Wider die Plastikworte

Über die Echo-Mailingliste bekam ich heute den folgenden Text von Florian Zinnecker, der in seinem Artikel über einen von Studierenden der Uni Lüneburg hergestellten „Werbefilm“ schreibt (ZEIT online ZEIT campus / 19.11.07):
Film ab: Ein Student fährt auf den Campus, im Audi. An einer Schranke wird er angehalten, ein Wachmann scannt seine ID-Card, erst dann darf er passieren. Eine Stimme aus dem Off: „Modernste Sicherheitsanlagen gewähren unabdingbare strukturelle Voraussetzungen auf dem gesamten Universitätsgelände.“ Der Student parkt und eilt, wie jeder hier im Business-Anzug und mit dem Notebook in der Hand, in den Hörsaal. Am Eingang passiert er einen Tisch, an dem Warenproben von Coca-Cola verteilt werden. Dazu der Off-Kommentar: „Mit Blick auf die Zukunft wird bei uns unternehmerisches Denken und Handeln groß geschrieben. Darum arbeiten wir mit starken Partnern aus der Wirtschaft zusammen.“ Schließlich nimmt der Edel-Student Platz, die Vorlesung beginnt, nicht jedoch, bevor diese „starken Partner aus der Wirtschaft“ Werbetrailer geschaltet haben. „Wir garantieren den Absolventen“, so die Stimme zum Schluss, „Führungsqualitäten und Kompetenzen, die sie später in den Chefetagen weltweiter Spitzenunternehmen einbringen können.“ Und: „In einem dynamischen Umfeld fällt zurück, wer nicht flexibel ist.“ Herzlich Willkommen an der Leuphana Universität Lüneburg! Sarah, BWL-Studentin im fünften Semester*, ist verdattert. Was ist das? Eine neue Imagekampagne ihrer Uni? Sie ist sich da sicher – zumindest für einen Moment. Gefunden hat sie das Video im Internet unter www.leuphana.de.vu. Dort sah sie auch das Logo der Leuphana, ihre Schifttype, das weinrot-weiße Corporate-Design und auch die markig-dynamischen Losungen der Uni-Führung. „Bleiben Sie Ihr Studium lang, bleiben Sie Ihr Leben lang neugierig“ – diese Worte spricht Präsident Sascha Spoun gar persönlich in die Kamera. Heute wissen Sarah und ihre Kommilitonen: Dieses Video und dieser Internetauftritt wurde nicht vom Präsidium initiiert, dies ist keine Imagekampagne, sondern – je nach Blickwinkel – geniale Satire, ein schlechter Witz oder ernst zu nehmende Kritik an der grundständigen Ausrichtung der Hochschule. Weiter unter http://www.zeit.de/campus/online/2007/47/leuphana-satire […]

 


psychogeography

rio.jpg

Ernesto Rio: ‚D. F. Maze‘ (2006) – Drei interaktive Wege durch Mexico City


Vernetzung „Öffentlicher Raum“

vernetzung_seminar.jpg

Erste Sammlung und Vernetzung zum Thema „Öffentlicher Raum“ im Seminar „Vom Privaten zum Öffentlichen – and back again“


was man…

„…was man mit einer plastik bewältigen kann, braucht man nicht als gebäude zu errichten; was man in einem bild bringen kann, braucht man nicht als plastik zu machen; was man mit ner zeichnung erledigen kann, braucht man nicht als bild zu bringen; was man auf nem zettel klären kann, braucht keine zeichnung zu werden; und was man im kopf abwickeln kann, braucht nichtmal einen zettel!“

 
Tomas Schmit


Studierende heute


Fachtagung Hamburg


Am Wochenende tagten Kunstpädagogen in Hamburg, hörten Vorträge von Timm Ulrichs, Werner Nekes und Horst Gläsker und arbeiteten in Workshops mit Künstlern, Restauratoren und Kunstwissenschaftlern. Titel der Tagung: „Kunst in Bewegung – Das Flüchtige in der Kunst. Zeit als Gegenstand und Material bildnerischer Prozesse.“


Suppenküche

Suppenküche, ursprünglich hochgeladen von Hammonia

Offene, mobile Küche auf der ars electronica in Linz 2007. Heiße Suppe für dauerrregengeplagte Besucher.
Die Köche sind charmant und kochen die beste Rindsuppe ever.