Interdisziplinäres Forum: Zur Materialität des Lernens

19. Januar 2018, 12-14 Uhr
Lernwerkstatt 
im Haus 31, Franckesche Stiftungen zu Halle

Im Mittelpunkt der dritten Veranstaltung stehen Knete, Strohhalm, Flasche und ein wenig Wasser. Nach einer gemeinsamen didaktischen Reflexion der Gegenstände wird die Dokumentation einer konkreten Handlungssituation mit und an diesen Gegenständen zur Diskussion gestellt.

Wir laden Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende aller Lehrämter und Fachrichtungen sehr herzlich zum interdisziplinären Diskurs ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Veranstaltungsreihe:

Hohe Anteile des Unterrichts in vielen Fächern und in allen Altersstufen bestehen aus der Arbeit mit Materialien unterschiedlicher Art, wie beispielsweise die Freiarbeit mit Lernmaterialien, die Durchführung von Experimenten im Physikunterricht, Materialerkundungen im Kunstunterricht oder die Gestaltung von Präsentationen. In all diese Schülertätigkeiten sind Objekte einbezogen – entweder in didaktischer Funktion oder in ihrer unmittelbaren Materialität im Kontext des Handelns von Schülerinnen und Schülern.
Die Unterrichtsforschung und auch die fallorientierte kasuistische Lehrerbildung beziehen sich allerdings bislang meistens auf die Analyse von Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Schüler/-innen. Bei den Daten handelt es sich in der Regel um Verbaldaten und beim Untersuchungsgegenstand um sprachliche Interaktion. Mit einem solchen Analysefokus geraten materialorientierte Formen des Lehrens und Lernens weniger in den Blick. In jüngster Zeit gibt es in der qualitativen Unterrichtsforschung aber eine neue Aufmerksamkeit für die „Dinge des Wissens“ (Röhl 2013) und die „Materialität des Lernens“ (z.B. ZISU 2015). Daran will diese Veranstaltungsreihe anschließen und nach der Bedeutung von Objekten, Dingen und Materialität im Kontext von Unterricht fragen.
Vor dem Hintergrund verschiedener Fachdidaktiken werden jeweils ein spezifisches (Lern-)Objekt und dazu gehörige Beobachtungen aus dem Unterricht in den Mittelpunkt gestellt. Nach einem Input zu dem jeweiligen Objekt im Unterrichtskontext gilt die gemeinsame Reflexion der Erschließung des spezifischen didaktischen oder auch pädagogischen Potenzials dieses Objektes. In dieser Weise kann – durchaus im Sinne kasuistischen Lernens und Forschens – allgemein und interdisziplinär über eine Materialität des Lernens nachgedacht werden.

Eine Veranstaltungsreihe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Verantwortlich:

Prof. Dr. Georg Breidenstein
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Erziehungswissenschaft

Prof. Dr. Sara Burkhardt
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Didaktik der bildenden Kunst

Prof. Dr. Thorid Rabe
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Didaktik der Physik

Miriam Schöps
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, KALEI, Team Lernwerkstatt

 

 

 


KpK. Kunstpädagogisches Kolloquium

Mittwoch, 17. Januar 2018
10.15-11.45 Uhr
Hermes, Seminarraum 1. Etage

Kunstprojekte am Neuen Städtischen Gymnasium

Studierende der Kunstpädagogik stellen Konzepte vor, die sie in Workshops im Rahmen der Kunstmodule am Neuen Städtischen Gymnasium in Halle erprobt haben. Sie berichten von der praktischen Umsetzung und ihren Erfahrungen mit Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen. Im anschließenden gemeinsamen Gespräch sollen Fragen, Probleme und Erkenntnisse thematisiert und diskutiert werden.

Alle Studierenden sind herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

KpK. Kunstpädagogisches Kolloquium

Wir laden alle Studierenden der kunstpädagogischen Studiengänge zum Kolloquium ein. Im Prozess befindliche Abschlussarbeiten mit kunstdidaktischem Schwerpunkt werden hier präsentiert und diskutiert. Im produktiven Austausch über kunstpädagogische Fragestellungen schärfen Präsentierende ihre Methoden, Ansätze und Fragen. Die anderen Teilnehmenden gewinnen Einblicke in den Arbeitsprozess und wir tauschen uns über Methoden wissenschaftlichen Arbeitens aus.