Manovich in Potsdam

Lev Manovich hält einen Vortrag über Datenvisualisierung bei den DIGAREC Lectures
22.04.2010, 18h-20h
Veranstaltungsort: Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10, Haus 8, Raum 145 (Audimax), 14469 Potsdam

An der Börse werden die Aktienkurse zumeist als Liniendiagramme visualisiert. Mittlerweile haben sich die Visualisierungsmöglichkeiten von Informationen jedoch vervielfacht. So stark, dass sich bereits das Forschungsfeld der Informationsästhetik herausgebildet hat, welches neue Wege erforscht, wie Informationen dargestellt werden können. Am 22. April 2010 um 18 Uhr führt Lev Manovich in seinem Vortrag durch den Dschungel der Möglichkeiten und deutet die Datenvisualisierung als neue Sprache der Kulturtheorie im Audimax der Universität Potsdam. In den letzten 20 Jahren reifte die Visualisierung von Daten zu einem gängigen Instrument sowohl in den Wissenschaften, in den Künsten als auch in der breiten Öffentlichkeit. Als Methode der Kulturforschung steckt sie aber noch in ihren Kinderschuhen. Basierend auf den Analysen von Computerspielen, Kino-, Fernseh-, Animationsfilmen sowie Mangas und anderen Medien präsentiert Manovich Visualisierungstechniken und -methoden die besonders für die Kultur- und Medienforschung nützlich sind. Computerspiele als Dauervisualisierung von Daten bilden in diesem Kontext einen prädestinierten Forschungsgegenstand.
Lev Manovich ist einer der weltweit bekanntesten Akteure in der jüngsten Medientheorie. Mit seiner richtungweisenden Dissertation „The Language of New Media“ (MIT Press, 2001) hat Manovich die Medientheorie revolutioniert und Marshall McLuhans Vorherrschaft auf diesem Gebiet abgelöst. Als erster Theoretiker entgrenzte er den Bereich der Medientheorie in Richtung der neuen Medien und erörterte eindringlich ihre Logik, die im Kern auf den Computer, das „Meta-Medium“ unserer Zeit, zurückzuführen ist. Die Logik des Computers, so Manovich, beeinflusst in Produktion und Ästhetik auch alle bisher bekannten modernen Medien wie Film, Musik, Fotografie usw. und transformiert sie so zu neuen Medien unter neuen Bedingungen. Mittlerweile hat Manovich seine Theorie-Bildung weiterentwickelt und arbeitet nun auf dem jungen Feld der Software-Wissenschaften. Die Grundlage bildet die Beobachtung, dass Software wie Google, Amazon, iTunes usw. durch unseren täglichen Umgang mit ihnen unsere Kultur nachdrücklich verändern. Lev Manovich ist Professor am Visual Arts Department der Universität von Kalifornien in San Diego (UCSD). Neben The Language of New Media schrieb Manovich Software Takes Command (veröffentlicht unter der CC-Lizenz, 2008) und Soft Cinema: Navigating the Database (MIT Press, 2005).


kiss-Stipendiatinnen 2010 stehen fest!

Die Stipendiaten für den Projektdurchlauf 2010 in Kooperation mit den Künstlern Christoph Girardet, Jakob Kolding, Gerald Nestler, Susan Philipsz und Katarina Zdjelar sind gefunden.
Aus einer Vielzahl von Bewerbungen wurden 12 Bewerberinnen und Bewerber ausgewählt, die sich in München der Jury stellten. Diese entschied sich für 6 Studierende, die mit den 5 Künstlern zusammenarbeiten werden.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten:

Angela Hiller (Jg. 1985)
Hochschule: Universität und Kunsthochschule Kassel
Künstler: Christoph Giradet

Tabea Kießling (Jg. 1984)
Hochschule: Universität Leipzig
Künstler: Jakob Kolding

Robert Hausmann (Jg. 1986) und Matthias Laabs (Jg. 1982)
Hochschule: Technische Universität Dresden
Künstler: Gerald Nestler

Christoph Medicus (Jg. 1983)
Hochschule: Akademie für Bildende Künste der Johannes-Gutenberg Universität, Mainz
Künstler: Susan Philipsz

Sara Johanna Dahme (Jg. 1983)
Hochschule: Akademie der bildenden Künste Stuttgart
Künstlerin: Katarina Zdjelar

Näheres und Weiteres siehe www.bdk-online.info/kiss


BuKo12

Im Anschluss an den Bundeskongress der Kunstpädagogik 2009 in Düsseldorf hat sich eine Initiativgruppe zur Ausrichtung der Folgeveranstaltung gebildet, die aus Vertretern einer jüngeren Generation von Kunstpädagoginnen und -pädagogen – Andreas Brenne, Sara Burkhardt, Marc Fritzsche, Christine Heil, Gila Kolb, Jochen Krautz, Torsten Meyer, Andrea Sabisch, Ansgar Schnurr, Ulrike Stutz, Mario Urlaß, Tanja Wetzel, Kirsten Winderlich, Jutta Zaremba – besteht. Die Initiativgruppe hat sich zweimal, am 30.11.09 und am 18./19.2.10, in Kassel getroffen und intensiv die Möglichkeiten sowie die inhaltliche und formale Konzeption eines nächsten Bundeskongresses diskutiert.

Dabei zeigte sich als gemeinsame Motivation, eine in inhaltlicher, struktureller wie personeller Hinsicht partizipatorisch und plural orientierte Kongressform zu entwickeln, welche die Breite des kunstpädagogischen Feldes aufgreift und würdigt. Die Initiativgruppe bewirbt sich bei der Hauptversammlung des BDK, als der institutionellen Stellvertretung der Fachcommunity, um die Ausrichtung des nächsten Bundeskongresses der Kunstpädagogik.

Mehr unter http://www.buko12.de