HEUTE: 9 SELBSTKONZEPT

Aushang_Selbstkonzept

29.01.2015
Öffentliche Ringvorlesung
1-9 Kunstpädagogische Begriffe
9 SELBSTKONZEPT
Prof. Dr. Barbara Bader und Annette Hermann (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)

Do 18:15-19:45 Uhr
Villa Neuwerk, Raum 102
Neuwerk 7
06108 Halle

Die Berufswahltheorie geht davon aus, dass Menschen sich Umwelten aussuchen, die ihren Einstellungen, Werten, Interessen und Fähigkeiten entsprechen. Das Selbstkonzept bildet dabei Ausgangspunkt und Treiber bezüglich der Herbeiführung dieser angestrebten Kongruenz. So werden Lehramtskandidat/-innen in der Forschung zum Lehrerberuf gemeinhin als sozial, künstlerisch-sprachlich und unternehmerisch orientierte Persönlichkeiten beschrieben, wobei das Soziale als primäre Ausprägung gilt.
Wir fragen: trifft dies tatsächlich auch auf Studierende im künstlerischen Lehramt zu?
Erste Ergebnisse unserer aktuellen lebensgeschichtlichen Untersuchungen an der Stuttgarter Akademie weisen eher auf Doppelselbstkonzepte hin, in welchen die soziale und die gestalterisch-künstlerische Dimension in einem dynamischen Wechselspiel stehen.
Im Zentrum unseres Vortrags wird sodann auch das Verhältnis von Selbstkonzept und Studienwahl bzw. Selbstkonzept und künstlerischer Ausbildung stehen.

Barbara Bader
Dr. phil., Professorin für Bildungswissenschaften und Fachdidaktik Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Studium der Kunstpädagogik an der Universität Bern, Illustration an der Akademie Prag und Kunstgeschichte an der Universität Oxford. Arbeitsschwerpunkte: Biografieforschung, Beurteilen und Bewerten, Schul- und Hochschulentwicklung.

Annette Hermann
Doktorandin am Lehrstuhl für Bildungswissenschaften und Fachdidaktik Kunst an der AdBK Stuttgart. Studium der Bildenden Kunst und Intermediales Gestalten an der AdBK Stuttgart. Erstes und zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Künstlerische Tätigkeit. Kunstpädagogin am Geschwister-Scholl-Gymnasium Stuttgart. Professionsforschung.


SEMESTERABSCHLUSSTREFFEN

semesterende


Kunstpädagogische Begriffe 8: TRANSKULTUR

Plakat_Transkultur_neu

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Ansgar Schnurr (Justus-Liebig-Universität Gießen) im Rahmen der Ringvorlesung
Do 18:15-19:45 Uhr

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Villa Neuwerk, Raum 102
Neuwerk 7
06108 Halle

Dass die derzeit populistisch demonstrierten Vorstellungen von der vorgeblichen Fremdheit der Kulturen und der Bewahrung eigener Kultur keineswegs alternativlos sind, führt der Vortrag unter dem Grundbegriff „Transkultur“ aus. Mit Blick auf aktuelle Bild- und Lebenswelten wird weniger die trennende Verschiedenheit der kulturellen Herkunft von Kindern und Jugendlichen fokussiert, sondern nachgezeichnet, wie in Alltag und Kunst aus der Vermischung heraus neue Kulturen entstehen.
Migration, Globalität und Diversität werden als Kontexte diskutiert, aus denen sich Chancen und Herausforderungen für eine transkulturelle Kunstpädagogik ergeben.

Ansgar Schnurr, Prof. Dr. | Jg. 1977 | seit 2014 Professur für Kunstpädagogik an der Universität Gießen | 2014 Vertretungsprofessor an der Alanus Hochschule Alfter | 2009-14 Akademischer Rat an der Technischen Universität Dortmund | Arbeitsschwerpunkte: Transkulturelle Kunstpädagogik, Studien zur Bildkultur in der Migrationsgesellschaft, Theorie ästhetischer Bildungsprozesse.