MEDIENFENSTER

Ausstellung und Präsentation der Video- und Medienkunstseminare von Franziska Hoffmann und Sophia Hoffmann an der TU Dresden.
Mittwoch, 3. Februar 2010, 17:00 Uhr
Blaues Haus / UG
August-Bebel-Straße 30
Im Programm sind studentische Installationen und Videos, begleitet von Erläuterungen zu Themen und Technik der Seminare.


VIDEOVORFÜHRUNG UND DISKUSSION

Joseph Beuys: Boxkampf documenta 5, 1972 (Videostill)

Die Gruppenaktion »Nach Beuys! (Kunst wofür?)« 1988 in Leipzig
am Donnerstag, den 28.1. 2010 um 19:00 Uhr im Kunsthaus Dresden
mit Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai und Claus Löser
Im Frühjahr 1988 eröffnete an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eine vorher bereits in Ost-Berlin gezeigte Ausstellung zum Frühwerk von Joseph Beuys. Die Exposition war Teil des deutsch-deutschen Kulturabkommens und stellte in mehrfacher Hinsicht ein Paradox dar. Dem 1986 verstorbenen Künstler war zu Lebzeiten mehrfach die Einreise in die DDR untersagt worden, die Vernissage in Berlin wurde ausgerechnet von Johannes Rau zelebriert, der 1972 die Entlassung des Künstlers von der Kunstakademie Düsseldorf verfügt hatte. Als Ministerpräsident von NRW gab er sich nun, von hohen SED-Funktionären sekundiert, die zweifelhafte Ehre, Beuys posthum in den kulturpolitischen Kanon der DDR einzufügen. Bei Künstlern, die sich einer unabhängigen Kulturszene zugehörig fühlten, war die Empörung über diesen Akt groß. Dass ausgerechnet Joseph Beuys, dessen Werk für systemübergreifende Verweigerung und individuelle Verantwortung stand, vom Zwangssystem DDR vereinnahmt werden sollte, wollte man in Leipzig nicht stillschweigend hinnehmen. Gerd Harry Lybke initiierte mit Freunden aus dem Umfeld seiner Privatgalerie EIGEN+ART die Gruppenaktion »Nach Beuys!«, mit der der verehrte Meister in einen aktuell-produktiven Prozess heimgeholt werden sollte.
Jörg Herolds damals entstandene, gleichnamige Videoinstallation ist für die Ausstellung »40 Jahre Videokunst – Teil 2« rekonstruiert worden und wird zu Beginn der Veranstaltung gezeigt. Im Anschluss diskutieren die damals ebenfalls beteiligten Künstler_innen Else Gabriel, Jörg Herold, Olaf Nicolai mit dem Filmhistoriker Claus Löser das Ereignis im Kontext seiner historischen Bedeutung.


OSTRALE´010: Bewerbungszeitraum hat begonnen

Ab sofort ist es für Künstler möglich, sich für eine Teilnahme an der OSTRALE´010 (27.8. bis 19.9.) zu bewerben. Ob Bildende oder Darstellende Kunst, ob Performance, Malerei, Videoarbeit… die OSTRALE steht allen Ausprägungen zeitgenössischer Künste offen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. März 2010.


Veranstaltung für Kunstpädagogikstudierende der TU Dresden

Informationsveranstaltung über eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen der Kunstpädagogik und dem Trans Media-Zentrum in Hellerau
mit
Dr. Klaus Nicolai
Leiter Trans-Media-Akademie Hellerau
Dienstag 26.Januar 2010 19.30 Uhr Blaues Haus
Die Trans-Media-Akademie Hellerau steht für innovative Verknüpfungen zwischen Kunst, Medientechnologie und Bildung. Der 2001 gegründete Verein veranstaltet seit 2002 jährlich das Internationale Festival für computergestützte Kunst CYNETART in Dresden. Das Medienlabor besitzt eine einzigartige technische Ausstattung durch welche interaktive audiovisuelle Echt-Zeit-Vernetzungen zu virtuellen Environments ausgebaut werden können. Das Medienlabor macht schon heute, wovon eine zukünftige Schule träumt – es vernetzt performative Prozessabläufe mit Bild, Ton und Sprache und es verbindet Kenntnisse über Informatik, Bild- und Klanggestaltung, Medientechnik und Choreografie zur Schaffung interdisziplinärer Erlebnis- und Lernräume.

Der Künstler, Kunsttheoretiker und Medienwissenschaftler Dr. Nicolai sucht uns als zukünftige PartnerInnen für seine Produktions- und Vermittlungsprojekte zu gewinnen. Unsere Vision von interdisziplinärer, performativ gestützter Kunst und Bildungsarbeit kommt dem entgegen! Aus unserer Kooperation sollen neue Projekte geboren werden sowie Themen für zukünftige BA-, MA- und Staatsexamensarbeiten erwachsen.