Das Loch im Zaun

Mit der Erkenntnis, dass der uns umgebende Raum endlich ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten der Blick auf den Garten verändert. Die Grenzen des Gartens sind durchlässig geworden — in beide Richtungen. Tiere und Pflanzen überwinden die von Menschen gemachten Begrenzungen, Gärtnerinnen und Gärtner bewegen sich in den Stadtraum hinein: Der Garten ist in Bewegung geraten.
Gärten ermöglichen Visionen von gesellschaftlichem Zusammenleben. Zum einen geht es um Verantwortung gegenüber Umwelt und Ressourcen, gleichzeitig bedeutet Gestaltung von Gärten aber auch eine Schulung der Wahrnehmung und der produktiven Kulturkompetenz. Und nicht zuletzt geht es bei Gärten um Genussfähigkeit, um ein spielerisches Erkunden der Natur, um Geschmacks- und Identitätsbildung.
Im Beitrag wird der Garten aus kunstpädagogischer Perspektive betrachtet: Welche ästhetischen Erfahrungen ermöglichen Gärten? Welche Rolle spielen Gärten als Lernorte? Welche Möglichkeiten der Gestaltung bieten sie im schulischen Kontext? Tragen Gärten immer schon einen Entwurf von Gesellschaft in sich? Und wie zeigt sich dieser?


Das Loch im Zaun. Ein kunstpädagogischer Blick auf den Garten.
In: Thumfart, Alexander; Hollstein, Bettina; Tänzer, Sandra (Hg.): Gärten. Von der Naturbeherrschung zur gesellschaftlichen Utopie. Göttingen: Wallstein Verlag, 2022. S. 203-222.

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