CYNETART 2009

Am Donnerstag (26.11.) wurde in Hellerau die CYNETART eröffnet. Besonders hervorstechend war für mich die Arbeit Zen Station || Meditatives Computerspiel von Jannis Urle Kilian Kreft, ein Computerspiel, das durch Bio-Feedback gesteuert wird.
„Die Spielfläche wird mittels Videoprojektor auf einen rechteckigen Kasten projiziert, in dem ein Puls- und Blutsauerstoffmessgerät eingelassen sind. Mittels Sensorik können dadurch die Herzfrequenz und der Blutsauerstoffgehalt beider Spieler in Echtzeit analysiert werden. Ausgehend von den Berührungen der Sensorfläche werden virtuelle Lebensformen generiert, die in Form und Größe abhängig von der Pulsfrequenz der Spieler sind. Ziel des Spiels ist, sein Gegenüber durch Gelassenheit zu besiegen. Der Spieler mit dem dauerhaft niedrigeren Pulsschlag gewinnt.“ (http://t-m-a.de/cynetart/festival/automatic-clubbing)


kiss-Stipendien 2010 ausgeschrieben

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Um die Vermittlung zeitgenössischer Kunst an Schulen zu fördern und einen Beitrag zur ästhetischen Bildung in Deutschland zu leisten, werden im Frühjahr 2010 vom BDK e.V. in Kooperation mit der Siemens Stiftung (ehemals Siemens Arts Program) und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung fünf Stipendien in Höhe von jeweils 1.500 Euro für die Entwicklung von Unterrichtsprojekten zum Thema „Kunst und aktuelle Medienkultur“ vergeben. Studierende der Kunstpädagogik können sich bewerben.
In persönlichen Begegnungen mit den beteiligten Künstlern Christoph Girardet, Jakob Kolding, Gerald Nestler, Susan Philipsz und Katarina Zdjelar erarbeiten die Stipendiaten Unterrichtsideen, die sie im Sommer 2010 an einer Schule umsetzen und dokumentieren werden. Zwei fachdidaktische Workshops begleiten das Stipendium. Interessierte Studenten und Studentinnen der Kunstpädagogik können sich bis zum 1.03.2010 für ein Stipendium bewerben.
Weitere Informationen: www.bdk-online.info/kiss


Frisch erschienen: Tatort Küche

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Blohm, Manfred / Burkhardt, Sara / Heil, Christine (Hg.): Tatort Küche – Kunst, Kulturvermittlung, Museum. Die Küche als Lebens- und Erfahrungsraum. Schriftenreihe Medien – Kunst – Pädagogik, Band 3. Flensburg: Flensburg University Press, 2009. ISBN 978-3-939858-12-6

Die Küche: ein Ort, wo gebrutzelt, gebröselt, zerhackt, gedämpft, gezupft und gebacken wird, wo viele Dinge und Geräte ihren Platz erhalten, wo Sinnsprüche an den Wänden hängen oder im Handtuch eingewebt sind, wo gelagert, gepökelt, eingefroren, wiederverwertet oder weggeschmissen wird. Für Einige ist dies der Ort, an dem sie bei bestimmten Gerüchen in Erinnerungsbilder eintauchen. Andere legen Wert auf eine Hightech-Küche, ohne dass die Geräte dabei in vollem Umfang genutzt werden.

Dieses Buch enthält keine Anweisungen zum Kochen. 30 Autorinnen und Autoren beleuchten die Küche aus unterschiedlichen Perspektiven: Alltag, Familientradition, kauziger oder gepflegter Individualismus und Hochkultur, Nationales und Regionales wie auch globales Kochen, Gewürzhandel in der kolonialen „Vorkartoffelzeit“, Kücheninszenierungen in der Kunst, der Kunstpädagogik und in der Kulturvermittlung im Museum.

Kurz: Die Küche wird als Ort der Tat untersucht, als Ort, an dem auf kulturell und individuell unterschiedliche Weisen Leben stattfindet. In den Untersuchungen zu diesem „Tatort“ lassen sich nicht nur Kultur- und Sozialgeschichte rekonstruieren, sondern auch Lebensweisen ablesen. Das Buch soll den Leser oder die Leserin dazu anregen, eigene Wege im Kulturraum Küche zu gehen oder an anderen Alltagsorten kulturelle Verschiebungen und Forschungen vorzunehmen.