Jour Fixe: #netz #kunst #unterricht …

Am Dienstag, dem 27. Mai 2014, um 18 Uhr, spricht im Rahmen des Jour Fixe Sara Burkhardt, neu berufene Professorin für Didaktik der bildenden Kunst, über ihre kunstpädagogische Position.
Raum 103/104, Villa, Neuwerk
http://www.burg-halle.de/hochschule/information/aktuelles/details/a/netz-kunst-unterricht.html

Sara Burkhardt stellt anhand von Begriffen, Bildern, biografischen Stationen und bisherigen Vermittlungsaktivitäten ihre kunstpädagogischen Forschungsfelder und Schwerpunkte ihrer Lehre vor. Sie dokumentiert und visualisiert eine Auswahl ihrer bisherigen Projekte und gibt Einblick in Fragestellungen, mit denen sie sich aktuell auseinandersetzt. Grundlage sind kunstpädagogische Überlegungen, die eine enge Verzahnung von didaktischer Theorie, eigener künstlerischer Praxis Studierender, Kontextualisierungen, Erprobungen Studierender in pädagogischen Settings sowie die Reflexion der so entwickelten Vermittlungssituationen vorsieht. Der Vortrag ist auch ein Versuch, Denkprozesse und Handlungen zu ordnen und einen Ausblick auf zukünftige Arbeitsfelder und Fokussierungen zu geben – was Visionen nicht ausschließt.

Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich. Gäste sind willkommen!


Gestern in Halle: Aktionstag des BDK


21. MAI: AKTIONSTAG GEGEN DEN ABBAU DES FACHES KUNST

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!!!!!!!!KOMMT ALLE!!!!!!!!
Aktion des BDK gegen den Abbau des Faches Kunst!

Schüler/-innen+Student/-innen+Lehrer/-innen schreiten und tanzen in Halle um den schwarz eingepackten Händel. Mitgebrachte eigene großformatige Kunstwerke werden zerrissen und in schwarzen Plastiksäcken mit der Aufschrift „Kulturbeutel“ entsorgt, unterlegt wird die Aktion mit Gesängen und Kriegstänzen. Zieht euch SCHWARZ an, legt KRIEGSBEMALUNG an und kommt am Mittwoch 21. MAI um 17 UHR zum HÄNDEL-DENKMAL!

Im Kunstunterricht werden tagtäglich Fantasie, Ideenreichtum und Experimentierfähigkeit ausgebildet, hier kommt die oft beschworene und gesellschaftlich so wichtige Schlüsselkompetenz der individuellen Kreativität besonders zum Tragen!

Kunstunterricht ist de facto der einzige Ort, an dem diese Säule der „Kulturellen Bildung“ alle Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihrer sozialen, ökonomischen oder kulturellen Herkunft – in hoher Qualität erreicht!

Diesen Tatsachen stehen jedoch massive Fehlentwicklungen in der Bildungspolitik gegenüber: Regulärer Kunstunterricht wird über alle Jahrgangsstufen und Bundesländer hinweg aufgrund von Personalmangel seit Jahren marginalisiert, abgeschafft, das Fach Kunst in musischen Fächerverbünden abgewickelt oder in den nachmittäglichen Ganztagsbetrieb abgeschoben.

Vor allem im elementaren Bereich, in den Grundschulen, aber auch in vielen anderen Schulformen, wird das Fach bundesweit zunehmend fachfremd unterrichtet; Studiengänge, die dem Nachwuchsmangel in allen Altersstufen Einhalt gebieten könnten, werden geschlossen, freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt.

Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Bildungsrepublik und Ideenschmiede Deutschland sind dies verhängnisvolle Fehlentwicklungen, die auch durch das befristete Engagement freier Künstler oder Kulturschaffender an Schulen nur notdürftig und kurzfristig abgefedert werden können, da diese Gruppen eine pädagogisch kompetente, professionelle Auseinandersetzung mit Kunst und den mit ihr verbundenen angewandten Bereichen im Schulunterricht nur teilweise leisten können.

Auch außerschulisch stattfindende kulturelle Aktivitäten mögen als Vertiefungen und Ergänzungen durchaus bereichernd sein, sie können und dürfen den regulären Kunstunterricht aber keinesfalls ersetzen!

Mit seinem bundesweiten Aktionstag am 21. Mai wird der BDK in seinen Landesverbänden eine Vielzahl von lokalen Protestaktionen durchführen, die vor allem auf die Aufmerksamkeit von Bildungspolitiker/-innen, Eltern und Kolleg/-innen abzielen.

Gegen die schrittweise Kürzung und den Abbau des Faches Kunst an Schulen! Für 2 Stunden Kunst pro Woche – für alle Schülerinnen und Schüler!

>>> Die Zukunft der Kunstpädagogik im Blick


Vortrag: Medien Bildung Raum

mbr_Elemente_S.3Medien Bildung Raum – Pädagogische Kunsträume

Vortrag von Konstanze Schütze am 28.05.14 um 10:00 Uhr
Hermes, 1. Stock, Raum 208

Konstanze Schütze stellt im Rahmen des Seminars „Raum schaffen – Didaktisches Labor“ Konzeptionen und Umsetzungen von Seminarräumen vor, die den physischen wie den virtuellen Raum gleichermaßen ernst nehmen. Diese Räume widmen sich der Tatsache, dass digitale Infrastrukturen unsere vertrauten pädagogischen Umgebungen verändern – im Sinne einer neuen Lehr- und Lernkultur in veränderten raum-zeitlichen Settings. In den an der Universität zu Köln realisierten Räumen wirkt Technik so weit wie denkbar im Hintergrund, um den pädagogischen Potenzialen des Raumes genügend Freiheit zu lassen. Gerade weil wir es nach wie vor mit rasanten medialen Veränderungen zu tun haben, so Schütze, sollten pädagogische Räume an jeder Stelle agil, justierbar und korrigierbar bleiben: „Starre, monofunktionale Räume sind Schnee von gestern.“

Der Vortrag von Konstanze Schütze ist öffentlich, Gäste sind willkommen.

Konstanze Schütze studierte Architektur, Kunstpädagogik und Amerikanistik an der TU Dresden und ist seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln. In ihrer Lehre verknüpft sie Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft mit Design und zeitgenössischer Medienkultur. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Aspekten nicht-visueller Bildlichkeit in der zeitgenössischen Kunst. In diesem Zusammenhang ist sie kuratorisch in zwei jungen Ausstellungsprojekten tätig: S T O R E contemporary (Dresden) und studionihilbaxter (Berlin).