Medienfenster

Herzliche Einladung zum
Medienfenster
Studierende der Kunstpädagogik an der TU Dresden zeigen Installationen und Videos aus den Seminaren „Medienkunst“ und „Videokunst“ von Franziska und Sophia Hoffmann.
Montag, 4. April 2011
18:30 Uhr
Keller / Blaues Haus
August-Bebel-Straße 30
TU Dresden


VIDEOVORFÜHRUNG UND DISKUSSION

Joseph Beuys: Boxkampf documenta 5, 1972 (Videostill)

Die Gruppenaktion »Nach Beuys! (Kunst wofür?)« 1988 in Leipzig
am Donnerstag, den 28.1. 2010 um 19:00 Uhr im Kunsthaus Dresden
mit Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai und Claus Löser
Im Frühjahr 1988 eröffnete an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eine vorher bereits in Ost-Berlin gezeigte Ausstellung zum Frühwerk von Joseph Beuys. Die Exposition war Teil des deutsch-deutschen Kulturabkommens und stellte in mehrfacher Hinsicht ein Paradox dar. Dem 1986 verstorbenen Künstler war zu Lebzeiten mehrfach die Einreise in die DDR untersagt worden, die Vernissage in Berlin wurde ausgerechnet von Johannes Rau zelebriert, der 1972 die Entlassung des Künstlers von der Kunstakademie Düsseldorf verfügt hatte. Als Ministerpräsident von NRW gab er sich nun, von hohen SED-Funktionären sekundiert, die zweifelhafte Ehre, Beuys posthum in den kulturpolitischen Kanon der DDR einzufügen. Bei Künstlern, die sich einer unabhängigen Kulturszene zugehörig fühlten, war die Empörung über diesen Akt groß. Dass ausgerechnet Joseph Beuys, dessen Werk für systemübergreifende Verweigerung und individuelle Verantwortung stand, vom Zwangssystem DDR vereinnahmt werden sollte, wollte man in Leipzig nicht stillschweigend hinnehmen. Gerd Harry Lybke initiierte mit Freunden aus dem Umfeld seiner Privatgalerie EIGEN+ART die Gruppenaktion »Nach Beuys!«, mit der der verehrte Meister in einen aktuell-produktiven Prozess heimgeholt werden sollte.
Jörg Herolds damals entstandene, gleichnamige Videoinstallation ist für die Ausstellung »40 Jahre Videokunst – Teil 2« rekonstruiert worden und wird zu Beginn der Veranstaltung gezeigt. Im Anschluss diskutieren die damals ebenfalls beteiligten Künstler_innen Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai mit dem Filmhistoriker Claus Löser das Ereignis im Kontext seiner historischen Bedeutung.


BLU: MUTO

Bild 1

MUTO a wall-painted animation by BLU from blu on Vimeo.


Neuer Film von Pipilotti Rist


Kunst zeigen

Die Kunststudierenden des 4. Semesters an der Universität Flensburg stellen aus:

kunst_zeigen


Schüler heute?


European Media Arts Festival Osnabrück

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// 23.- 27. April 2008
// Ausstellung bis 25. Mai 2008
Das Festival 2008 steht unter dem Motto IDENTITY, das sich in Filmprogrammen, in Lectures und Specials widerspiegelt. Darin wird medialen Standortbestimmungen und kuenstlerischen Selbstdefinitionen nachgegangen, individuelle, soziale und globale Identitaeten in einer sich rasch veraendernden Welt erforscht und nach subjektiven wie wissenschaftlichen Verortungen gefragt.
Das EMAF zaehlt zu den bedeutendsten Foren der internationalen Medienkunst. Als Treffpunkt fuer Kuenstler, Kuratoren, Verleiher, Galeristen und Fachpublikum hat es Thematik und Aesthetik der medialen Kunst entscheidend mitgepraegt. Jaehrlich bietet das Festival einen aktuellen Ueberblick mit Experimentalfilmen, Installationen, Performances, digitalen Formaten und hybriden Formen. Dabei reicht das Spektrum von persoenlichen und politischen Themen oder formalen Experimenten bis zu provokanten Aussagen.
(Text von der Website)


Mark Napier: Arsenal of Entropy


Mark Napier nutzt kleinste Einheiten kultureller Information und fügt sie collageartig zu neuartigen Gebilden zusammen. Die Nahaufnahmen von Bildschirmen wirken wie Malerei. Naper experimentiert mit dem Apparat, mit Licht, Wahrnehmung, Übertragung und den bei der Wiedergabe entstehenden Geräuschen. Napier: „The work records my interactions with technology and the methods used to investigate and understand it. The form of a communication takes effects its meaning, whether it is oral, textual or visual because of the unique attributes of each medium. In my work with images, like those taken from the TV, I reproduce them over and over again on different media, layering each particular visual peculiarities upon one another until the original media is unidentifiable.“ (rhizome.org)

„And the total arsenal of entropy already at war within it.“ — Tales from Ovid, Ted Hughes


Temporäre Sonnenuntergänge

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Für Carlo Zanni ist die Codierung ein Pinsel. Er nutzt Live-Daten aus dem Netz, um filmerisch zu erzählen. In seinem Projekt My Temporary Visiting Position From The Sunset Terrace Bar, kombiniert Zanni im Netz ein aufgenommenes Video der Stadt Ahlen in Deutschland mit dem in Realzeit gefilmten Sonnenuntergang in Neapel, Italien. Je nachdem wie spät es in Italien ist, kann der Nutzer den Sonnenuntergang live oder als archivierte Version ansehen. Es entsteht eine sich ständig verändernde Szenerie aus zwei geografischen Gebieten. Migration spielt eine Rolle, Vögel fliegen auf, Bewegung ist dem Ganzen immanent – „Zanni’s data cinema seems an ideal medium in which to present a meditative portrait of the instantaneous horizon before us.“ (Miguel Amado)


psychogeography

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Ernesto Rio: ‚D. F. Maze‘ (2006) – Drei interaktive Wege durch Mexico City