Kunstpädagogische Knotenpunkte 04 – Materialproben

Eine Sammlung von Impulsen und Inspirationen in Text und Bild zum Umgang mit Material in kunstpädagogischen Kontexten. Gespräche mit Lehrenden der BURG, Dokumentation von Erprobungen in Lehrveranstaltungen und in der Materialsammlung.

Eine Materialprobe ist eine Probe, die man von einem bestimmten Stoff nimmt. Eine Probe ist aber auch ein Versuch, eine Untersuchung, eine Übung. Und bei Material kann es sich statt um einen Stoff um Material der Kunst handeln, um Material als Ausgangspunkt von Designprozessen, um Material im Kunstunterricht oder um Artefakte in der Materialsammlung der Kunsthochschule. Auch eine gefundene Ventilkappe kann Material sein, genauso wie ein geschriebener Text oder eine Sammlung von Audiofiles.

Ein solches Verständnis von Material sowie von Proben liegt dieser Ausgabe der „Kunstpädagogischen Knotenpunkte“ zugrunde. Auch die Publikation selbst ist eine Sammlung von Impulsen und Inspirationen — eine Materialsammlung. Es geht um den praktischen Umgang mit Material, um Haptik, Begreifen und Sinnlichkeit. Material ist hier der Knotenpunkt in einem Netz aus Gesprächen, Aussagen, Bildmaterial und dokumentierten Erprobungen. Gleichzeitig ist die ganze vorliegende Publikation eine Materialprobe, da sie sich als Angebot zur Weiterarbeit begreift. Sie besteht aus drei Teilen: „Im Gespräch“, „Im Seminar“ und „In der Materialsammlung“.

Im Gespräch

Auszüge aus Gesprächen mit Professorinnen und Professoren der BURG finden sich im ersten Teil der Publikation. Die Gespräche fanden in den Büros oder Ateliers der Lehrenden statt. In den Gesprächen werden nicht nur Vorstellungen von Lehre und bildhauerische Haltungen anschaulich, es zeigt sich auch, welche Bedeutung dem Material zukommt. So rücken die Befragten immer wieder den Umgang mit Material in den Fokus, sei es als Ausgangspunkt von Gestaltung, als Reibungsfläche, als Auslöser von Prozessen des Scheiterns oder als zentrales Moment des Experimentierens.

Im Seminar

Eine Idee der Reihe „Kunstpädagogische Knotenpunkte“ ist auch, Prozesse und Ergebnisse aus der Lehre in den kunstpädagogischen Studiengängen zu veröffentlichen, um Impulse für Vermittlungspraxis zu geben. Im zweiten Teil dieses Heftes erfolgt dies über Beispiele aus kunstpädagogischen Seminaren, in denen Material in den Fokus rückt und Studierende unterschiedliche Formate der Vermittlung erproben.

In der Materialsammlung

Ein Gespräch mit Aart van Bezooijen, Professor für Material- und Technologievermittlung und Leiter der Materialsammlung der BURG, bildet den dritten Teil der Publikation. In dieser Sammlung an der Schnittstelle von Kunst und Design werden Materialproben und Artefakte gesammelt, archiviert und erforscht. Es wird mit neuen Materialien experimentiert und es wird untersucht, was das jeweilige Material erzählt. Und welche Bedeutung es in unterschiedlichen Kontexten erlangen kann, in der Kunst, im Design, in der Vermittlung.

Ziel der Publikation „Materialproben“ ist es, Studierenden, Referendarinnen und Referendaren sowie Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern, Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen, Inspiration und Denkanstöße zu geben. Es soll gezeigt werden, wie Materialien zur Schnittstelle zwischen Institutionen, künstlerisch-gestalterischen Handlungen, Vermittlungsprozessen und unterschiedlichen Wissensbereichen werden können.

Mit Beiträgen von Sara Burkhardt, Stella Geppert, Daniel Kruger, Reiner Maria Matysik, Martin Neubert, Marie Newid, Bruno Raetsch, Aart van Bezooijen, Rolf Wicker, Andrea Zaumseil

Zur Reihe

Die Reihe Kunstpädagogische Knotenpunkte gibt Einblick in Lehre und Forschung der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die einzelnen Hefte beinhalten Texte und Dokumentationen von Studierenden und Lehrenden sowie Gastbeiträge von Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen. Sie sollen Impulse für Vermittlungspraxis und didaktische Überlegungen geben sowie theoretische Verknüpfungen herstellen.

Die Reihe wird herausgegeben von Sara Burkhardt und Antje Dudek.

Kunstpädagogische Knotenpunkte 04 — Materialproben

Hochschulverlag Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

ISBN
978-3-86019-127-9

Herausgeberinnen
Sara Burkhardt, Marie Newid

Redaktion
Sara Burkhardt, Marie Newid

Lektorat
Sara Burkhardt, Antje Dudek, Marie Newid

Gestaltung
Franziska Stübgen

Format/Umfang
16 × 22,5 cm, 106 Seiten, farbige Abbildungen

Sprache
Deutsch

Preis
5 EUR, ermäßigt 3 EUR

Erscheinungsjahr
2018


Rückblick: DINGWELTEN

Fachtag „Dingwelten“ an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle – über 30 interessierte und inspirierte Kunstlehrer/-innen, 3 exzellente Workshops, 1 kompletter Stromausfall, tolle Hilfe aus der Verwaltung, 200 wohlschmeckende Schnittchen von 2 engagierten studentischen Hilfskräften, viele Liter Kaffee, 1000e Regentropfen, quadratmeterweise Pappe, vielfältigstes Material, ein Lasercutter, … fabelhaft! #fachtag #burghalle #lisa #bdk #kunstunterricht #sachsenanhalt


DINGWELTEN

Fachtag Kunst+Design an der BURG

Ob Fundstücke, Modelle, kulturelle Artefakte oder Konsumartikel: in Kunst, Design und Alltag begegnen wir Dingen und Objekten gleichermaßen. Bei diesem Fachtag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle stehen unterschiedliche Formen der Annäherung an die Welt der Dinge im Mittelpunkt. Materialgebundene, experimentelle und digitale Arbeitsformen ermöglichen vielschichtige Sichtweisen auf den Umgang mit natürlichen und gestalteten Objekten im Unterricht, diese werden in Anbindung an den Lehrplan thematisiert und in Übungen praktisch erprobt.

Donnerstag, 30. August 2018, 9 Uhr bis 16 Uhr
Campus Design der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale)


Programm
09:00-10:00 Begrüßung | Einführung
10:00-12:00 Workshops 1-3
12:00-13:00 Mittagspause
13:00-15:00 Workshops 1-3
15:00-16:00 Abschlusspräsentation und -diskussion

Veranstalter
Professur für Didaktik der bildenden Kunst | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)
in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt des BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik

Konzeption und Moderation
Prof. Dr. Sara Burkhardt | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Rainer Döring | Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)
Kontakt: sburkhardt(at)burg-halle.de

Anmeldung
Der Fachtag ist als Fortbildungsangebot des LISA unter der Nr. 18L260003 gelistet.
Die Anmeldung erfolgt HIER über den Server des LISA .
Studierende können sich direkt über die BURG anmelden, die Plätze sind jedoch begrenzt. Anmeldung per Mail: sburkhardt(at)burg-halle.de

Workshops
Jede/r Teilnehmer/-in wählt einen Workshop, es ist kein Wechsel zwischen den Workshops vorgesehen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Workshop 1
Objekte scannen, schneiden, drucken
Ludwig Schilling
Im Workshop werden digitale Fertigungstechnologien praktisch erprobt. Mittels 3D-Scanner, Lasercutter oder 3D-Drucker sollen individualisierte Objekte entstehen, die von den Teilnehmenden digital gestaltet und anschließend mitgenommen werden können. Sie bekommen Einblicke, wie digitale Daten für 3D-Drucker erstellt werden, wo die Grenzen beim 3D-Scannen liegen und warum der Lasercutter bei den Studierenden das beliebteste Gerät der Werkstatt ist.
Vorkenntnisse zu CAD (Computer-Aided-Design)-Programmen oder Grafikprogrammen sind nicht notwendig, aber wenn vorhanden, dann bitte das Programm zusammen mit einem Laptop mitbringen!
Ludwig Schilling ist Produktdesigner und Leiter der „Digitalen Werkstatt“ an der BURG. Dort vermittelt er den Studierenden die Arbeit mit digitalen Fertigungstechnologien.

Workshop 2
Modelle bauen – Gestaltungsprozesse verstehen
Philipp Stingl
Dinge der materiellen Kultur prägen unseren Alltag, wir sind umgeben von gemachten Objekten. Wissen wir aber wirklich, mit was wir es zu tun haben, wenn wir jeden Tag wie selbstverständlich hunderte Dinge gebrauchen, nutzen, betrachten? Oftmals bleibt im Umgang mit den Dingen ein Gefühl der Fremdheit oder ein Eindruck der Unvollständigkeit zurück. Ein besonderer Fokus des Workshops liegt auf der Auseinandersetzung mit Form, Volumen, Silhouette, Proportion, Geometrie und Oberfläche. Ziel ist es, durch die Übersetzung von Dingen in ein anderes Material, in diesem Fall Pappe, ein tieferes Verständnis für unsere materielle Umwelt zu erlangen. Es gilt den Blick zu schärfen und ein gestalterisches Empfinden sowie ein Verständnis für Gestaltungsprozesse zu entwickeln.
Philipp Stingl studierte Industriedesign an der BURG, ist seit 2016 künstlerischer Mitarbeiter an der BURG und als freiberuflicher Industriedesigner tätig.

Workshop 3
Im Übergang. Mit den Dingen des Alltags experimentieren
Robert Hausmann und Matthias Laabs
Türklinke, Wand, Scheuerleiste, Fleck, Tischbein — ausgehend vom materiellen Ist-Zustand des Arbeitsraumes entwickeln die Teilnehmenden eigene Annäherungsmöglichkeiten an das vorhandene Rohmaterial in einer Mischung aus analog-digitalen Zugängen. In aufeinander aufbauenden handlungsorientierten Phasen werden mittels unterrichtserprobter Übungen und Experimente vorhandene sowie gefundene Dinge und Objekte des Alltags befragt, erforscht und ästhetisch verarbeitet. Verschiedene Reflexionsphasen diskutieren dabei sowohl den konkreten Einsatz als auch die Eignung der im Workshop erprobten Übungsformate und Zugänge für den Kunstunterricht.
Robert Hausmann ist Lehrer für die Fächer Kunst und Geschichte am Ökumenischen Domgymnasium Magdeburg und stellvertretender Vorsitzender des BDK e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt.
Matthias Laabs ist Studienrat für die Fächer Kunst und Geographie am Gymnasium Querfurt und erhielt 2016 den Deutschen Lehrerpreis in der Kategorie Unterricht innovativ mit dem Projekt „Was braucht dieser Ort“.


Jour Fixe: Zwischen allen Stühlen

Foto: Sara Burkhardt

Am 3. Juli 2018, 18 Uhr spricht Lars Ebert, Programmdirektor der Amsterdamer Kulturstiftung Castrum Peregrini, im Rahmen des Jour Fixe an der BURG über seine Arbeit und zeigt anhand des Begriffes der Partizipation die Spannungen zwischen internationaler und lokaler Vernetzung auf.

Privat oder öffentlich? Lokal oder international? Bildung, Kunst oder Forschung? Lars Ebert lebt und arbeitet zwischen den Bereichen. Als Programmdirektor der Kulturstiftung Castrum Peregrini arbeitet er mit Künstler/-innen und Wissenschaftler/-innen zusammen, die versuchen, das kulturelle Gedächtnis unserer Gesellschaft zu befragen. Das Stiftungsgebäude ist auch das Zuhause von Lars Ebert, das private und das öffentliche Wirken fließen hier ineinander.

Diese lokale Perspektive steht in einem Spannungsverhältnis zu seiner Arbeit im Netzwerk ELIA – European League of Institutes of the Arts, in dem sich Kunsthochschulen international organisieren. Dieses Spannungsverhältnis bietet Chancen. Lars Ebert zeigt am Beispiel des Projektes European Academy of Participation auf, wie die Zusammenarbeit von Kultur- und Bildungsinstitutionen auf internationaler Ebene überraschende Perspektiven schaffen kann.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 3. Juli 2018 um 18 Uhr im Seminarraum in der Burg Bibliothek, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale) statt. Gäste sind willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


erreger– | EIGEN frequenz

Vorbereitendes Meeting zur Ausstellung
Studierende und Alumni der Kunstpädagogik
Foto: Etienne Dietzel

Ausstellung und Veranstaltungsreihe vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 zur Wahrnehmung, Vermittlung und Sichtbarkeit von Geben, Nehmen und Weitergeben

Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. Beides waren Schwerpunktthemen in der Lehre von Prof. Una H. Moehrke, Professorin für Kunsterziehung/Kunstpädagogik/Bildnerische Grundlagen/Bildende Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm ist die letzte Präsentation Moehrkes im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit, da sie zum Ende dieses Sommersemesters 2018 aus dem aktiven Hochschuldienst ausscheiden wird.

Die Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz zeigt im Zusammenspiel mit den Arbeiten der Professorin insgesamt 27 unterschiedliche Positionen. Diese werden in zwei nacheinander folgenden Inszenierungen präsentiert. Der Umbau wird am 29. Mai 2018 öffentlich erfolgen und die Ausstellungspräsentation als kommunikativen Akt erfahrbar machen. Die Ausstellung bringt Werke von Saskia Albrecht, Ulf Aminde, Anne-Lena Fuchs, Theo Huber, Irmela Gertsen, Marie Gülzow, Annegret Jürgens, Marcus Kobert, Nele Kraus, Georg Lisek, Saskia Macher, Lukas Paul Meya, Una H. Moehrke, Julia Miorin, Marie Newid, Naomi Pietros, Julian Plodek, Elisabeth Rändel, Jochen Schneider, Viktor Sobek, Hannah Schwarz-Wissel, Lisa Schwermer-Funke, Judith Tschernitschek, Henrik Urbainczyk, Luise von Rohden, Axel Winter, Franziska Paula Wolber und Ella Ziegler zusammen.

Die zentralen Themen der Lehre Moehrkes kreisen um verschiedene Fragen: Wie entzünden sich die Exponate gegenseitig? Welchen Respons lösen sie aus? Wie wird studiert und wie gelehrt oder anders formuliert: Was geben Studierende, was Lehrende, und was nehmen beide? Diesen Impulsen wird in den vielen Begleitformaten zur Ausstellung intensiv nachgegangen.

In ihrem eigenen Werk ist die Professorin sehr vielseitig: In ihren neuen, in der Ausstellung gezeigten Bildern, widmet sie sich der Frage nach Erscheinen und Verschwinden in einer Malerei, die versucht, Abstraktion und Reduktion bis zur Immaterialität zu führen. Mit zwei Hörstationen werden die von Moehrke verfassten Texte, die zwischen Dada und Kunstphilosophie changieren, ebenfalls in der Ausstellung erfahrbar.
Die studentischen Arbeiten und die der Absolventen lassen erkennen, wie inspirierend diese Arbeitsweise wirkte. So wagen beispielsweise die Bilder von Student Marcus Kobert den Spagat zwischen Abstraktion und kunstgeschichtlichem Zitat. Auf diese Weise soll ein Gegenwarts- und zugleich Geschichtsbezug in seiner Malerei hergestellt werden. Ulf Aminde, Künstler, Filmemacher, Lehrender sowie Absolvent der BURG, zeigt seinen 2009 produzierten Film Frontalunterricht, der im Rahmen eines Workshops mit Jugendlichen entstand. Diese verweigerten zunächst die Zusammenarbeit. Erst als er die Gruppe auf die Probebühne holt und die Aufgabe stellt, vor laufender Kamera Ulf Aminde zu spielen, geben die Jugendlichen ihre abweisende Haltung sukzessive auf. Als experimenteller Tüftler, Künstler und zugleich Chemiker befasst sich der Student Henrik Urbainaiczyk mit dem Prinzip der Übersetzung. Seine Werke machen die Übertragung zwischen und innerhalb verschiedener Medien und Materialien hörbar und übersetzen diese auch visuell. Auch der Ausstellungstitel verweist auf die Beziehungen von Ursprung und Wirkung: Studentin Saskia Albrecht hat diese Relation in ihrer in der Schau gezeigten Position mit der sprachlichen Formel erreger- | EIGEN frequenz sinngemäß aufgestellt und zusammengebracht, wofür die Gesamtschau stehen soll.

Während der Ausstellung wird der Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern sowie deren Teilhabe Teil des Gesamtkonzepts. So finden ein Ausstellungs-Camp, Diskussionen im Picknickformat sowie diverse Führungen, Performances und Konzerte statt und die zentralen Themen der Schau – Kommunikation, Wahrnehmung und Vermittlung – werden auch räumlich sichtbar und erfahrbar in das Zentrum der Ausstellung gerückt. Die vielfältigen Aktionen und Vermittlungsangebote in und um die Ausstellung sollen Ausnahmesituationen schaffen, in denen Routinen aufgebrochen werden.
Der eigens für die Ausstellung erstellte Blog www.burg-halle.de/erregereigenfrequenz gibt darüber hinaus Einblicke in die Prozesse des Projekts.

Una H. Moerhke
Das Werk von Una H. Moehrke, Professorin für Kunsterziehung/Kunstpädagogik/Bildnerische Grundlagen/Bildende Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, umfasst Malerei und Zeichnung, Textarbeiten und Performances. Moehrke, 1953 in Hannover geboren, studierte in Berlin Malerei, Kunstgeschichte und Philosophie und hält seit 1994 ihre Professur an der BURG in den Studiengängen Kunst (Lehramt) und Kunstpädagogik im Fachbereich Kunst inne.

erreger- | EIGEN frequenz
Ausstellungsdauer: 17. Mai bis 10. Juni 2018
Erste Eröffnung: Mittwoch, 16. Mai 2018, 18 Uhr. Begrüßung durch Prof. Dr. Sara Burkhardt, Prorektorin der BURG, Einführung durch Dr. Jule Reuter, Kuratorin der Burg Galerie im Volkspark sowie Beiträge von Helmut Bieler-Wendt und Prof. Dr. Susanne Pfleger, Direktorin Städtische Galerie Wolfsburg.
Zweite Eröffnung: Mittwoch, 30. Mai 2018, 18 Uhr: Gespräch mit Juliane Schickedanz, Kuration und Kunstvermittlung im Rahmen der Picknick-Veranstaltungen
Finissage: Samstag, 9. Juni 2018, 18 Uhr: Release der Ausstellungsdokumentation. Musikalischer Beitrag durch Gudrun Ravens, Performance-Konzert von Theo Huber

Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Öffnungszeiten: täglich von 14 bis 19 Uhr
Eintritt: Der Eintritt, auch zu allen Begleitveranstaltungen, ist kostenfrei.

Weitere Informationen: www.burg-halle.de/galerie
Blog zur Ausstellung: www.burg-halle.de/erregereigenfrequenz

Interview mit Una H. Moehrke: https://radiocorax.de/erreger-eigen-frequenz/


Interdisziplinäres Forum: Zur Materialität des Lernens

4 – Papier

19. April 2018, 16-18 Uhr
Materialsammlung der BURG
Bibliothek, Campus Design, Neuwerk 7

Wir beginnen mit einer Einführung in die Materialsammlung. Im Mittelpunkt steht dann ein ganz besonderes Papier. Nach einer gemeinsamen didaktischen Reflexion wird Prof. Dr. Sara Burkhardt eine Unterrichtssituation zur Diskussion stellen.

Wir laden Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende aller Lehrämter und Fachrichtungen sehr herzlich zum interdisziplinären Diskurs ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Veranstaltungsreihe:

Hohe Anteile des Unterrichts in vielen Fächern und in allen Altersstufen bestehen aus der Arbeit mit Materialien unterschiedlicher Art, wie beispielsweise die Freiarbeit mit Lernmaterialien, die Durchführung von Experimenten im Physikunterricht, Materialerkundungen im Kunstunterricht oder die Gestaltung von Präsentationen. In all diese Schülertätigkeiten sind Objekte einbezogen – entweder in didaktischer Funktion oder in ihrer unmittelbaren Materialität im Kontext des Handelns von Schülerinnen und Schülern.
Die Unterrichtsforschung und auch die fallorientierte kasuistische Lehrerbildung beziehen sich allerdings bislang meistens auf die Analyse von Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Schüler/-innen. Bei den Daten handelt es sich in der Regel um Verbaldaten und beim Untersuchungsgegenstand um sprachliche Interaktion. Mit einem solchen Analysefokus geraten materialorientierte Formen des Lehrens und Lernens weniger in den Blick. In jüngster Zeit gibt es in der qualitativen Unterrichtsforschung aber eine neue Aufmerksamkeit für die „Dinge des Wissens“ (Röhl 2013) und die „Materialität des Lernens“ (z.B. ZISU 2015). Daran will diese Veranstaltungsreihe anschließen und nach der Bedeutung von Objekten, Dingen und Materialität im Kontext von Unterricht fragen.
Vor dem Hintergrund verschiedener Fachdidaktiken werden jeweils ein spezifisches (Lern-)Objekt und dazu gehörige Beobachtungen aus dem Unterricht in den Mittelpunkt gestellt. Nach einem Input zu dem jeweiligen Objekt im Unterrichtskontext gilt die gemeinsame Reflexion der Erschließung des spezifischen didaktischen oder auch pädagogischen Potenzials dieses Objektes. In dieser Weise kann – durchaus im Sinne kasuistischen Lernens und Forschens – allgemein und interdisziplinär über eine Materialität des Lernens nachgedacht werden.

Aktuelles zum Forum: http://www.burg-halle.de/materialforum

Eine Veranstaltungsreihe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Verantwortlich:

Prof. Dr. Georg Breidenstein
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Sara Burkhardt
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Didaktik der bildenden Kunst

Prof. Dr. Thorid Rabe
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Didaktik der Physik

Miriam Schöps
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, KALEI, Team Lernwerkstatt


Noch bis zum 11.3. anmelden: Eignungsprüfung an der BURG

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ist eine moderne Kunst- und Designhochschule, die Elemente einer Hochschule für Gestaltung, einer Kunstakademie und einer Medienhochschule miteinander verbindet. Sie erfreut sich eines internationalen Renommees und verfügt über gut ausgestattete Ateliers und Werkstätten für nahezu alle technischen und handwerklichen Verfahren.

In den Studiengängen Malerei/Grafik und Plastik im Fachbereich Kunst beträgt die Regelstudienzeit zehn Semester. Das Studium schließt mit dem Diplom für Bildende Kunst ab. Der Studiengang Kunst (Lehramt) schließt mit einem Staatsexamen ab. Die Regelstudienzeit beträgt beim Lehramt an Gymnasien zehn und beim Lehramt an Sekundarschulen neun Semester.

Der Fachbereich Design bietet Bachelor- und Master-Studienprogramme an. Der Bachelor an der BURG mit dem Abschluss B.A. wird nach acht Semestern abgeschlossen. Ein sich daran anschließendes Masterstudium dauert zwei Semester, ein Masterstudium in einer anderen Designdisziplin wird in der Regel in vier Semestern absolviert.

Für alle Studiengänge gilt, dass neben dem Fachstudium immer auch eine intensive Grundlagenausbildung sowie design- bzw. kunstwissenschaftliche Anteile zum Curriculum gehören.

Studienvoraussetzungen sind die Allgemeine Hochschulreife, je nach Studiengang unterschiedliche Nachweise von praktisch-handwerklichen Kenntnissen und eine erfolgreich abgelegte hochschulinterne Eignungsprüfung. Ausländische Bewerber/-innen müssen deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Die Eignungsprüfungen für die Diplom- und Bachelorstudiengänge finden dieses Jahr vom 19. bis 24. März statt.

Anmeldeschluss für die nächste Eignungsprüfung ist der 11. März 2018.

Für die Aufnahme eines Masterstudiums gelten besondere Regeln. Bewerbungsschluss für die Aufnahmeprüfung in den Masterstudiengängen ist der 15. Mai für das darauf folgende Wintersemester, bzw. für den Studiengang Multimedia Design auch der 15. November für das folgende Sommersemester.