AUFTISCHEN & VERTUSCHEN

Praktiken des (Un)Sichtbarmachens

Eine transdisziplinäre Tagung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle am 28. und 29. Oktober 2021

Täglich erleben wir, dass uns jemand etwas weismachen will, dass etwas zum direkten Konsum oder als einfache Lösung serviert wird. Wir werden umworben und sollen verführt werden – sei es von der Werbung oder durch populistische Meinungsmache –, um uns eine bestimmte Interpretation der Dinge und Geschehnisse zu suggerieren. Solcherlei Aufgetischtes verschafft eine scheinbare Übersicht und beruhigt in seiner Zugänglichkeit, verstört aber auch in seiner Aufdringlichkeit.
Handlungen des Auftischens und Vertuschens korrelieren mit Praktiken des Sichtbar- und Unsichtbarmachens. Einerseits handelt es sich um Strategien der Manipulation. Andererseits lässt sich das Auftischen auch umdeuten zu Akten der Aufklärung, indem etwas aufgedeckt oder die Schichtungen in neuem Licht gezeigt werden.
Im Fokus der Tagung steht die Befragung der Wirksamkeit von Verhaltensweisen und Handlungen des Auftischens & Vertuschens, die sich janusköpfig in Literatur und Kunst, in Politik und Gesellschaft eingeschrieben haben. Dabei sollen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven Strategien, Operationen und Praktiken der Suggestionen des Sichtbaren betrachtet und gemeinsam diskutiert werden.

Programm

Donnerstag, 28. Oktober 2021

13:30 ● Begrüßung

HINTER DEN ABSICHTEN. VOR DEN ERKENNTNISSEN

14:00 ● Einführung
Dr. Sara Burkhardt, Professorin für Didaktik der bildenden Kunst, BURG

14:10 ● Räume des (Un)Bestimmten. Kollektive Erkenntnisprozesse im Zusammenspiel unterschiedlicher Institutionen
Dr. Christine Heil, Professorin für Kunstdidaktik und Bildungswissenschaften, HBK Braunschweig

In forschenden Praktiken werden Relationen von bisherigem und neuem Wissen behauptet, hergestellt und verschoben. Das Spiel zwischen Bestimmtem und Ungewissem macht Dinge erst fraglich und provoziert Neugierde. Solche Räume des (Un)Bestimmten können gemeinsam mit Akteur*innen unterschiedlicher Institutionen zwischen und mit Kunst, Schule und Studium hergestellt werden. Jede Institution bringt Spielregeln des Verhaltens, Machtstrukturen, Wissensbestände und Sinngefüge mit sich. Welche Arten von Erkenntnis und Erfahrung kann entstehen und was davon ist dokumentierbar?

Dr. Christine Heil ist Professorin für Kunstdidaktik und Bildungswissenschaften an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsräume und deren empirische Erforschung, forschendes Lernen und Studieren, Institutionsentwicklung, Diskriminierungskritik und Konstruktion von Normalität.

15:05 Kunstpädagogik an den Rändern der Sichtbarkeit
Dr. Alexander Henschel, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kunst und visuelle Kultur der Universität Oldenburg

Kombinationen aus Kunst und Pädagogik, Vermittlung und Kunst werden in sozialen Räumen realisiert, die selten im Licht großer Aufmerksamkeit stehen. Dies gilt für das Fach Kunst in der Schule ebenso wie für pädagogische Arbeit im Kunstbetrieb. Diese Verhältnisse sind – insbesondere in Deutschland – institutionalisiert und lassen sich sozialhistorisch und logisch begründen. Wie sich aber zu dieser Tradition verhalten? Sollte es für Kunstpädagog*innen darum gehen, sich um Sichtbarkeit zu bemühen oder gilt es, den unbeachteten Raum für die eigene Agenda zu nutzen?

Dr. Alexander Henschel studierte Erziehungswissenschaft, Kunst, Kunstpädagogik und Philosophie in Halle (Saale) und Mannheim. Er promovierte im Rahmen des Doktoratsprogramms Art Education und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lektor an den Universitäten Bremen und Hildesheim, als Gastprofessor an der HFBK in Hamburg, derzeit als Lehrkraft für Kunstpädagogik und Kunstvermittlung an der Universität Oldenburg sowie als Lehrbeauftragter an der UdK in Berlin. Seine Forschung und Lehre richtet sich auf institutionelle Settings sowie sozialhistorische Perspektiven von Kunstpädagogik und Kunstvermittlung – Ausgangspunkt ist die Annahme unabschließbarer Komplexität der Verhältnisse zwischen Kunst, Pädagogik und Gesellschaft.

16:30(Un)sichtbare Zukünfte. Spekulative Explorationen im Noch-Nicht
Robert Hausmann Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Didaktik der bildenden Kunst, BURG

Eine (post-)pandemische Gegenwart zeigt die Unbestimmtheiten von Zukunft auf drastische Weise. Zukunftsbilder bröckeln, veränderte Konstellationen und neue Verwicklungen scheinen auf. Künstler*innen und transdisziplinäre Kollektive spekulieren, erkunden, testen: »How will we live together?« Der Beitrag knüpft an diese Frage der Architekturbiennale Venedig 2021 an und beleuchtet sie aus (kunst-)pädagogischer Perspektive: Wer ist »wir«? Wie lässt sich etwas erkunden, das noch nicht ist? Wie können kunstpädagogische Prozesse zu Explorationsräumen und Testzonen für Zukünfte werden?

Robert Hausmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Didaktik der bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Zukunftsentwürfe aktueller Kunst, Updates für eine gegenwärtige Kunstpädagogik der Zukunft, Prototypen – kunstpädagogisches Handeln in einer Gegenwart der Digitalität, aktuelle Medienkultur und Bildungstheorien.

17:25  Von Zuwendung und Abwendung. Herausforderungen im Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Institution Schule
Dr. Anja Besand Professorin für Didaktik der politischen Bildung, TU Dresden

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Geschichtsrevisionismus kommen auch in der Institution Schule vor. Lernende und Lehrende sind in der Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen nicht nur Opfer, sondern vielfach auch Täter*innen. Aber welche Mechanismen entscheiden darüber ob die Herausforderungen institutionell bearbeitet werden? Wann wenden wir uns den Problemen zu – und wann wenden wir uns ab – und warum?

Anja Besand, ist Professorin für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden und Direktorin der John Dewey Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie.

Freitag, 29. Oktober 2021

STRATEGIEN DES VERSCHLEIERNS UND ENTHÜLLENS

9:00 ● Einführung
Dr. Nike Bätzner Professorin für Kunstgeschichte, BURG

9:10 ● Abstraktion als Maske: Bildformen larvierter Angst – Munch, Kandinsky, Dix
Dr. Christiane Kruse Professorin für Kunstgeschichte, Muthesius Kunsthochschule Kiel

Der Vortrag geht von der Beobachtung aus, dass sich um 1900 Angst nicht mehr nur figurativ-gegenständlich, sondern in abstrakten Bildformen äußern kann. Munchs „Der Schrei“ ist eine zur Bildformel erstarrte Maske der Angst, ein inneres Spiegelbild und kein individuelles Gesicht. Die Maskenform erscheint in ihrer basalen, paradoxalen Form: sie verbirgt die äußere Gestalt, das Ich, um innere Angst zu zeigen. Kandinsky rechnet Angst zu den „niederen Gefühlen“ und entwirft eine abstrakte Utopie der Angstüberwindung. Dix schließlich findet als Kriegsteilnehmer in seinem Feldtagebuch eine abstrakte Formel der theoretischen Distanznahme vom Kriegsgeschehen. In dem Vortrag werden Bilder und Texte als „Larven der Angst“ in ihren Kontexten untersucht.

Dr. habil. Christiane Kruse, Professorin für Kunstgeschichte und Visuelle Kulturen an der Muthesius KH Kiel, war 2010/11 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin; 2002 erfolgte die Habilitation an der Universität Konstanz im SFB „Literatur und Anthropologie“ (Wozu Menschen malen. Historische Begründungen eines Bildmediums, München 2002; Forschungsschwerpunkte: Bild-Anthropologie, Rezeptionsästhetik und -theorie, Kunst und Bilder in historischen und zeitgenössischen kulturellen Kontexten und Praxen; Abstraktion und Angst um 1900. Neue Publikationen: Welterschaffung – Kunstvernichtung. Kunst in Zeiten der Bilder, Berlin 2020; Bildagenten. Historische und zeitgenössische Bildpraxen in globalen Kulturen, München 2021; Kunst an den Rändern. Wie aus Bildern und Objekten Kunst werden kann, hg. C. Kruse / A. Frye, Berlin und Boston 2021.

10:05 ● Staging Silence
Hans Op de Beeck Künstler, Brüssel

Hans Op de Beeck produces large installations, sculptures, films, drawings, paintings, photographs and texts. His work is a reflection on our complex society and the universal questions of meaning and mortality that resonate within it. He regards man as a being who stages the world around him in a tragi-comic way. Above all, Op de Beeck is keen to stimulate the viewers’ senses, and invite them to really experience the image. He seeks to create a form of visual fiction that delivers a moment of wonder and silence.
Over the past twenty years Op de Beeck realised numerous monumental ‘sensorial’ installations, in which he evoked what he describes as ‘visual fictions’: tactile deserted spaces as an empty set for the viewer to walk through or sit down in, sculpted havens for introspection. In many of his films though, in contrast with those depopulated spaces, he prominently depicts anonymous characters.

Hans Op de Beeck was born in Turnhout in 1969. He lives and works in Brussels, Belgium. Op de Beeck has shown his work extensively in solo and group exhibitions around the world. His work was invited for the Venice Biennale, Venice, IT; the Shanghai Biennale, Shanghai, CN; the Aichi Triennale, Aichi, JP; the Singapore Biennale, Singapore, SG; Art Summer University, Tate Modern, London, GB; the Kochi-Muziris Biennale, IN; Art Basel Miami Beach, US; Art Basel Unlimited, Basel, CH; Setouchi Triennale, Shodoshima, JP;and many other art events.

11:30 ● Louise Bourgeois’ Cells. Der intime Raum im Spannungsfeld von Zeigen und Verbergen
Charlotte Silbermann Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kunstgeschichte, BURG

In der Literatur über Louise Bourgeois herrscht Einstimmigkeit darüber, dass es in den Arbeiten der Künstlerin um Geheimnisse geht. Aber werden diese nun gelüftet oder stehen wir vor verschlossenen Türen? Zeigt sich lediglich das berühmte Feigenblatt der Kunst, auf das Intime verweisend, es aber zugleich versteckend? Im Tagungsbeitrag sollen die künstlerischen Strategien der Ambivalenz von Zeigen und Verbergen im Kontext von Interieur und Rauminstallation am Beispiel von Louise Bourgeois’ Cells genauer betrachtet werden.

Charlotte Silbermann absolvierte 2015 ihren Master in Vergleichender Literatur- und Kunstwissenschaft an der Universität Potsdam. Von 2010 bis 2018 war sie als Kunstvermittlerin tätig. Nach dem Studium arbeitete sie als Studiomanagerin und schreibt seit 2014 als freie Autorin u.a. für Der Freitag und das Kunstmagazin Monopol. Seit 2019 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kunstgeschichte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und promoviert hier zum Thema Neuer Materialismus in den Bildenden Künsten.

12:25 ● Von vertikalen Hüllen zu horizontaler Entfaltung
Max Schwitalla Architekt, Berlin

Seitdem der Mensch die Höhlen verlassen hat, beruht die Produktion von Architektur meistens auf der Annahme, dass man Innenraum umhüllen soll. Was wäre, wenn wir – vor dem Hintergrund des drängenden globalen Bedarfs an urbaner Verdichtung im menschlichen Maßstab – stattdessen Außenräume ‚aushöhlen‘ würden? Dafür wäre der Fluss von Licht, Luft und Menschen als subtraktives Gestaltungsprinzip geeignet.

Max Schwitalla, geb. 1980, Architekturstudium 2000-2006 an der Universität Stuttgart und ETH Zürich mit Abschluss Dipl. Arch. ETH. / Master of Science ETH. 2004-2005 Mitarbeit bei Rem Koolhaas/OMA in Rotterdam und NYC. 2007–2011 Freier Mitarbeiter bei GRAFT in L.A. und Berlin sowie bei HENN, Berlin als Entwurfsarchitekt u.a. verantwortlich für Großprojekte in China. 2012 Gründung Studio Schwitalla in Berlin mit dem Design- und Forschungsschwerpunkt zukünftige urbane Mobilität und Stadtentwicklung. Kooperationen mit Forschungspartnern und Mobilitätsexperten wie Schindler Aufzüge, Ebikon; Audi, Ingolstadt; e.GO Mobile, Aachen und Fraunhofer IAO/CERRI, Berlin. Internationale Vortragstätigkeit, Workshops, Publikationen sowie Entwicklung von Dome-Filmen.

13:30  Mittagspause

VERHEIMLICHEN UND VERBERGEN. MANÖVER DER ABLENKUNG

14:30 ● Einführung
Dr. Mirjam Schaub Professorin für Philosophie, BURG

14:40 ● Diderot und die Kunst der Mystifikation
Dr. Robert Fajen Professor für Romanistik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die französischen philosophes der Aufklärung sind Meister der Verstellung, der unmerklichen Ablenkungsmanöver und virtuosen Versteckspiele. Dazu zwingen sie die Mechanismen der Zensur ebenso wie die komplizierten Abhängigkeitsverhältnisse, die sie mit den Mächtigen verbinden. Wer riskant denken und Unerhörtes schreiben will, muss genau wissen, wie er andere dazu bringen kann, sich auf dieses Neue einzulassen – ohne dass sie es bemerkten. Keiner beherrschte diese Kunst besser als Denis Diderot.

Prof. Dr. Robert Fajen, geb. 1969; Studium der Romanistik und Germanistik an den Universitäten Würzburg, Nantes und Konstanz; 2001: Promotion mit einer mediävistischen Arbeit: „Die Lanze und die Feder. Untersuchungen zum ‚Livre du Chevalier errant‘ von Thomas III., Markgraf von Saluzzo“, erschienen 2003 im Reichert-Verlag und ausgezeichnet mit dem Elise-Richter-Preis des Deutschen Romanistenverbandes; 2005-2006 Stipendiat des Deutschen Studienzentrums; 2009: Habilitation mit einer Arbeit über die venezianische Literatur des 18 Jahrhunderts: „Die Verwandlung der Stadt. Venedig und die Literatur im 18. Jahrhundert“, erschienen 2013 bei Wilhelm Fink und 2015 mit dem Hugo Friedrich und Erich Köhler-Preis der Universität Freiburg i. Br. ausgezeichnet. Seit 2010 ist er Professor für französische und italienische Literaturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, seit 2018 Dekan der Philosophischen Fakultät II.

15:35 ● Doppelcodierungen. Zeigen und Verdecken, Mythopoiesis und Bildforensik
Dr. Anselm Franke Leiter Abteilung Bildende Kunst und Film, Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Eine Bestandsaufnahme aus der kuratorischen Praxis und Kommentar zur Krise der Bildwissenschaften entlang der Frage: Wie lässt sich das Verhältnis von Aby Warburg und Forensic Architecture beschreiben? Forensic Architecture nutzt die Möglichkeiten digitaler Daten um von Staaten ausgeübte Gewalt sichtbar und gerichtbar zu machen. Aby Warburg gelangen einige beeindruckende Rekonstruktionen der historischen Wanderstrassen von Ikonographie, zugleich aber war es ihm auch um die mythopoeitische Kraft von Bildern gelegen, um die Ikonologie „in statu nascendi“. Lässt sich der politische Raum zwischen diesen Bildfunktionen beschreiben?

Anselm Franke ist Leiter der Abteilung Bildende Kunst und Film am Haus der Kulturen der Welt, HKW Berlin. Zuletzt kuratierte er dort „Investigative Commons“ mit Forensic Architecture u.a., sowie die Gruppenausstellung „Illiberal Arts“ (mit Kerstin Stakemeier). Im Dezember organisiert er zusammen mit David Wengrow, Carolyn Christov-Bakargiev und Erhard Schüttpelz das internationale Symposium „Beneath Image and Script. Cosmogony and Conflict in Image Systems“ im Castello di Rivoli in Turin. 

17:00 ● Erscheinen und Verschwinden. Zum modernen Mythos der aufgeklärten Zauberei
Dr. Iris Dankemeyer Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Philosophie, BURG

Manipulation ist ein Beruf. Ablenkungsmanöver sind die Hauptbeschäftigung der Zauberei, Erscheinen und Verschwinden ihre zentralen Techniken. Die Kunst der Täuschung grenzt sich traditionell von der archaischen Magie ab, die Zauberer der bürgerlichen Epoche verstanden sich explizit als Aufklärer mit wissenschaftlichem Weltbild. Der Vortrag zeigt, wie die Zauberei zum Magiebegriff der Anthropologie beitrug und warum Fortschrittsglaube auch Aberglaube ist.

Iris Dankemeyer studierte Literatur, Philosophie und Soziologie in Hannover und Berlin. Sie promovierte mit einer Arbeit über Musik und Erotik und ist seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Philosophie an der Burg Kunsthochschule Giebichenstein Halle.

17:55 ● Stereophoner Werkstattbericht. Puschkin, der Fall Relotius und die kaukasische Schneefrau: Aus der Praxis des Entbergens
Alexander Smoltczyk Reporter, DER SPIEGEL und Maurice Weiss Fotograf, Agentur Ostkreuz

Die Reportage ist vollkommenes Kunstprodukt mit dem Anspruch auf Stimmigkeit mehr noch als Authentizität. Der Brief auf dem Tisch muss Geheimnis bleiben, man darf ihn zeigen, doch nicht öffnen. Wie umgehen mit Bilder- und Sprechverboten? Wie das Unsichtbare zeigen und die Spuren zu lesen verstehen, alles in der Maschinerie eines Referenzmediums?

Alexander Smoltczyk studierte Philosophie, Agrarökonomie und Volkswirtschaft in Berlin und Montpellier. Seit 1998 ist er Reporter beim Spiegel, arbeitete als Korrespondent in Paris, Rom, Abu Dhabi und jetzt in Lissabon. Maurice Weiss, geboren in Perpignan, ist Mitgründer der Fotografen-Agentur Ostkreuz. Beide arbeiten seit 30 Jahren als Reportage-Team zusammen, u.a. für taz, Wochenpost, geo, Zeitmagazin und vor allem für den Spiegel. Ihr Film „Endstation Bataclan“ wurde für den Grimme-Preis nominiert und mit dem evangelischen Medienpreis ausgezeichnet. Diverse Buchveröfftlichungen, zuletzt  „Vatikanistan“, „Ein Sommer wie seither kein anderer“, „Ken Adam – von Berlin nach Hollywood“.

18:50 ● Abschlussdiskussion

19:30 ● Ende der Tagung



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