördern und die Bewältigung komplexer Produktionsprozesse ermöglichen. Die Rezeption von Kunstwerken wird durch virtuelle Museumsrundgänge und der Digitalisierung von Sammlungen, die jederzeit online verfügbar sind, verändert. Dies wirft neue Fragen bezüglich Originalität, Kopie und Bildumgang auf. Die Produktion und fast zeitgleiche Verbreitung von fotografischen und filmischen Bildern mit dem Smartphone oder Tablet ist nun überall spontan möglich. Sie ist stark in der Lebenswelt Jugendlicher verankert, gewinnt im Alltag an Bedeutung und fordert eine visuelle Bildung in der Schule.
Was bedeutet dies für den Kunstunterricht?
Wie kann auf Basis solcher Phänomene Unterricht entwickelt und durchgeführt werden? Welche Möglichkeiten digitaler Endgeräte und Anwendungen eignen sich für handlungsorientiertes Arbeiten? Welche Aufgabenstellungen und Arbeitsformen erweisen sich als sinnvoll?
Auf der Tagung wird diesen Fragen mit Präsentationen von Unterrichtsbeispielen und in praxisorientierten Workshops nachgegangen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben so die Gelegenheit, digitale, vernetzte und mobile Arbeitsweisen mit Blick auf Kunstunterricht kennenzulernen und auszuprobieren.


Programm

2.09.2016
Ab 13:00 BURG Bibliothek: Eintreffen+Ankommen

14:00 Begrüßung

14:30 Eröffnungsvortrag
Digital vernetzte Lebenswelten — Die Schule als lernendes System.
Dr. Lars Zumbansen

15:30 Kaffeepause

16:00 Präsentation
Entdecken, Ordnen, Präsentieren — Digitales Sammeln als künstlerische Strategie
Carolin Wiese

16:30 Präsentation
How to do… Raumaneignung. Zwischen digital und analog
Robert Hausmann | Matthias Laabs

17:00 Präsentation
SINNE SMART SCHULEN
Christina Jendrzok | Dana Schällert | Julia Staatz

17:30 Präsentation
Filmisch denken. Visuelle Inszenierungen von Körpererfahrungen
Constanze Schmidt

18:00 Gemeinsamer Imbiss / Gespräche

3.09.2016
9:00 Villa Neuwerk: Eintreffen+Ankommen

09:30-12:00 Workshops 1-4 parallel

12:00-13:00 Mittagspause

13:00-15:30 Workshops 1-4 parallel

15:30 Abschlusspräsentationen mit Kaffee in der Villa


Präsentationen und Workshops

Workshop 1: Entdecken, Ordnen, Präsentieren — Digitales Sammeln als künstlerische Strategie
Carolin Wiese
Im Kunstunterricht bietet das Sammeln digitaler Artefakte vielseitige schülernahe Einsatzmöglichkeiten. So lässt sich zum Beispiel der Stadtraum durch thematische Fotosammlungen erforschen oder Schülergruppen produzieren collageartige Filme. Im Workshop werden verschiedene Formen des digitalen Sammelns praxisnah ausprobiert und diskutiert.

Workshop 2: How to do… Raumaneignung. Zwischen digital und analog
Robert Hausmann | Matthias Laabs
Der Workshop rückt die interaktive Aneignung von digital-analogen Räumen in den Mittelpunkt. Tradierte, analoge Denkmuster und Handlungen werden nicht als gegeben hingenommen, sondern hinterfragt. Schwerpunkte bilden verschiedene praktische Übungen, die ausgewählte Strategien der Raumaneignung aufgreifen. Zudem wird deren konkrete Übertragung in den Kunstunterricht mit digitalen Endgeräten in den Formaten Foto, Gif-Animation und Tutorial fokussiert.

Workshop 3: SINNE SMART SCHULEN
Christina Jendrzok | Julia Staatz
Das Unterrichtsvorhaben „SINNEseindrücke mit dem SMARTphone in Rundgängen an SCHULEN verbildlichen“ artikuliert den ersten Arbeitsschwerpunkt des Workshops: Es geht darum, ausgehend von Wahrnehmungsaufträgen auf einem Rundgang (hier exemplarisch über das Gelände des Campus Design der Hochschule) primäre Sinneseindrücke zu sammeln. Diese sollen dann mit dem Smartphone dokumentiert werden. Die experimentelle Verbildlichung der Eindrücke durch künstlerische Verdichtung mithilfe von Apps stellt einen zweiten Arbeitsschwerpunkt dar.

Workshop 4: Filmisch denken. Visuelle Inszenierungen von Körpererfahrungen
Constanze Schmidt
Körperliche Empfindungen als „das Persönlichste, das Allernächste“ bieten die Chance einer sehr subjektiven Visualisierung: Im Workshop nutzen wir die Mobilität und den subjektiven Gestus der Handykamera, um eigene filmische Übersetzungen für Körperzustände wie z.B. Verliebtsein oder Panik zu finden. In der Montage des Materials wird erprobt, wie wir für Betrachtende der Videos die ursprüngliche Erfahrung nachvollziehbar gestalten, um sie an der Filmhandlung teilhaben zu lassen.


Referentinnen und Referenten

Robert Hausmann (*1986), Lehrkraft im Vorbereitungsdienst für die Fächer Kunst und Geschichte am Ökumenischen Domgymnasium Magdeburg | 2007–2014 Studium der Kunstpädagogik und Geschichte an der TU Dresden | 2010/11 kiss-Stipendiat der Siemens-Stiftung | 2011 Medienpädagogischer Preis des Landes Sachsen für das Projekt „Processing2010. Cultural Hacking und Kunstunterricht 2.0“ mit Matthias Laabs | 2015 wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunst und ihre Didaktik (Prof. Dr. Torsten Meyer), Universität zu Köln. | r.hausmann(at)domschulen-magdeburg.de

Christina Jendrzok (*1989), Referendarin für Kunst und Geschichte am Studienseminar Salzgitter (Gymnasiallehramt), Christian-von-Dohm-Gymnasium Goslar. I 2008 Abitur am Europagymnasium Thale I 2008 – 2015 Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | christina_jendrzok(at)t-online.de

Matthias Laabs (*1982), Studienrat am Luisen-Gymnasium in Hamburg | Studium der Kunstpädagogik und Geografie an der Technischen Universität Dresden und der Universidad de Sevilla | 2010 kiss-Stipendiat der Siemens-Stiftung | 2011 Medienpädagogischer Preis des Landes Sachsen für das Projekt „Processing2010. Cultural Hacking und Kunstunterricht 2.0“ mit Robert Hausmann | 2011-13 Studienreferendar am Sächsischen Landesgymnasium für Musik Dresden | m.laabs(at)luinet.de

Constanze Schmidt (*1975): Studienrätin für Kunst und Theater am Gymnasium Grootmoor in Hamburg |  Stipendiatin im künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkolleg Performing Citizenship der Institutionen HafenCity Universität, K3 – Zentrum für Choreografie, FUNDUSTHEATER/Forschungstheater, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg | Studium Kunst, Germanistik, Darstellendes Spiel (Lehramt Gymnasium) | Meisterschülerin im Bereich Videoinstallation | constanzeschmidt(at)hotmail.com

Julia Staatz (*1989), Referendarin für Deutsch und Kunst am Studienseminar Salzgitter (Gymnasiallehramt), Werner-von-Siemens-Gymnasium Bad Harzburg. I 2008 Abitur am Gymnasium Oschersleben I 2008-2009 FSJ St. Josef Haus Halberstadt I 2009- 2015 Studium an der Universität Leipzig

Carolin Wiese (*1984), Studienrätin am Ratsgymnasium Minden und abgeordnete Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Bielefeld | Jungstudentin an der HMTM Hannover | Studium Kunst und Musik (Höheres Lehramt) in Oldenburg | 2010-2014 Studienrätin am Görres Gymnasium Düsseldorf | WiSe 2013/2014 Lehrbeauftragte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg | carolin.wiese(at)uni-bielefeld.de

Lars Zumbansen (*1977), Dr. phil.: Oberstudienrat für Kunst und Deutsch am Gymnasium Harsewinkel | Studium der Germanistik, Kunst und Erziehungswissenschaft | 2005-2007 wissenschaftlicher Assistent und seit 2008 Lehrbeauftragter im Fach Kunst an der Universität Paderborn | 2008 Promotion über die ästhetischen Kodes und konsumkulturellen Wertkonzepte in Bildschirmspielen | schulischer Ausbildungsbeauftragter für die Referendarsausbildung und Koordinator für kulturelle Schulentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit | Mitherausgeber der Fachzeitschrift Kunst+Unterricht | lzum(at)gym-hsw.de

Veranstalter
Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
in Kooperation mit dem Medienreferat des BDK e.V. – Fachverband für Kunstpädagogik und dem BDK e.V. – Landesverband Sachsen-Anhalt

Konzeption und Moderation
Prof. Dr. Sara Burkhardt | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | kupaed@burg-halle.de
Klaus Küchmeister | Medienreferent des BDK e.V.
Verona Petermann | Medienreferentin des BDK e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt

Die Veranstaltung wird als Fortbildung für Lehrer/-innen in Sachsen-Anhalt unter der Nummer WT 2016-021-03 geführt (Ergänzungsangebot ohne Kostenerstattung). Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei und Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung.


Noch bis zum 21.08. anmelden: KUNSTUNTERRICHT digital_vernetzt_mobil

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Tagung und Fortbildung für Kunstlehrer/-innen
2.-3. September 2016
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)

Eine voranschreitende Digitalisierung des Alltags bringt kulturelle Phänomene hervor, die durch ortsunabhängige Verfügbarkeit von Daten, vernetztes Lernen und mobile Endgeräte geprägt sind. Im Unterricht haben Lernende wie Lehrende Zugriff auf Ausstattungen und Programme, die kollaborative Arbeitsweisen fördern und die Bewältigung komplexer Produktionsprozesse ermöglichen. Die Rezeption von Kunstwerken wird durch virtuelle Museumsrundgänge und der Digitalisierung von Sammlungen, die jederzeit online verfügbar sind, verändert. Dies wirft neue Fragen bezüglich Originalität, Kopie und Bildumgang auf. Die Produktion und fast zeitgleiche Verbreitung von fotografischen und filmischen Bildern mit dem Smartphone oder Tablet ist nun überall spontan möglich. Sie ist stark in der Lebenswelt Jugendlicher verankert, gewinnt im Alltag an Bedeutung und fordert eine visuelle Bildung in der Schule.
Was bedeutet dies für Kunstunterricht?
Wie kann auf Basis solcher Phänomene Unterricht entwickelt und durchgeführt werden? Welche Möglichkeiten digitaler Endgeräte und Anwendungen eignen sich für handlungsorientiertes Arbeiten? Welche Aufgabenstellungen und Arbeitsformen erweisen sich als sinnvoll?
Auf der Tagung wird diesen Fragen mit Präsentationen von Unterrichtsbeispielen und in praxisorientierten Workshops nachgegangen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben so die Gelegenheit, digitale, vernetzte und mobile Arbeitsweisen mit Blick auf Kunstunterricht kennenzulernen und auszuprobieren.

Veranstalter
Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der BURG
in Kooperation mit dem Medienreferat des BDK e.V. – Fachverband für Kunstpädagogik
und dem BDK e.V. – Landesverband Sachsen-Anhalt

Konzeption und Moderation
Prof. Dr. Sara Burkhardt | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Klaus Küchmeister | Medienreferent des BDK e.V.
Verona Petermann | Medienreferentin des BDK e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt

Kontakt: kupaed@burg-halle.de

Programm und Anmeldung
https://bdk-sachsen-anhalt.info/veranstaltungen/


Einladung zur Diskussion des neuen Fachlehrplans Gymnasium

stuehle

Der neue „Fachlehrplan Gymnasium / Kunsterziehung“ für Sachsen-Anhalt ist veröffentlicht und befindet sich im Diskussionsprozess. Ein Grundsatzband „Kompetenzentwicklung und Unterrichtsqualität“ gehört außerdem dazu, welcher beschreibt, was unter Kompetenzorientierung zu verstehen ist.
Grundsätzlicher Konsens der Jahresversammlung des BDK Sachsen-Anhalt war, dass der Begriff „Kunsterziehung” nicht mehr zeitgemäß ist. Der Landesverband plädiert daher für die Fachbezeichnung „Kunst” – an der Kunsthochschule wurde der Studiengang bereits umbenannt.

Am Donnerstag, dem 31. März, um 17 Uhr lädt der Landesverband Sachsen-Anhalt des BDK e.V. in Kooperation mit der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zu einer offenen Diskussion des neuen Fachlehrplans ein:

Wie ist der neue Lehrplan in den Fachschaften angekommen? Was gefällt Ihnen? Fehlt etwas? Bleiben Begriffe unklar? Müssten Aspekte genauer formuliert sein?

Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Kunstdidaktik der BURG im 1. OG des Hermes-Gebäudes, Hermesstraße 5 in Halle (Saale) statt.
Alle interessierten Lehrer/-innen, Referendar/-innen und Student/-innen sind herzlich willkommen!

Hier der Link zum Fachlehrplan: http://www.bildung-lsa.de/pool/RRL_Lehrplaene/Fachlehrplan_Gymnasium/flp_kunst_gym_anh_220116.pdf
und zum Grundsatzband: http://www.bildung-lsa.de/pool/RRL_Lehrplaene/Erprobung/Gymnasium/GSB_Gym_LT.pdf


Kunstpädagogischer Tag+Jahresversammlung des BDK Sachsen-Anhalt

Alle Mitglieder sind am 12.02.2016 zum Kunstpädagogischen Tag “Materialvermittlung und Performance in der Schule” sowie zur Jahresversammlung des BDK e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt in die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle eingeladen. Auch interessierte Kunstlehrer/-innen, Referendar/-innen und Studierende des Lehramts sind herzlich willkommen.
Es werden zwei parallel laufende Workshops von Lehrenden der Kunsthochschule angeboten.
Bei der anschließenden Mitgliederversammlung wird von der zurückliegenden Verbandsarbeit berichtet und neue Ideen werden diskutiert. Am Nachmittag besuchen wir gemeinsam die Ausstellung „Moderne in der Werkstatt. 100 Jahre Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle“ im Kunstmuseum Moritzburg.

Hier geht es zur Bilddokumentation der Tagung

Ort:
Seminarraum der Bibliothek der BURG
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale)

Programm
09.45 Uhr
Begrüßung durch den Vorstand des Landesverbandes
Einführung in die Thematik der Workshops durch Prof. Dr. Sara Burkhardt, Vorstellung der Referent/-innen
10.30 Uhr
Parallel laufende Workshops (s.u.) unter Leitung von Prof. Aart van Bezooijen und Antje Dudek, im Anschluss Mittagspause in der Mensa
13.30 Uhr
Vorstellen der Prozesse und Ergebnisse im Plenum
14.00 Uhr
Mitgliederversammlung des Landesverbandes
Kassen- und Jahresbericht 2015 – Ausblick 2016 – Diskussion: Aktuelles, Wünsche, Probleme
Im Anschluss: Spaziergang zur Moritzburg
16.00 Uhr
Besuch der Ausstellung „Moderne in der Werkstatt. 100 Jahre Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle“
im Kunstmuseum Moritzburg
Ende gegen 17.30 Uhr


Workshops
Aart van Bezooijen: BURG MATERIAL – Wissen zum Anfassen
BURG MATERIAL ist die Materialsammlung der Kunsthochschule, in der über Material recherchiert, informiert und geforscht sowie Material gesammelt und ausgestellt wird. Mittels einiger Übungen werden wir uns mit sinnlichen Materialeigenschaften auseinandersetzen und einen Einblick in verschiedene Verarbeitungstechniken erhalten. Mit kleinen Materialexperimenten lernen wir das Potential von „Materials Driven Design“ kennen und schaffen gemeinsam neue Materialmuster und Objekte.
Aart van Bezooijen ist Professor für Material- und Technologievermittlung im Fachbereich Design der BURG.

Antje Dudek: Zucker zertreten – Performance. Material. Alltagsverschiebung.
Kunstlehrer/-innen und auch Schüler/-innen empfinden oft Berührungsängste mit Performance Art. Das Spiel mit Material und Objekten kann dabei helfen, diese zu überwinden und die reichen Potenziale von Performance für den Kunstunterricht zu entdecken. Der Workshop lädt dazu ein, Handlungsmöglichkeiten mit einfachen, alltäglichen Materialien praktisch zu erkunden, wobei Übungsimpulse für den eigenen Unterricht im Mittelpunkt stehen.
Antje Dudek ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Didaktik der bildenden Kunst im Fachbereich Kunst der BURG.


Organisatorisches und Anmeldung
Der Kunstpädagogische Tag gilt als Fortbildungsveranstaltung weiterer Träger. Er wird über den BDK Sachsen-Anhalt und den Schulbildungsserver Sachsen-Anhalt beworben. Das hochqualifizierte Fortbildungsangebot der Hochschule kann nur an einem Werktag genutzt werden, hier gibt es laut Erlass keine Fortbildungsnummer mehr.
Es besteht Versicherungsschutz (Dienstunfallschutz) bei genehmigter Dienstreise durch den Schulleiter oder die Schulleiterin, er oder sie kann über die Möglichkeit der Teilnahme selbstverantwortlich entscheiden.
Anmeldungen bitte mit dem Formular „Fortbildung weiterer Träger“ sowie Dienstreiseantrag an die Schulleitung und bitte schriftlich oder per Mail an Angela Wilke (angela(at)wilke-dessau.de).
Das Mittagessen+Getränke muss jede/r Teilnehmer/-in selbst zahlen.
Weitere Vorschläge oder Angebote für die Tagesordnung sind willkommen!

Kontakt: Angela Wilke (Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt)


Forschungstag 2015

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Kunstpädagogische Forschungsfelder zwischen Theorie und Praxis
Forschungstag für Nachwuchswissenschaftler_innen
12.-13. Februar 2015
Universität Mozarteum Salzburg

Kunstpädagogik hat viele Bezugskontexte, wie die Zusammensetzung aus Kunst und Pädagogik es bereits nahe legt. Diese Kontexte haben sowohl mit pädagogischer Praxis in Bildungsinstitutionen oder vermittelnder Praxis in Kunstinstitutionen zu tun, wie auch mit Theoriebildungen und einem sich ständig wandelnden wissenschaftlichen Selbstverständnis. So gibt es zunehmend Forschungen im Design der empirischen Sozialwissenschaften, wobei zumeist qualitative Forschungen, aber auch quantitative oder diskursanalytische Studien durchgeführt werden. Und es gibt die Erwartung des Praxisfeldes, dass kunstpädagogische Forschung Aussagen zur Praxis machen sollte – sowie die Erwartungen der Politik bezüglich numerischer Fakten.
Wissenschaftliche Empirie bedeutet aber noch mehr: Kunstpädagogische Forschungen orientieren sich an philosophischen und kulturwissenschaftlichen Begriffen, die für eine kunstpädagogische Theoriebildung angewandt werden und zu neuen Modellbildungen führen. Oder spezifische Herangehensweisen der Bildenden Kunst, der Medienkunst oder der Alltagskultur führen zu innovativen Praxisentwürfen, deren Wirkungsweisen und Bedingungsgefüge wissenschaftlich dargestellt werden.
Mit der Thematisierung des Spannungsfeldes zwischen Theorie und Praxis werden die teilnehmenden Forschenden dazu aufgefordert, die eigene Fragestellung in diesem Feld zu verorten. Damit soll sich ein Raum der Positionen und der unterschiedlichen wissenschaftlichen Herangehensweisen abzeichnen. Gleichzeitig können sich Möglichkeiten des Transfers zeigen.

Der gemeinsame Forschungstag des BDK, des BÖKWE und des lbg findet als Auftakt zum Kongress „Blinde Flecken“ 2015 in Salzburg statt. Zentrales Anliegen der Veranstaltung ist die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler_innen und Kunstpädagog_innen, die ein wissenschaftliches Interesse am Fach verfolgen und aktuell im Kontext der Kunstpädagogik forschen oder die Absicht haben, eine Forschung zu beginnen. Ziel des Forschungstages ist es, Nachwuchswissenschaftler_innen ein Forum zu bieten. So wird es am ersten Tag Möglichkeiten des Austausches und der gemeinsamen Arbeit am Material geben, des Kennenlernens von Methoden und Arbeitsweisen. Am zweiten Tag stellen Nachwuchswissenschaftler_innen ihre vor kurzem abgeschlossenen kunstpädagogischen Forschungsprojekte vor und zur Diskussion.

Konzeption und Organisation
Prof. Dr. Sara Burkhardt (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle / Hochschulreferentin des BDK), Prof. Dr. Christine Heil (Universität Duisburg-Essen)


Programm

// Do, 12.02.2015

ab 12:00 Ankommen // Anmeldung
13:00 Begrüßung // Kennenlernen
13:30-15:30 Workshops 1-6
15:30-16:00 Kaffeepause
16:00-18:00 Workshops 1-6
ab 18:00 Poster-Rundgang bei Brot+Getränken / get together

// Fr, 13.02.2015

09:00 Begrüßung
09:15-09:45 Dr. Sidonie Engels: Kunstbetrachtung in der Schule. Theoriebildung zwischen 1953 und 1979 im ‚Handbuch der Kunst- und Werkerziehung’ – ein Grundstein der Kunstpädagogik.
09:45-10:15 Marc Fritzsche: Interfaces. Eine Medientheorie und ihre Anwendung in der Kunstpädagogik.
10:15-10:45 Kaffeepause
10:45-11:15 Katharina Schneider: Ästhetische Erfahrung in Spielpraktiken 2- bis 6-jähriger Kinder. Eine ethnografische Studie im Elementarbereich.
11:15-11:45 Dr. Anne Zimmermann: Fake. Kunst. Bildung. Die künstlerische Strategie Fake aus kunstpädagogischer Perspektive.
Abschlussdiskussion
Ende 12.15 Uhr


Workshops
Eine Übersicht über die Workshops incl. Beschreibungen finden Sie HIER

1  Bild-Nachbarschaften in qualitativ empirischen Fallanalysen: Fotografien in Reihen, Clustern und visuellen Kontexten rekonstruieren.
Sabine Sutter (Universität Duisburg-Essen), Dr. Jörg Grütjen (UNESCO-Schule in Kamp-Lintfort)

2  Diskursanalyse
Esther Richthammer (Otto-Schott-Gymnasium Mainz)

3  Ethnografische Forschung und Grounded Theory.
Exemplarisch im Feld der frühkindlichen ästhetischen Bildung
Katharina Schneider (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)  

4  Experimente mit künstlerischen Verfahren in teambasierten Forschungsprozessen
Anne Gruber, Anna Schürch und Sascha Willenbacher (Teambasiertes Forschungsprojekt “Kalkül und Kontingenz” am IAE an der ZHDK Zürich)

5  forschung macht unterschiede
un/doing differences in kunstpädagogischen Forschungsprozessen
Marion Thuswald (akademie der bildenden künste wien)

6  Visuelle Netzwerkforschung
Visuelle Erhebung von sozialen Netzwerken mit Hilfe der Software VennMaker
Dr. Markus Gamper (Universität zu Köln)


Anmeldung
Mit diesem FORMULAR können Sie sich für den Forschungstag anmelden.

Call for Posters
Der Forschungstag bietet neben Workshops und Vorträgen auch die Möglichkeit, noch nicht abgeschlossene Forschungsarbeiten und Entwicklungsvorhaben in Form von Postern vorzustellen. Ziel ist es, mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen. Angenommen werden nur solche Arbeiten, die noch nicht publiziert oder in anderer Form veröffentlicht sind. Der Call for Posters richtet sich in erster Linie an Doktorandinnen und Doktoranden. Hier finden Sie den CALL FOR POSTERS als pdf.

Werbung machen:
HIER Download des Plakats (A3)

Austausch und Diskussion:
http://bdk-forschungstag.mixxt.de

Aktuelles auf der Seite von BuKo15 und unter http://www.facebook.com/BDKForschungstag

Kontakt: forschungstag(at)bdk-online.info


Neuer Blog des BDK Sachsen-Anhalt

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Der Landesverband Sachsen-Anhalt des BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik ist ab sofort unter http://bdk-sachsen-anhalt.info/ zu finden. Die Seite befindet sich noch im Aufbau – es wird Informationen zu Aktionen und Veranstaltungen des Landesverbandes geben, aktuelle Diskussionen und Aufrufe, Hinweise auf Unterrichtsmaterial und Fortbildungen sowie Links zu Websites in Zusammenhang mit Bildung und Kunstunterricht in Sachsen-Anhalt.


Gestern in Halle: Aktionstag des BDK